Welche Trends gibt es in Sachen Essen?

Welche Trends gibt es in Sachen Essen? 

Trends und Moden gibt es in allen Bereichen – und damit auch in der Küche. Die Geschmäcker ändern sich, neue Produkte und Gerichte erobern die Speisekarten. Manchmal sind es aber auch die Gewohnheiten, die Lebensumstände oder grundsätzliche Haltungen, die sich auf die Ernährungswelt auswirken. Aber welche Trends gibt es in Sachen Essen? 

 

Die folgende Übersicht stellt die aktuell wichtigsten Entwicklungen vor:

Trend 1: Bio-Lebensmittel und Produkte aus der Region

Wenn früher von Bio-Produkten die Rede war, dachten viele automatisch an Reformhäuser und Gesundheitsläden. Dies hat sich inzwischen aber deutlich geändert.

Bio-Lebensmittel sind im Trend. Sowohl im Supermarkt als auch im Discounter wird ein großes Sortiment an verschiedensten Bio-Produkten angeboten, vom Honig und Brot über Obst und Gemüse bis hin zu Wurst und Käse ist alles dabei. Zudem gibt es in nahezu jeder größeren Stadt mindestens einen Biosupermarkt.

Neben Produkten in Bioqualität gewinnen außerdem Lebensmittel aus der Region immer mehr an Bedeutung und auch Fair Trade, also der Handel zu fairen Bedingungen, spielt eine zunehmend größere Rolle.  

Bewertung des Trends:

Der Wunsch von Verbrauchern, Lebensmittel mit gutem Gewissen kaufen zu können, ist mit Blick auf den Klimawandel, soziale Aspekte und nicht zuletzt Lebensmittelskandale absolut verständlich. Zweifelsohne ist es auch ein richtiger und wichtiger Schritt, vermehrt auf Produkte aus der Region zurückzugreifen.

Sie sind frisch, schonen die Umwelt und bieten im Jahresverlauf genügend Abwechslung. Trotzdem ist bei Bio auch etwas Skepsis angebracht. Inzwischen gibt es unzählige Biosiegel mit verschiedensten Kriterien und nicht überall, wo Bio draufsteht, ist auch wirklich Bio drin. Hinzu kommt, dass Bio nicht automatisch die bessere Qualität ist und die höheren Preise rechtfertigt. 

Trend 2: Multikulti

Döner, Pizza, Pasta, Burger, Sushi & Co. haben sich schon längst ihre Plätze auf dem Speiseplan gesichert. Doch das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. So wie die Welt insgesamt näher zusammenrückt, erweitern auch die Küchen ihr Repertoire.

Vor allem die jüngeren Generationen möchten Neues ausprobieren, andere Geschmacksrichtungen kennenlernen und mit ausgefallenen Zutaten und Gewürzen experimentieren.

Bewertung des Trends:

Gegen die gute, alte deutsche Hausmannskost ist überhaupt nichts einzuwenden. Schließlich schmeckt sie nicht nur lecker, sondern ist auch ein Stück weit Kultur. Aber genauso gibt es keinen Grund, nicht über den sprichwörtlichen Tellerrand zu schauen und auszuprobieren, was die Küchen anderer Länder so zu bieten haben. 

Trend 3: Lecker, gesund und preiswert

Bei so manchem ist das finanzielle Budget recht überschaubar. Andererseits ist es ein Irrglaube, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung immer auch viel Geld kosten muss. Der Trend geht hin zum leckeren, gesunden und kreativen Kochen für kleines Geld.

Kochkurse und Kochbücher zeigen eindrucksvoll, dass und wie es funktioniert. Die Grundidee dabei ist übrigens, sich ein Stück weit auf die Wurzeln zu besinnen und Omas Rezepte wieder auszugraben. Schließlich hatten die Menschen in Kriegs- und Nachkriegszeiten oft weder viel Geld noch stand eine große Auswahl an Lebensmitteln zur Verfügung. Trotzdem ist es ihnen gelungen, ein leckeres und nahrhaftes Essen aus dem zu zaubern, was eben da war.

Bewertung des Trends:

Zweifellos eine gute Idee! Fachleute nennen den Trend Subsistenz-Kreativität, also ideenreiche Lebenshaltung. Viele kochen nicht mehr mit frischen Lebensmitteln, sondern greifen auf Fertigprodukte zurück.

Natürlich sind nicht alle Fertigprodukte schlecht und jemand, der einen langen Arbeitstag hinter sich hat, wird verständlicherweise auch keine Lust mehr haben, noch stundenlang in der Küche stehen. Aber manchmal sind es eben nur faule Ausreden. Frisch zu kochen ist nicht teurer und schmeckt oft besser. Zudem weiß der Koch, was er da eigentlich isst.  

Trend 4: Vegetarisch und vegan

Inzwischen ist bekannt, dass zuviel Wurst und Fleisch einfach nicht gesund sind. Wie konsequent der Verzicht erfolgt, ist jedoch unterschiedlich. Die einen reduzieren ihren Fleischkonsum, andere verzichten auf Fleisch und Wurst, essen aber nach wie vor tierische Produkte wie Eier, Milch und Honig.

Wieder andere streichen komplett alles mit tierischem Ursprung, neben Lebensmitteln also beispielsweise auch Kleidungstücke und Schuhe aus Leder. Die Gründe sind recht unterschiedlich. Einige argumentieren mit gesundheitlichen Aspekten, andere nennen den Umweltschutz oder kritisieren die Ausbeutung der Tiere und der Natur durch den Menschen.

Bewertung des Trends:

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er sich ernähren möchte. Das Salamibrötchen, das Schnitzel, das Rumpsteak oder die Bratwurst plötzlich zu verteufeln, ist sicher übertrieben. Zudem enthalten tierische Produkte viele wertvolle Inhaltsstoffe, die der Körper braucht und gut verwerten kann.

Auch gegen eine vegetarische Ernährung, bei der zwar auf Fleisch und Wurst, aber nicht auf Eier, Milchprodukte und alle anderen tierischen Lebensmittel verzichtet wird, ist nichts einzuwenden. Etwas schwieriger wird es bei einer veganen Ernährung. Damit es hier nicht zu Mangelerscheinungen kommt, ist eine intensive Auseinandersetzung mit der Ernährung und den Bedürfnissen des menschlichen Körpers absolut Pflicht.        

Trend 5: Chilled Food

Auf der einen Seite ist es vielen sehr wichtig, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Auf der anderen Seite wird der Terminkalender immer voller und die Zeit immer knapper. Fertigprodukte, die undefinierbar schmecken und oft wenig appetitlich aussehen, sind out.

An ihre Stelle tritt das sogenannte Chilled Food. Auch hierbei handelt es sich zwar um Fertiggerichte, allerdings bestehen sie aus frischen Zutaten und stehen deshalb in der Kühltheke. Typische Beispiele sind verzehrfertige Salate, geschältes und in mundgerechte Stücke geschnittenes Obst, belegte Sandwichs oder Nudelgerichte.

Bewertung des Trends:

Es gibt Fertiggerichte, die lecker schmecken und qualitativ hochwertig sind. Für einen Single oder jemanden, der nur eine kleine Menge braucht, ist ein Salat-Mix oder ein Obstsalat im Becher sicher auch eine gute Alternative zu Einzelzutaten, die er womöglich nicht so schnell verbrauchen und dann wegschmeißen würde. Andererseits gibt es genauso gekühlte Fertiggerichte, die weder im Hinblick auf die Qualität und Frische noch auf den Preis überzeugen können.

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