Mythen und Irrtümer rund ums Bier

Die größten Mythen und Irrtümer rund ums Bier 

Als Pils, Export oder Weizen ist Bier auf der ganzen Welt zu Hause. In Gläsern oder Krügen serviert gehört Bier, das auf eine mittlerweile rund 5000 Jahre alte Geschichte zurückblickt, zu den typischen Feierabendgetränken und hat einem Großteil der sommerlichen Freiluftgastronomie ihren Namen gegeben.

Bei Volksfesten und Feiern gehört Bier pur oder mit Limonade vermischt zu den klassischen Getränken und kaum ein Fußballfan kann sich vorstellen, die nächste Meisterschaft ohne sein kühles Blondes zu verfolgen.

Dennoch geht der Konsum kontinuierlich zurück, Brauereien müssen schließen und die besten Jahre des Biers scheinen vorbei zu sein.

Ein Grund dafür könnten die Gerüchte sein, die es rund um das Bier gibt. Einige Mythen und Legenden ranken sich schon seit Jahren und Jahrzehnten um das Kultgetränk oder werden immer wieder neu belebt. Viele Vorurteile sind jedoch schlichtweg falsch.

Hier daher die größten Mythen und Irrtümer rund ums
Bier sowie natürlich deren Richtigstellung in der Übersicht:
 
 

Bier macht dick.

Der vielzitierte Bierbauch hängt keineswegs mit der Menge des persönlichen Bierkonsums zusammen und die Behauptung, Bier würde dick machen, ist schlichtweg falsch. Lediglich Mineralwasser sowie Kaffee und Tee ohne Zucker oder Milch haben weniger Kalorien als Bier.

Ein Liter Limonade hat durchschnittlich 450 Kilokalorien, ein Liter Obstsaft rund 740 Kilokalorien und ein Liter Sekt stolze 800 Kilokalorien. Bei einem Liter Pils oder Kölsch hingegen sind es nur 440 Kilokalorien.  Für den Bierbauch sind nicht das Bier selbst, sondere andere Ursachen verantwortlich.

In vielen Fällen wird Bier zusammen mit einer Mahlzeit oder einem Snack getrunken. Ein Klassiker bei Grillpartys beispielsweise ist Bier in Kombination mit einer Bratwurst. Die Kombination aus Speise und Getränk lässt die Kalorienzahl dann nach oben schnellen.

Hinzu kommt, dass Bier den Appetit anregt und so dazu führen kann, dass der Biertrinker nach seinem Bierchen Hunger bekommt.    

Ein gutes Pils braucht sieben Minuten.

Die Annahme, dass ein gutes Pils sieben Minuten braucht, ist weit verbreitet, aber falsch. Nach sieben Minuten ist ein Großteil des prickelnden Geschmacks und der schaumigen Krone verloren und das Bier ist schal.

Zudem ist das Bier nach sieben Minuten zu warm, wobei die ideale Temperatur für ein Pils zwischen sechs und neun Grad Celsius liegt. Die Voraussetzung für ein gutes Pils ist in erster Linie ein sauberes, fettfreies Glas. Das Bier selbst wird dann in drei Zügen gezapft.

Beim ersten Zug wird das Glas bis zur Hälfte gefüllt, nach einer kurzen Pause wird der Rest eingeschenkt. Nun folgt eine weitere kurze Pause und beim dritten Zug wird dem Pils seine Schaumkrone aufgesetzt.

Ein frisches, kühles und gutes Pils braucht somit keine sieben, sondern lediglich rund drei Minuten. 

Bier auf Wein, das lass sein!

An einem Kater nach einer feucht-fröhlichen Party sind weder das Bier noch die Reihenfolge schuld, sondern vielmehr die konsumierte Alkoholmenge. Es spielt somit keine Rolle, ob erst Wein und dann Bier, erst Bier und dann Wein oder Bier in Kombination mit anderen alkoholischen Getränken getrunken wird.

Entscheidend ist ausschließlich die Menge und wenn diese zu groß war, ist ein böser Kater am nächsten Morgen die Folge. Wie viel jemand verträgt, hängt wiederum von unterschiedlichen Faktoren ab, hierzu gehören die körperliche Verfassung, das Alter oder das Geschlecht.

Interessant zu wissen ist, dass Frauen Alkohol deutlich langsamer abbauen als Männer und daher nur etwa die Hälfte trinken sollten, um die kritische Grenze nicht zu überschreiten. In moderaten Mengen ist es kein Problem, erst ein Glas Wein und anschließend ein kleines Bier zu trinken.

Als Begleitung zu einem Menü beispielsweise können die Getränke somit durchaus miteinander kombiniert werden.  

Bier ist nicht gesund.

Dass Bier an sich ungesund ist, ist ebenfalls nicht richtig. Natürlich kommt es immer auf die Menge an, wer sich an moderate Mengen hält, schadet seiner Gesundheit aber nicht.

Bier fördert die Verdauung und stärkt die Knochen. Zudem enthält Bier Vitamine, pro Liter Alt und Weißbier sind es beispielsweise 210 Milligramm überwiegend B-Vitamine. Hinzu kommen über 30 Mineralstoffe und Spurenelemente.

So kann mit einem Liter Bier der Tagesbedarf an Magnesium und Kalium zu jeweils 30 Prozent abgedeckt werden.  

Bier kann impotent machen.

Richtig ist, dass übermäßiger Alkoholkonsum zu Impotenz führen kann. Dies gilt aber für jede Form von Alkohol und nicht nur für Bier.

Ein weiteres weit verbreitetes Gerücht ist, dass Bier nicht nur einen Bierbauch, sondern bei Männern auch die Brüste wachsen ließe.

Dieses Gerücht geht darauf zurück, dass Hopfen Spuren von Östrogenen, den weiblichen Sexualhormonen, enthält. Im Bier selbst sind diese Hormone aber nicht mehr enthalten, denn durch das Kochen und Trocknen von Hopfen werden sämtliche Hormone vollständig zerstört. 

Frauen mögen kein Bier.

Bier gilt als Getränk für echte Kerle und da Frauen auch für eine gepflegte Männerrunde am Stammtisch wenig Verständnis aufbringen, sind sie mit Wein oder Sekt besser beraten. Auch hierbei handelt es sich um ein reines Vorurteil.

Eine Studie der Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft, kurz CMA, hat gezeigt, dass zwei Drittel der Frauen Bier schätzen, unabhängig davon, ob sie es selbst trinken oder ob nicht.

Der Grund dafür liegt darin, dass Frauen Bier als natürliches und unverfälschtes Getränk einstufen, was sich wiederum in dem Deutschen Reinheitsgebot erklärt.

Zudem schätzen Frauen die guten Eigenschaften des Biers, sei es als verdauungsförderndes Getränk oder als Pflegemittel für trockene Haut und spröde Haare.

Mehr Tipps, Anleitungen und Ratgeber zur Gastronomie & Küche:

Thema: Die größten Mythen und Irrtümer rund ums Bier 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.