Infos zu Bärlauch und Rezept für Bärlauchsalz

Infos zu Bärlauch und Rezept für Bärlauchsalz – Der Bärlauch gehört zu den ersten Frühlingsboten. Das Gewürzkraut sprießt von März bis Mai in lichten Wäldern und schmeckt nicht nur köstlich, sondern ist auch für die Gesundheit sehr förderlich. Wir stellen den Bärlauch vor und erklären, wie er in Form von Bärlauchsalz haltbar gemacht werden kann.

Infos zu Bärlauch und Rezept für Bärlauchsalz

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Wo wächst Bärlauch?

Bärlauch ist vor allem in feuchten und lichten Laubwäldern zu finden. Dort, wo er wächst, verbreitet er sich zwar schnell. Trotzdem sollten einzelne Pflanzen nie ganz herausgerissen werden. Besser ist, etwa zwei Drittel einer Pflanze stehenzulassen, damit sie weiterwachsen kann.

Eine Pflanze wird bis zu 30 Zentimeter hoch. Zuerst erscheinen die lanzettförmigen, dunkelgrünen und glänzenden Blätter, die an einem weichen Stiel wachsen. Die Blüte wächst an einem eigenen Stiel.

Anfangs ist die weiße Knospe von einem Blatt umhüllt. Wenn sie sich öffnet, erscheint eine weiße Blütenkugel, die bis zu 20 Einzelblüten an filigranen, grünen Stielen hat. Während der Blütezeit befinden sich die grünen Samen in den Einzelblüten. Sind diese verblüht, reifen die Samen aus und verfärben sich braun-schwarz.

Bärlauch kann leicht mit Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und dem Aronstab verwechselt werden. Anders als die drei giftigen Pflanzen riecht Bärlauch aber nach Knoblauch.

Dieser aromatische Duft ist zugleich ein eindeutiges Erkennungsmerkmal.

Daneben lassen sich die Pflanzen durch einen genauen Blick unterscheiden. So wachsen die Herbstzeitlosen nicht im Wald, sondern auf Wiesen. Außerdem sind ihre Blätter fester und härter als die zarten und weichen Blätter des Bärlauchs.

Der Aronstab hat pfeilförmige Blätter, während beim Maiglöckchen meist zwei Blätter ohne Stiele aus der Wurzel wachsen.

Was steckt im Bärlauch?

Bärlauch, der unter anderem auch Waldlauch, Hexenzwiebel, wilder Knoblauch oder Bärenkraut genannt wird, ist reich an Vitamin C, Eisen und ätherischen Ölen. Er wirkt entgiftend, reinigend und kann dabei helfen, die Frühjahrsmüdigkeit zu überwinden.

Für eine Heilanwendung im Sinne einer Kur wird über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen jeden Tag ungefähr eine Handvoll frischer Blätter gegessen.

Schon die Römer, die Germanen und die Kelten nutzten den Bärlauch als Heilpflanze. Weil er eine blutreinigende Eigenschaft hat, kann er die Ursachen für chronische Hautausschläge und Flechten von innen heraus bekämpfen.

Außerdem kann er die Darmflora vor ungewollten Bakterien und Parasiten schützen und ein Ungleichgewicht, zum Beispiel nach der Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika, wieder ausgleichen.

Unsere Vorfahren setzten den Bärlauch deshalb auch als Wurmmittel ein.

Daneben kann Bärlauch bei Arterienverkalkung und Bluthochdruck positive Effekte haben. Der hohe Gehalt an Senföl-Glycosiden regt darüber hinaus den Appetit an und fördert die Verdauung.

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Wie kann Bärlauch verarbeitet werden?

Der wunderbare Bärlauch hat nur eine kurze Saison, die von Anfang, Mitte März bis Mitte, Ende Mai andauert. Danach geht das Gewürzkraut dazu über, Blüten und Samen zu bilden.

Um die frischen Blätter in der Küche zu verarbeiten, gibt es zahlreiche Möglichkeiten:

  • als Suppe, pur oder zusammen mit anderen Wildkräutern, und als aromatisches Gewürz in Kartoffel- und Gemüseeintöpfen

  • fein geschnitten als Zutat in Blatt-, Gemüse- und Nudelsalaten

  • als Gewürz in Kräuterquark, Kräuterbutter und allen Gerichten, die auch mit Knoblauch harmonieren

  • als Basis für vegetarische Brotaufstriche, wie zum Beispiel einem aromatischen Hummus

  • als Abwandlung eines Wildkräuterspinats, auch in Kombination mit Giersch und Brennnesseln

  • zur Zubereitung von Pesto, würzigen Pastasoßen und Gerichten wie Bärlauch-Knödeln oder -Gnocchi

Die Blüten können in Salaten, einem Kräuterquark oder als ansprechende, essbare Dekoration verwendet werden. Grüne, noch unreife Samen lassen sich als Gewürz wie grüner Pfeffer einsetzen. Reife Samen hingegen können getrocknet und gemahlen werden und eine Abwechslung zu herkömmlichen Pfeffer sein.

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Um das vollmundige, würzige Aroma zu bewahren, kann Bärlauch in Öl eingelegt werden. Ein Pesto oder Öl mit Bärlauch konserviert den Geschmack über viele Wochen hinweg.

Eine andere Möglichkeit ist, den Bärlauch einzufrieren. Dadurch hält er sich etwa ein Jahr lang.

Als Trockengewürz ist Bärlauch weniger geeignet. Denn beim Trocknen verliert er seine wertvollen Eigenschaften. In einem selbstgemachten Bärlauchsalz lässt sich die typische Würze aber ohne viel Aufwand konservieren.

Rezept für ein selbstgemachtes Bärlauchsalz

Ähnlich wie Knoblauch wirkt Bärlauch blutreinigend, entgiftend und antibakteriell. Er versorgt den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, unterstützt die Verdauung, reguliert Bluthochdruck und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Allerdings sollte Bärlauch im März, April oder spätestens Mai gepflückt werden. Denn nach der Blüte zieht die Pflanze ihre Blätter komplett zurück.

Werden die Blätter getrocknet, verlieren sie einen Großteil ihrer Wirkstoffe. Um das volle Aroma zu bewahren, bietet sich ein Gewürzsalz an.

Dafür werden nur zwei Zutaten benötigt:

  • 100 Gramm Bärlauchblätter, möglichst frisch gepflückt

  • 400 Gramm Salz

Die Blätter gut waschen, trocken schleudern oder mit einem Geschirrtuch trockentupfen und in feine Streifen schneiden. Anschließend den Bärlauch zusammen mit etwa der Hälfe des Salzes in die Küchenmaschine geben und zu einer homogenen Masse mixen. Alternativ können Bärlauch und Salz auch mit dem Pürierstab püriert werden.

Dann die grüne, recht feuchte Masse mit dem restlichen Salz vermengen und gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Das Bärlauchsalz muss nun trocknen.

Das kann einfach an der frischen Luft erfolgen. Sollte das Salz etwas klumpen, kann es mit dem Fleischklopfer bearbeitet oder nach dem Trocknen in der Küchenmaschine noch einmal gemahlen werden.

Wer das Trocknen beschleunigen möchte, kann das Backblech bei etwa 40 Grad und minimal geöffneter Tür etwa eine bis zwei Stunden lang in den Backofen geben. Zum Schluss das Bärlauchsalz in ein luftdichtes Gefäß umfüllen.

Bärlauchsalz ist praktisch unbegrenzt haltbar. Allerdings sollte es möglichst innerhalb eines Jahres verbraucht werden. Denn nach dieser Zeit ist nur noch das Aroma übrig, während die wertvollen und gesunden Inhaltsstoffe weitestgehend verloren sind.

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Hier schreiben Tina Fachinger, - Ernährungsberaterin, Dietmar Beinbach, - Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants, Youtuberin & Hobbyköchin Sevilart, sowie Christian Gülcan, 10 Jahre Erfahrung im Lebensmittel-Großhandel und der Belieferung an jegliche Gastronomie, Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Tipps für Hobbyköche und Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

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