Die beliebtesten Schnitzel-Variationen

Die beliebtesten Schnitzel-Variationen in der Übersicht 

Ob zu Hause, im Restaurant oder im Urlaub, auf kaum einem Speiseplan findet sich nicht mindestens auch ein Schnitzelgericht. Das Wort Schnitzel leitet sich dabei von dem mittelhochdeutschen Begriff snitzel ab, was etwa soviel wie kleiner Schnitt bedeutet und damit kleinere Fleischstücke meint.

Nun ist es aber keineswegs so, dass nur die Deutschen, die Österreicher oder die Schweizer ihr Schnitzel lieben würden. In sehr vielen Küchen gibt es die unterschiedlichsten Schnitzel-Varianten, paniert und nicht paniert, pur oder mit Sauce und aus verschiedenen Fleischsorten zubereitet. 

Gemeinsam ist jedoch allen Variationen, dass diese recht schnell und einfach zubereitet werden können und viel Spielraum für Kreativität bieten. Trotzdem führen die bewährten Klassiker die Hitlisten an.

Und hier die beliebtesten Schnitzel-Variationen in der Übersicht:

Das Wiener Schnitzel

Unangefochten auf Platz 1 steht das Wiener Schnitzel. Es besteht aus Kalbfleisch, das flach geklopft, in Mehl gewendet, durch Ei gezogen, in Semmelbröseln paniert und in Butterschmalz goldbraun gebacken wird.

Wird für das Schnitzel kein Kalbfleisch, sondern Schweinefleisch, Pute oder Hähnchen verwendet, darf sich das Gericht aber nicht mehr Wiener Schnitzel nennen, sondern heißt dann Schnitzel nach Wiener Art. Seinen Namen trägt das Wiener Schnitzel übrigens zurecht, denn erfunden wurde es tatsächlich in Österreich. 

Das Cordon Bleu

Optisch sieht das Cordon Bleu aus wie ein dickes Wiener Schnitzel, das Besondere an diesem Gericht ist jedoch seine Füllung, die aus Käse und Schinken besteht. Klassischerweise wird auch für das Cordon Bleu Kalbfleisch verwendet und wie das Wiener Schnitzel paniert. Keine strengen Regeln gibt es im Hinblick auf die Füllung.

Meist werden allerdings Käsesorten wie Emmentaler, Greyerzer oder Raclette-Käse und gekochter Schinken verwendet. Wer das Cordon Bleu erfunden hat, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Es gibt eine Legende, nach der das Gericht auf dem Schiff Bremen erfunden worden sein soll.

Dieses Schiff hatte seinerzeit den Atlantik am schnellsten überquert und wurde dafür mit dem blauen Band, dem Cordon Bleu, ausgezeichnet. Eine andere Legende besagt, dass das Gericht aus der Schweiz stammt. Die Bezeichnung á la cordon bleu findet sich nämlich in einigen älteren französischsprachigen Kochbüchern und bedeutet übersetzt etwa soviel wie nach Art der guten Köchin.  

Das Jägerschnitzel

Das Jägerschnitzel gehört zu den bekannten und klassischen Schnitzel-Variationen, aber es herrscht keine Einigkeit darüber, wie es richtig zubereitet wird.

In Bayern und Österreich beispielsweise wird das Jägerschnitzel aus nicht panierten Kalb- oder Schweineschnitzeln zubereitet, in Bundesländern wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen werden panierte Schweineschnitzel verwendet und in der ehemaligen DDR wird panierte Jagdwurst serviert. Auch die Sauce wird regional unterschiedlich zubereitet, teils mit Pilzen und Sahne, teils mit Pilzen und Tomaten.   

Das Zigeunerschnitzel

Dieses Schnitzelgericht stammt vermutlich aus der Zeit der k. und k. Doppelmonarchie, als die Paprika allmählich von Ungarn aus ihren Einzug in die westeuropäischen Küchen fand. Das ursprüngliche Rezept sah jedoch Zutaten wie Trüffel oder gepökelte Kalbszunge vor.

Heute wird das Zigeunerschnitzel üblicherweise in einer etwas einfacheren Variante angeboten. Es besteht meist aus Schweinefleisch, das in Mehl gewendet oder paniert in der Pfanne gebraten und mit einer Sauce aus hautsächlich Paprika, Tomaten und Zwiebeln serviert wird.  

Das Pariser Schnitzel

Das Pariser Schnitzel besteht aus Kalbfleisch und wird zuerst in Mehl gewendet und danach durch verquirltes Ei gezogen. Im Unterschied zum Wiener Schnitzel wird es aber nicht in Semmelbröseln paniert. Die goldfarbene Färbung, die das Schnitzelgericht nach dem Backen annimmt, war vermutlich auch der Hauptgrund für die Erfindung.

In Adelshäusern war es nämlich sehr beliebt, die Speisen mit Blattgold zu verschönern. Auf der Suche nach einer Lösung, die einen vergleichbaren optischen Effekt bot, aber preisgünstiger war, entwickelten Köche die Panade aus Mehl und Ei.   

Die Piccata alla milanese

Diese Schnitzel-Variante ist besonders im Norden Italiens sehr beliebt. Verwendet werden kleine, dünne Kalbsschnitzel, die in Mehl gewendet und anschließend in einer Mischung aus Ei und Parmesan paniert werden.

Kurz vor dem Servieren werden die kleinen Schnitzel mit etwas Zitronensaft beträufelt und mit gehackter Petersilie bestreut, als Beilagen gibt es Spaghetti mit Tomatensauce. Abwandlungen des Schnitzelgerichts sind möglich, indem anstelle von Kalbfleisch Schweinefleisch, Pute, Fisch oder Gemüsescheiben verwendet werden. 

Das Tofuschnitzel

Auch für Vegetarier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Schnitzel zu genießen. Neben unterschiedlichen Gemüsesorten, die in Scheiben geschnitten und paniert werden können, bietet sich auch Tofu als Fleischersatz an.

Da Tofu aber recht geschmacksneutral ist, kommt es bei der Zubereitung vor allem auf die richtigen Gewürze an. Wird das Tofu beim Panieren nicht durch Ei gezogen, sondern mit Zitronensaft beträufelt, ergibt sich eine Schnitzelvariante, die auch für Veganer geeignet ist.

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