Basiswissen: das Salatdressing

Basiswissen: das Salatdressing

Ob als Vorspeise, als eigenständiges Gericht oder als Beilage: Ein Salat wird sehr gerne gegessen. Doch ein Salat braucht immer auch ein Dressing. Warum das so ist und wie sich blitzschnell ein leckeres Salatdressing zubereiten lässt, verrät dieser Beitrag.

Ein Salat kann aus einer Salatsorte oder aus verschiedenen Blattsalaten bestehen. Er kann solo daherkommen oder mit anderem Gemüse wie Tomaten, Radieschen, Gurken oder Karotten gemischt sein.

Ist der Salat nicht nur Beilage, sondern Vorspeise oder Hauptgericht, kann er mit Käse, Schinken, Thunfisch oder warmen Fleischstreifen serviert werden.

Doch eines haben alle Salate gemeinsam:

Ohne Salatdressing fehlt etwas. Dabei ist das Salatdressing aber keineswegs nur für den Geschmack zuständig. Stattdessen wird das Dressing benötigt, damit der Salat bekömmlicher und nahrhafter wird. Im Sinne von Basiswissen klärt dieser Beitrag über das Salatdressing auf!

 

Die Grundzutaten für ein Salatdressing

Auch wenn es das Salatdressing in unzähligen Varianten gibt, so bilden doch einige wenige Zutaten die Basis. Diese Grundzutaten können dann wiederum ganz nach Lust und Laune ausgetauscht, ergänzt oder neu kombiniert werden. Dadurch entstehen dann immer wieder neue Dressingvarianten.

Das Salatdressing verfeinert einen Salat und rundet seinen Geschmack ab. Das Aroma ist aber gar nicht die Hauptaufgabe.

Das Salatdressing wird vielmehr benötigt, damit der Salat leichter verdaulich wird und mehr Nährstoffe mitbringt. Zuständig dafür wiederum sind die Grundzutaten, aus denen ein klassisches Salatdressing besteht. Und diese Zutaten sind Essig, Öl, Gewürze und eventuell Kräuter.

 

Der Essig

Der Essig oder genauer gesagt seine Säure sorgt dafür, dass der Salat bekömmlich wird. Denn ohne Säure ist ein Blattsalat nur schwer zu verdauen.

Die Herstellung von Essig gehört zu den ältesten Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln überhaupt. Die Basis für einen Essig bildet die sogenannte Essigmutter, eine gallertartige Masse. Sie entsteht, wenn Essigbakterien aus der Luft in eine alkoholhaltige Flüssigkeit gelangen und dann bei Wärme und unter Sauerstoffzufuhr arbeiten können. Früher wurde Essig übrigens nicht nur in Küche, sondern wegen seiner desinfizierenden Wirkung auch in der Medizin sehr geschätzt.

Inzwischen stehen in den Supermarktregalen verschiedenste Essige. Dabei wird zwischen Gärungs- und Ansatzessigen unterschieden. Gärungsessige dürfen einen Säuregehalt zwischen 5 und 15 Prozent haben. Je nachdem, welche Grundzutat für die Essigherstellung vergoren wurde, handelt es sich dann beispielsweise um einen Branntwein-, einen Wein-, einen Obst-, einen Balsamico- oder einen Reisessig.

Im Unterschied zu den Gärungsessigen sind Ansatzessige Essigsorten, die nachträglich mit Kräutern, Früchten oder Gewürzen aromatisiert wurden. Für einen Ansatzessig wird also zunächst ein Gärungsessig hergestellt und danach mit einem Aroma verfeinert.

Wer keinen Essig mag, kann für die Säure in seinem Salatdressing aber auch Zitronen- oder Limettensaft und etwas Senf verwenden.

 

Das Öl

Das Öl liefert zum einen ungesättigte Fettsäuren und macht den Salat dadurch nahrhafter. Zum anderen wird es benötigt, um die Nährstoffe aus den Zutaten des Salats aufzuspalten. Blattsalate selbst haben zwar nur sehr wenige Nährstoffe, aber dafür kommen ja noch die Kräuter als Nährstofflieferanten in das Salatdressing.

Welches Öl verwendet wird, ist Geschmackssache. Öle wie Sonnenblumen- oder Rapsöl und auch Mischungen aus Pflanzenölen, die dann als Salatöl im Regal stehen, schmecken eher neutral. Geschmacksintensiver sind Öle aus Samen, Früchten oder Nüssen und natürlich das sehr beliebte Olivenöl.

Wer möchte, kann in seinem Salatdressing das Öl aber auch teilweise oder komplett durch Sahne, Sauerrahm oder Joghurt ersetzen. Der Vorteil dabei ist, dass Milchfette nicht so schwer im Magen liegen wie pflanzliche Fette. Ganz auf Fett zu verzichten, ist aber keine gute Idee. Denn dadurch würde das Salatdressing sehr fad schmecken.

 

Die Gewürze und die Kräuter

Eine Prise Salz muss auf jeden Fall ins Salatdressing. Und wo Salz und Säure vorhanden sind, braucht es ein wenig Süße als Gegengewicht. Die Süße kann Zucker, Honig oder Ahornsirup liefern.

Aber auch kleingeschnittene Trockenfrüchte oder etwas Konfitüre können für einen schönen Geschmack sorgen. Eine Prise Pfeffer rundet den Geschmack ab.

Wer möchte, kann sein Salatdressing dann noch mit Kräutern verfeinern. Sie liefern ein tolles Aroma und bringen Nährstoffe mit. Klassiker im Salatdressing sind Schnittlauch, Dill, Basilikum und Knoblauch. Aber auch das Grün von Frühlingszwiebeln und Kräuter wie Bohnenkraut, Liebstöckel, Melisse oder Minze passen gut.

 

Die Zubereitung von einem Salatdressing

Die Zubereitung von einem Salatdressing ähnelt der eines Cocktails. Wie beim Cocktail werden nämlich auch die Zutaten für das Salatdressing in ein Gefäß gegeben und kräftig durchgeschüttelt. Allerdings wird ein Salatdressing mindestens zweimal geschüttelt.

Zunächst werden nämlich der Essig, die Gewürze und die Kräuter in ein Gefäß gegeben. Sind sie miteinander vermischt, wird das Öl hinzugefügt und das Ganze dann noch einmal durchgeschüttelt.

Würde das Öl von Anfang an dazugegeben, würden sich die Zutaten nicht mehr miteinander verbinden. Die im Handel erhältlichen Salatshaker sind für die Zubereitung aber nicht erforderlich. Ein simples Marmeladenglas erfüllt den gleichen Zweck! Bevor das Dressing über den Salat gegeben wird, wird er dann noch einmal kurz aufgeschüttelt.

 

Ein Grundrezept für eine Vinaigrette

Das nach wie vor beliebteste Salatdressing ist die klassische Vinaigrette. Sie lässt sich im Handumdrehen zubereiten und hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche lang. Sie kann also gut auch auf Vorrat zubereitet werden. Für das klassische Salatdressing werden folgende Zutaten benötigt:

  • 100 ml Essig
  • je 1 Teelöffel Senf, Salz und Zucker
  • 1 Prise Pfeffer
  • 150 ml Öl

Zuerst werden der Essig, der Senf und die Gewürze in ein verschließbares Glas gegeben und durchgeschüttelt. Durch das Schütteln vermischen sich die Zutaten. Gleichzeitig emulgiert der Senf, so dass das Dressing schön cremig wird. Danach wird das Öl hinzugefügt und das Dressing erneut durchgeschüttelt. Fertig!

Wer möchte, kann natürlich noch Kräuter in sein Dressing geben. Wird es auf Vorrat hergestellt, sollten die Kräuter aber besser frisch dazugegeben werden. Schnelle Varianten sind möglich, indem der Essig durch Zitronensaft und das Öl durch Sahne oder Joghurt ersetzt werden, entweder teilweise oder komplett.

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Veröffentlicht von

Dietmar Beinbach & Tina Fachinger

Hier schreiben Tina Fachinger, 36 Jahre alt, Ernährungsberaterin und Dietmar Beinbach, geboren 1968, Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Hobbyköchen und der Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

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