Infos und Tipps rund um Spargel

Die wichtigsten Infos und Tipps rund um Spargel 

Spargel wird schon seit mehr als 5000 Jahren verzehrt. Dabei galt Spargel bis ins 19. Jahrhundert als offizielles Heilmittel. Heute wird Spargel vor allem als wohlschmeckendes und gesundes Gemüse verwendet, dem außerdem eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird.

Anders als bei vielen anderen Obst- und Gemüsesorten beschränkt sich der Verzehr von Spargel nahezu vollständig auf die Spargelsaison und dabei hauptsächlich auf frischen Spargel aus regionalem Anbau.

 

Da Spargel aber nicht gleich Spargel ist, hier die wichtigsten
Infos und Tipps rund um Spargel in der Übersicht:

Die Geschichte des Spargels

In China wird Spargel seit mehr als 5000 Jahren gegessen, wobei er seinerzeit in erster Linie als Heilmittel bei Husten und bei Blasenproblemen verwendet wurde. Im alten Ägypten war Spargel seit etwa 4500 vor Christus bekannt und die alten Griechen schätzten vor allem wilden Spargel.

Im antiken Rom hingegen wurde Spargel in großem Stil angebaut und weniger wegen seiner Heilkräfte, sondern vor allem als leckere Vorspeise geschätzt. Mit dem Ende der Römer fand auch der Spargelanbau zunächst ein Ende und wurde im deutschsprachigen Raum erst wieder im 16. Jahrhundert aufgenommen.

Heute ist Deutschland mit einem Anteil von rund 35 Prozent der größte Spargellieferant in der EU. Weitere wichtige Spargelproduzenten sind Spanien, Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich, Belgien und Holland sowie im internationalen Vergleich Taiwan und Peru. Heute hat sich außerdem der weiße Spargel durchgesetzt. Dies ist allerdings erst seit etwa 300 Jahren der Fall. Bis dahin dominierte grüner Spargel den Markt.  

Die Spargelsorten

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Spargelsorten, beispielsweise Ramada, Rambo oder Schwetzinger Meisterschuss. Die Sortenbezeichnungen sind vor allem für Spargelbauern interessant, denn sie lassen Rückschlüsse auf den Zeitpunkt der Ernte und die zu erwartenden Erträge zu. Der Verbraucher hingegen unterscheidet den Spargel in erster Linie nach Farbe und Geschmack.

Unbestritten auf Platz 1 steht dabei der weiße Spargel, der auch als Bleichspargel bezeichnet wird. Die weiße Farbe entsteht, weil der Spargel keinen Kontakt mit Sonnenlicht hat. Weißer Spargel schmeckt leicht bitter, sein Kopf hat einen süßlichen, nussigen Geschmack. Grüner Spargel wächst über der Erde, ist etwas dünner und hat einen herzhafteren Geschmack.

Anders als weißer Spargel muss grüner Spargel nur im unteren Bereich geschält werden. Thaispargel ist ebenfalls grün und dünn. Er ist sehr zart und eignet sich hervorragend für die Zubereitung im Wok. Purpurspargel hat eine violette Färbung und kennzeichnet sich durch seinen hohen Zuckergehalt. Zubereitet wird er wie weißer Spargel.   

Die Spargelsaison

Wann die Spargelernte beginnt, hängt in erster Linie von der Witterung ab. Meist wird die Spargelsaison in der zweiten Aprilhälfte eröffnet, einige Spargelbauern beheizen jedoch ihre Felder und können den Startpunkt dadurch etwas vorverlegen. Mit dem Johannistag am 24. Juni endet die Spargelsaison traditionell in Deutschland.

Die Spargelernte erfolgt noch immer in aufwändiger und zeitintensiver Handarbeit, was auch die recht hohen Preise erklärt. Grüner Spargel wird geerntet, indem die Triebe mit dem Stecheisen, einem scharfen, gebogenen Messer, knapp unterhalb der Erdoberfläche abgeschnitten werden.

Bei der Ernte von weißem Spargel muss der Boden um der Spargelstange mit den Händen aufgegraben werden, dann wird die Stange am unteren Ende abgeschnitten und der Boden anschließend wieder zugeschüttet und geglättet.  

Die Qualitätskriterien

Spargel wird in unterschiedlichen Handelsklassen angeboten, wobei die Form und die Dicke der Stangen die ausschlaggebenden Kriterien für die Einteilung sind. Weißer Spargel muss bei Handelsklasse 1+ gerade und mindestens 16 Millimeter dick sein, bei Handelsklasse 1 mindestens 12 Millimeter.

Die Dicke der Stangen hat jedoch letztlich keinen Einfluss auf den Geschmack, denn dieser hängt in erster Linie davon ab, wie frisch der Spargel ist. Aus diesem Grund kann importierter Spargel auch kaum mit frischem Spargel aus regionalem Anbau mithalten, der wenige Stunden vor dem Verkauf erst gestochen wurde.

Ein Zeichen für frischen Spargel sind feuchte, glänzende Schnittstellen. Im Idealfall tritt etwas Flüssigkeit aus, wenn der Spargel zusammengedrückt wird. Ein anderer Frischetest ist dadurch möglich, dass zwei Spargelstangen aneinandergerieben werden.

Ist der Spargel frisch, quietscht er nämlich. Zudem muss der Spargel fest sein, sollte sich nicht biegen lassen und darf nicht säuerlich riechen.   

Die Zubereitung

In Deutschland wird Spargel meist gekocht gegessen. Dazu wird der Spargel, je nach Dicke, acht bis 15 Minuten lang in Wasser gekocht, dem Salz, Zucker und etwas Butter hinzugefügt wurden. Typische Begleiter vom Spargel sind Schnitzel und Schinken sowie Sauce Hollandaise, geschmolzene Butter oder Pesto. Spargel kann aber auch gedünstet, gebraten, gegrillt und sogar roh gegessen werden.

Im Hinblick auf die Menge gilt, dass pro Person 500 Gramm Spargel kalkuliert werden. Diese Mengenangabe geht davon aus, dass der Spargel Hauptbestandteil der Mahlzeit ist und bezieht sich auf ungeschälten Spargel. Die Spargelschalen werden übrigens nicht weggeschmissen, sondern bilden die Basis für beispielsweise Spargelsuppen. 

Im Kühlschrank hält sich roher Spargel zwei bis drei Tage lang. Dazu wird weißer Spargel in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, grüner Spargel sollte in etwas Wasser aufrecht stehend gelagert werden. Spargel kann außerdem auch eingefroren werden. Hierfür wird der geschälte, aber noch rohe Spargel eingefroren. Im Gefrierfach hält sich Spargel etwa ein halbes Jahr lang, für die Zubereitung wird er gefroren in kochendes Wasser gegeben.  

Die Inhaltsstoffe

Spargel besteht zu rund 93 Prozent aus Wasser, weshalb 100 Gramm Spargel nur etwa 20 Kilokalorien haben. An Inhaltsstoffen hat Spargel Kalium, Phosphor, Kalzium, die Vitamine A, B1, B2, C und E sowie Folsäure zu bieten. Außerdem enthält Spargel die entschlackende Asparaginsäure.

Im Zusammenspiel mit einem bestimmten Enzym ist sie übrigens dafür verantwortlich, dass sich der Spargelgenuss bei vielen Menschen durch einen strengen Uringeruch bemerkbar macht.

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