Tomatenmark und Ketchup selber machen – so geht’s

Tomatenmark und Ketchup selber machen – so geht’s

Tomaten sind nicht nur gesund, sondern schmecken auch sehr lecker und lassen sich in der Küche in den verschiedensten Varianten zubereiten. Von Soßen über Suppen und Salate bis hin zum Brotaufstrich ist so ziemlich alles möglich. Vor allem im Sommer weiß so mancher Hobbygärtner gar nicht, was er mit er Schwemme an reifen Tomaten anstellen soll. Auch auf dem Wochenmarkt und im Geschäft ist das rote Gemüse zur Haupterntezeit preiswert erhältlich.

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Tomatenmark und Ketchup selber machen - so geht's

Eine Zutat in der Küche, die für allerlei Gerichte benötigt wird und ein konzentriertes Tomatenaroma liefert, ist Tomatenmark. Werden Pommes, Kartoffelecken, Hamburger oder auch Nudeln serviert, darf Tomatenketchup nicht fehlen.

Beides lässt sich ganz einfach selbst zubereiten. Wir erklären, wie es geht!:

Tomatenmark selber machen

Einfach konzentriertes Tomatenmark bildet oft die Basis von Tomatensoßen und Tomatensuppen oder Gemüseeintöpfen. Zwei- oder dreifach konzentriertes Tomatenmark sorgt zum Beispiel in Fleischsoßen für ein köstliches Aroma und eine ansprechende Farbe.

Bei selbst gemachtem Tomatenmark lässt sich die Menge an Restwasser und damit die Konzentration steuern, indem die Einkochzeit einfach verkürzt oder verlängert wird.

Für ungefähr 100 bis 300 g Tomatenmark (je nach Konzentration) werden benötigt:

  • 1,5 kg Tomaten; Fleischtomaten eignen sich besonders gut, weil sie viel Fruchtfleisch und nur wenig Wasser enthalten. Aber auch jede andere Tomatensorte kann verwendet werden, nur sollten die Tomaten möglichst wasserarm sein.

  • 1 Esslöffel Salz

Außerdem werden Schraub- oder Bügelgläser benötigt. Sie müssen sauber sein. Bereits benutzte Gläser werden am besten einmal abgekocht, um so eventuelle Keime abzutöten. Ratsam ist, die Größe der Gläser an den Verbrauch anzupassen. Dadurch sinkt die Gefahr, dass größere Reste übrig bleiben, die verderben.

So geht’s

  • Die Tomaten gut abspülen und den Strunk herausschneiden. Kleinere Tomaten vierteln, große Tomaten achteln.

  • Die Tomatenstücke im Mixer oder mit einem Pürierstab sehr fein pürieren.

  • Den Tomatenbrei durch ein feines Sieb in einen Topf streichen, um so Reste von Häuten und Kernen zu entfernen.

  • Das Salz hinzufügen, den Tomatenbrei aufkochen lassen und anschließend bei geringer Hitze und ohne Deckel langsam bis zur gewünschten Konzentration reduzieren. Dabei zwischendurch immer wieder umrühren.

  • Ist das Tomatenmark wie gewünscht eingekocht, direkt in die Gläser abfüllen und noch heiß verschließen.

Im Kühlschrank ist das Tomatenmark mehrere Wochen lang haltbar. Wird ein Glas geöffnet, der Inhalt aber nicht ganz verbraucht, kann eine dünne Schicht Öl über das Tomatenmark gegossen werden. Ähnlich wie Pesto hält es sich durch die Ölschicht länger.

Ketchup selber machen

Ketchup ist bei Kindern genauso beliebt wie bei Erwachsenen. Allerdings stecken in herkömmlichem Ketchup nicht nur Zusatzstoffe wie Aromen und Emulgatoren, sondern auch sehr viel Zucker.

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Je nach Sorte enthalten 100 Gramm Ketchup genauso viel Zucker wie ein großer Schokoriegel. Auch Bio-Produkte schneiden, was den Zuckergehalt angeht, genauso schlecht ab wie konventionelle Produkte.

Aber das ist natürlich kein Grund, auf die köstliche rote Soße zu verzichten. Mit wenigen Zutaten lässt sich nämlich ein gesünderer Ketchup ohne unerwünschte Zusatzstoffe zubereiten.

Dafür werden benötigt:

  • 160 g Tomatenmark

  • 100 ml Wasser

  • 2 Esslöffel Apfelessig

  • 1 Teelöffel Salz

  • 1 Teelöffel Zucker oder Honig

  • 1 Prise Paprikapulver

So geht’s

Alle Zutaten in eine Schüssel geben, miteinander verrühren und etwa eine halbe Stunde lang ziehen lassen. Anschließend mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse mixen. Die Basisvariante ist damit auch schon fertig und kann serviert werden!

Weil dieser Ketchup keine Konservierungsmittel enthält und nicht gekocht wird, ist er nur kurz haltbar. Am besten ist deshalb, ihn jeweils frisch zuzubereiten und gleich zu verbrauchen.

Je nach Gericht und Verwendung kann der Ketchup natürlich noch weiter verfeinert werden. Pfeffer, Curry, Chili, Knoblauch, Ingwer oder Zimt zum Beispiel sorgen für einen würzigen Geschmack.

Wer es süßer mag, aber keinen Zucker verwenden möchte, kann den Ketchup mit Datteln süßen. Kräuter wie Oregano, Basilikum, Thymian und Rosmarin wiederum lassen eine Würzsoße mit mediterranem Aroma entstehen.

Soll eine größere Menge Ketchup zubereitet werden, die länger haltbar ist, muss der Ketchup gekocht werden.

Dafür die Menge der oben genannten Zutaten im gleichen Verhältnis erhöhen, in einen Topf geben, aufkochen und unter gelegentlichem Rühren etwa eine halbe Stunde lang köcheln lassen. Dabei den Deckel auflegen, damit nicht zu viel Flüssigkeit verdampft.

Den Ketchup anschließend noch heiß in saubere Flaschen oder Gläser umfüllen. Kühl aufbewahrt, hält er sich zwei bis drei Wochen.

Anstelle von Tomatenmark und Wasser kann der Ketchup auch aus frischen Tomaten gekocht werden. In diesem Fall nur Tomaten verwenden und das Wasser weglassen. Nach dem Pürieren den Ketchup durch ein feines Sieb streichen, damit keine Reste von Tomatenhäuten und Kernen zurückbleiben.

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Hier schreiben Tina Fachinger, - Ernährungsberaterin, Dietmar Beinbach, - Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants, Youtuberin & Hobbyköchin Sevilart, sowie Christian Gülcan, 10 Jahre Erfahrung im Lebensmittel-Großhandel und der Belieferung an jegliche Gastronomie, Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Tipps für Hobbyköche und Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

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