Die leckersten essbaren Blüten

Die leckersten essbaren Blüten in der Übersicht 

Blüten, die nicht nur hübsch aussehen und angenehm duften, sondern auch geschmacklich einiges zu bieten haben, gehören zu den aktuellen Trends in der Gastronomie. Dabei ist es aber keineswegs eine neue Idee, mit Blüten zu kochen.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass in sehr vielen Haushalten regelmäßig Blüten verwendet wurden und sehr häufig spielten dabei finanzielle Gründe eine Rolle. So dienten die Essblumen oft als Ersatz für teure Gewürze, Ringelblumen beispielsweise ersetzten den kostspieligen Safran.

Heute sind essbare Blüten, sofern sie nicht im eigenen Garten geerntet werden können, in Bio-Gärtnereien, in Feinkostläden und teilweise auch in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Blumen aus normalen Blumenläden oder Gärtnereien hingegen sind aufgrund der Behandlung mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln nicht für den Verzehr geeignet.

Vorsicht ist außerdem bei Blüten geboten, die auf der Wiese oder am Wegesrand selbst gepflückt werden, denn nicht alle Blüten sind essbar. Zu den giftigen Gewächsen gehören beispielsweise Maiglöckchen, Akelei, Oleander, Steinklee und Herbstzeitlose.

Welche Blüten hingegen gut schmecken und in der Gourmet-Küche sehr beliebt sind, erklärt die folgende Liste mit den leckersten, essbaren Blüten in der Übersicht: 

Chrysanthemenblüten

stammen aus Ostasien und sind vor allem in der japanischen Küche sehr beliebt. Die Blüten, deren Farbspektrum von Weiß über Gelb und Rosa bis hin zu Dunkelrot reicht, werden zu Gelees, Sirups und Likören verarbeitet.

Sie eignen sich aber auch als aromatische Zutat in Suppen und Eintöpfen, Risottos, Salaten und Sorbets. Außerdem können die Blüten, ähnlich wie Holunderblüten, in Ei und Mehl paniert und in tiefem Fett ausgebacken werden.   

Gänseblümchenblüten

haben in halb geöffnetem Zustand eine dezente Nussnote, geöffnet schmecken sie leicht bitter. Gänseblümchen können roh verzehrt werden, beispielsweise als Belag auf einem Butterbrot, als Bestandteil von einem Salat oder fein gehackt als aromatische Zutat in einem Quark.

Genauso können Gänseblümchen aber auch eine Suppe oder einen Eintopf verfeinern. Werden die Blüten sauer eingelegt, eignen sie sich als Ersatz für Kapern.   

Holunderblüten,

die vom schwarzen Holunder stammen, werden recht vielseitig verwendet. Die Blätter, die Rinde, die unreifen Beeren und die Samen sind in rohem Zustand zwar giftig, verlieren die toxische Wirkung aber durch das Erhitzen. In der Homöopathie sind Holundersaft und -tee bewährte Mittel bei Erkältungen und Fieber, bei Blasen- und Nierenerkrankungen sowie zur Stärkung von Kreislauf und Herz.

In der Küche hingegen wird Holunder bei der Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet. So gibt es beispielsweise den Hollersekt, der aus Holunderblüten, Zucker, Zitrone und Weinstein hergestellt wird. Hollerküchle wiederum sind Holunderblüten, die in Ei und Mehl paniert, in Fett schwimmend ausgebacken und mit Puderzucker bestreut als Dessert serviert werden.  

Kapuzinerkresseblüten

schmecken angenehm scharf und haben einen hohen Anteil an Vitamin C. Die Farbpalette der Blüten reicht von sattem Gelb über Orange bis hin zu Rot. Köche verwenden die Blüten gerne als Gewürz in Suppen oder als dekorative Zutat in Salaten. Werden die Blüten in Salzlake oder Essig eingelegt, erinnern sie geschmacklich an Kapern. Im Tiefkühlfach bleiben die Blüten etwa eine Woche lang frisch.   

Lavendelblüten

sind echte Multitalente. So werden sie in Parfums und Badezusätzen verarbeitet und im medizinischen Bereich unter anderem bei Schlafstörungen, Migräne und Rheuma eingesetzt. Köche nutzen Lavendelblüten als Gewürz und Zutat bei den unterschiedlichsten Speisen.

Lavendel ist ein fester Bestandteil der sogenannten Provenzalischen Kräuter und verfeinert Saucen, Fisch- und Geflügelgerichte sowie mediterrane Eintöpfe. Aber auch in fruchtigen Sorbets, Eiscremes und Schokoladendesserts sorgen Lavendelblüten für eine interessante Geschmacksnote. 

Rosenblüten

faszinieren Menschen schon sehr lange und werden aus diesem Grund schon seit Jahrtausenden gezüchtet. Neben ihrer Funktion als Zierde wird aus Rosen Rosenöl und Rosenwasser hergestellt, die wiederum in Parfums und in Kosmetikprodukten und auch als Zutat in Marzipan, Lebkuchen und Desserts verwendet werden.

In der Küche werden aber auch Rosenblätter oder ganze Rosenblüten verarbeitet. Sehr beliebt sind beispielsweise kandierte Rosen als edle und essbare Dekoration auf Torten und bei Desserts. Daneben eignen sich Rosenblüten für eine aromatische Bowle, die aus Rosenblüten, Cognac, Sekt, Rot- und Weißwein sowie Zucker besteht.

Im Orient wiederum sind Marmeladen und Gelees aus Rosenblüten sehr beliebt. 

Veilchenblüten

haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt und werden vor allem in der französischen Küche verwendet. Bei Süßspeisen, Kuchen und Eis sorgen kandierte Blüten für ein besonderes Aroma und eine ansprechende Optik.

Daneben werden Veilchenblüten aber auch Salaten beigegeben oder in Eiswürfeln eingefroren als geschmackliche und dekorative Aufwertung für Getränke genutzt. 

Zucchiniblüten

kennzeichnen sich durch ihr nussartiges Aroma. Meist werden sie im Teigmantel ausgebacken serviert, häufig auch mit Frischkäse oder Hackfleisch gefüllt. Daneben verwenden Köche Zucchiniblüten gerne als besondere und schmackhafte Einlage in Gemüsesuppen.

Zucchiniblüten sollten allerdings möglichst rasch verarbeitet werden, weil sie nur sehr kurze Zeit frisch bleiben.

Mehr Tipps, Anleitungen und Ratgeber zur Gastronomie & Küche:

Thema: Die leckersten essbaren Blüten in der Übersicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.