Tipps und Tricks für den perfekten Grillgenuss

Einige pfiffige Tipps und Tricks für den perfekten Grillgenuss  

Während es einige Küchen wie beispielweise die Balkan- oder die südamerikanische Küche gibt, bei denen Grillgerichte das ganze Jahr über auf der Speisekarte stehen, wird hierzulande vor allem in der warmen Jahreszeit gegrillt.

Besonders beliebt sind dabei Steaks und Bratwürste, aber auch Fisch, Gemüse und einige Obststorten sorgen für schmackhafte und abwechslungsreiche Grillteller. 

Auch wenn nicht jeder der geborene Grillmeister ist, ist das Grillen eine vergleichsweise einfache Zubereitungsmethode, mit der auch weniger erfahrene Köche leckere Ergebnisse erzielen können. Was aber auf keinen Fall passieren sollte, ist, dass das Grillgut fad und langweilig schmeckt und das Fleisch außen verbrannt und innen noch roh ist oder zäh wie eine Schuhsohle wird.

Um dies zu vermeiden, verrät die folgende Übersicht einige pfiffige Tipps und Tricks für den perfekten Grillgenuss:   

Der richtige Grill

Welche Art von Grill zum Einsatz kommt, bleibt letztlich dem eigenen Geschmack überlassen. Mit jeder Variante lassen sich hervorragende Ergebnisse erzielen, wobei jeder Grill seine Vorteile, aber auch seine Nachteile hat. Die klassische Methode ist das Grillen auf dem Holzkohlegrill. Einfache, kleine Geräte sind schon für wenige Euro zu haben und lassen sich praktisch überall aufstellen, zudem sorgt der Holzkohlegrill für den charakteristischen Grillgeschmack.

Nachteilig ist aber, dass das Grillgut meist unmittelbar über der Glut liegt und das Fett, das heruntertropft und verbrennt, das Grillgut nicht nur schnell verkohlen, sondern auch gesundheitsbedenkliche Rückstände verursachen kann. Die etwas elegantere Alternative zum einfachen Holzkohlegrill ist der Kugelgrill. Durch seine geschlossene Bauart bleibt die Hitze erhalten, weshalb auch großes Grillgut zubereitet werden kann. Die meisten Kugelgrills sind zudem so konstruiert, dass die Glut seitlich angelegt werden kann, während das heruntertropfende Fett in einer Schale, die mit Wasser befüllt ist, aufgefangen wird. Statt Holzkohle kann aber genauso auch ein Gas- oder ein Elektrogrill zum Einsatz kommen.

Bei einem Gasgrill lässt sich die Hitze recht gut steuern, dafür sind Gasgrills aber üblicherweise recht schwer und unhandlich. Deutlich leichter und handlicher sind Elektrogrills, bei denen sich die Problematik rund um Fett, das in der Glut verbrennt, erst gar nicht stellt. Beide Grillarten sind jedoch teurer als Holzkohlegrills und auch der typische Holzkohlengrillgeschmack fehlt.

Bei elektrischen Grills kommt hinzu, dass sie nicht ohne Steckdose auskommen und für ein spontanes Grillen im Freien daher nur bedingt geeignet sind. Dafür ermöglichen kleine Tischgeräte aber im Gegenzug sogar das Grillen am heimischen Esstisch und in vielen Wohngegenden darf auf dem Balkon ohnehin nur ein Elektrogrill zum Einsatz kommen.  

Kein zähes Fleisch

Die Grundvoraussetzung für ein zartes Steak ist natürlich zunächst einmal eine gute Fleischqualität. Aber genauso wichtig ist, dass das Fleisch richtig gegrillt wird. So sollte ein Steak mit etwas Öl eingepinselt werden, bevor es auf den Rost kommt.

Das Öl wirkt wie eine Schutzschicht, die verhindert, dass das Fleisch verbrennt. Wird ein neutrales Öl verwendet, ist nach dem Grillen davon nichts mehr zu schmecken, der Geschmack wird also nicht verfälscht.

Das Steak sollte dann bei möglichst großer Hitze auf den Grill gelegt werden. Die Hitze verschließt die Poren und verhindert, dass Fleischsaft austreten kann. War das Steak auf beiden Seiten kurz der großen Hitze ausgesetzt, kann es bei geringerer Hitze sanft zu Ende gegrillt werden.

Zum Wenden sollte auf jeden Fall eine Grillzange verwendet werden, denn eine Gabel oder ein anderer spitzer Gegenstand würde dazu führen, dass Fleischsaft austritt und die Kruste zerstört wird. Hat das Steak den gewünschten Gargrad erreicht, sollte es vor dem Servieren kurz ruhen, damit sich der Fleischsaft gleichmäßig verteilen kann. 

Holzchips für ein besonderes Aroma

Für eine besondere Note sorgen Holzchips, die im Handel auch unter der Bezeichnung Smoking Chips angeboten werden. Die Chips werden etwa eine halbe Stunde lang gewässert und bei einem Holzkohlegrill anschließend in die Glut gelegt.

Bei einem Gas- oder Elektrogrill wandern die gewässerten Holzchips in eine feuerfeste Schale oder in eine eigens hierfür erhältliche Räucherbox. Sobald der Grill aufgeheizt ist und die Chips beginnen, zu rauchen, wird der Grill geschlossen.

Das Raucharoma sorgt dann für eine besondere Geschmacksnote und verleiht selbst dem per Gas oder Strom zubereiteten Grillgut das typische Holzraucharoma. Bestens geeignet sind Chips von Obst- oder Nussbaumhölzern, aber da verschiedene Holzmischungen angeboten werden, darf hier durchaus ein wenig experimentiert werden.   

Das Planking

Beim Planking handelt es sich um eine sehr alte Methode, die schon die Indianer im amerikanischen Nordwesten nutzen, um ihre Mahlzeiten zuzubereiten. Das Hauptelement dabei ist ein rund ein Zentimeter starkes Holzbrett.

Dieses Holzbrett, das im Handel unter der Bezeichnung Grillbrett angeboten wird, besteht meist aus Erle oder Hickory und wird über Nacht in Wasser oder auch Wein oder Whiskey eingelegt. Beim Grillen wird das feuchte Holzbrett dann auf den Grillrost gelegt und sobald Rauch aufsteigt, wird das Fleisch oder der Fisch aufgelegt.

Durch den aufsteigenden Wasserdampf und die Hitze gart das Fleisch, der Holzrauch sorgt für das besondere Aroma. Nach dem Grillen wird das Holzbrett gründlich gereinigt und kann dann wiederverwendet werden. Erst wenn es stark verkohlt oder angebrannt ist, wird ein neues Grillbrett erforderlich.    

Das Brining

Das Brining ist eine Methode, die in den USA sehr beliebt ist und dafür sorgt, dass gegrilltes Geflügel saftig bleibt. Dabei wird das Geflügelfleisch in Wasser eingelegt, das mit Salz und etwas Zucker gewürzt ist. Durch die Hitze beim Grillen wird eine biochemische Reaktion ausgelöst, durch die sich die Feuchtigkeit gleichmäßig im gesamten Fleisch verteilt und dort auch gespeichert bleibt. Gleichzeitig würzen Salz und Zucker das Grillgut leicht.

Neben Geflügel können auch Schweinefleisch und Meeresfrüchte auf diese Weise zubereitet werden.

Für Rind und Lamm hingegen eignet sich das Brining nur bedingt, denn da solches Fleisch üblicherweise nicht ganz durchgegart gegessen wird, ist die Kerntemperatur zu gering, um die beabsichtigte biochemische Reaktion in Gang zu setzen.

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