Die EU-Code Kennzeichnung auf Eiern

Verbraucher-Informationen: wofür steht die EU-Code Kennzeichnung auf Eiern? 

Eier gehören zu den Lebensmitteln, die sowohl in der Gastronomie als auch am heimischen Herd oft, gerne und sehr vielseitig verwendet werden. Dabei können Eier die Hauptzutat einer Speise sein, beispielsweise wenn Spiegel- oder Rührei, ein Eiersalat oder ein Omelett serviert werden.

Aber es gibt auch eine ganze Reihe anderer Gerichte, für die Eier erforderlich sind. Hierzu gehören beispielsweise Nudeln, Kuchen- und andere Teige, Eiscreme oder Sauce Hollandaise und auch bei Panaden, als Bindemittel bei Fleischspeisen oder als Suppeneinlage kommen Eier zum Einsatz.

Damit beim Kauf nachvollzogen werden kann, aus welcher Haltung und woher die Eier stammen und wie frisch sie sind, ist in allen Ländern der Europäischen Union eine einheitliche Kennzeichnung vorgeschrieben. Die Angaben befinden sich dabei zum einen auf den Eiern selbst und zum anderen auf der Verpackung oder bei losen Eiern auf einem Hinweisschild. So mancher tut sich allerdings etwas schwer damit, die verschiedenen Codes, Kürzel und Angaben richtig zu deuten.

Hier daher die wichtigsten Verbraucher-Informationen rund um die Frage, wofür die EU-Code Kennzeichnungen auf Eiern eigentlich stehen: 

Die EU-Code Kennzeichnung auf dem Ei

In allen EU-Mitgliedgliedsstaaten gilt eine einheitliche Kennzeichnungspflicht, die Hinweise zur Haltung, zur Herkunft und zur Frische von Eiern enthält. Verpackte sowie nach Güte- und Gewichtsklassen sortierte Eier sind mit einem gestempelten Code auf der Schale versehen. Dieser Code setzt sich aus einer Zahl, einem Länderkürzel und einer zweiten Zahl zusammen.

Die erste Zahl gibt an, aus welcher Haltung das Ei stammt. Eine 0 steht dabei für Bio-Eier und ökologische Haltung, eine 1 für Freilandhaltung, eine 2 für Bodenhaltung und eine 3 für Käfig- beziehungsweise Kleingruppenhaltung. Auf diese Zahl folgen zwei Buchstaben, die als Länderkürzel das Herkunftsland angeben.

Der dritte Teil des Codes besteht bei Eiern aus Deutschland aus sechs Zahlen. Die ersten beiden Zahlen stehen für das Bundesland, die folgenden vier Zahlen geben den Betrieb und den Stall an, aus dem das Ei stammt. 

[Grafik-Tabelle zum EU Eier-Code ] 

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Die Angaben auf dem Eierkarton

Auf dem Eierkarton muss zum einen die Haltungsform in Worten stehen und zum anderen muss das Mindesthaltbarkeitsdatum der Eier angegeben sein. Außerdem befindet sich auf der Verpackung noch ein weiterer Code, der sich aus Buchstaben und Zahlen zusammensetzt. Dieser Code ist ähnlich aufgebaut wie der Code auf der Eierschale und gibt an, wo die Eier abgepackt wurden.

Nun müssen die Eier aber nicht unbedingt auch an dem Ort verpackt worden sein, an dem sie gelegt wurden. Stammen die Eier beispielsweise von einem Betrieb in Belgien und wurden sie in Deutschland in den Eierkarton gepackt, steht auf der Eierschale das Länderkürzel BE für Belgien, auf dem Eierkarton hingegen das Länderkürzel DE als Hinweis für den Verpackungsort Deutschland.  

Die Kennzeichnung von lose verkauften Eiern

Auch auf Eier, die lose verkauft werden, muss der Erzeugercode auf die Eierschale gestempelt worden sein. Die Angaben, die bei verpackten Eiern auf dem Eierkarton stehen, müssen bei loser Ware auf einem Hinweisschild aufgeführt werden.

Zu diesen Angaben gehören die Haltungsform, das Mindesthaltbarkeitsdatum, die Güteklasse, die Gewichtsklasse und zusätzlich eine Erklärung zu dem Code auf der Eierschale.   

Die Güteklasse, Handelsklassen und Gewichtsklasse von Eiern

Eier, die an Endverbraucher verkauft werden, haben immer Güteklasse bzw. Handelsklasse A. Eier der Güteklasse B sind nicht für den Verkauf an Endverbraucher bestimmt. Sie werden in zugelassenen Betrieben der Lebensmittelindustrie verwendet.

Eier mit Güteklasse C sind aufgrund von Beschädigungen oder ihres Alters nicht für den Verzehr geeignet und daher auch nicht für den Verkauf an die Lebensmittelindustrie oder gar Endverbraucher zugelassen. Diese Eier werden unter anderem in kosmetischen Produkten verarbeitet.

Im Hinblick auf das Gewicht werden Eier in eine von vier Gewichtsklassen eingeordnet:

1.       Kleine Eier, die weniger als 53g wiegen, gehören in die Gewichtsklasse S.

2.       Gewichtsklasse M beinhaltet mittelgroße Eier mit einem Gewicht zwischen 53 und 63g.

3.       Große Eier mit einem Gewicht zwischen 63 und 73g werden in die Gewichtsklasse L eingeordnet.

4.       Gewichtsklasse XL umfasst sehr große Eier, die 73g und mehr wiegen. 

Die Frische von Eiern

Auf den Verpackungen oder den Hinweisschildern muss das Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben sein. Die Angabe des Legedatums hingegen ist gesetzlich nicht vorgeschrieben und daher auch nur selten zu finden. Dennoch lässt sich das Legedatum recht einfach ermitteln, indem nämlich das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum um 28 Tage zurückgerechnet wird. Das so errechnete Datum entspricht dem Tag, an dem das Ei gelegt wurde.

Wer die Verpackung nicht mehr hat oder das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht kennt und überprüfen möchte, wie frisch ein Ei ist und ob er es noch essen kann, kann auf ein Glas mit Wasser zurückgreifen.

Im Laufe der Zeit verdunstet nämlich das im Ei enthaltene Wasser und durch die zunehmend größere Luftblase im Inneren verhält sich das Ei je nach Alter unterschiedlich:

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Ein ganz frisches Ei sinkt auf den Boden des Wasserglases und bleibt dort flach liegen.

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Ein Ei, das mehrere Tage alt ist, sinkt ebenfalls zu Boden. Seine Spitze zeigt allerdings leicht nach oben.

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Ist das Ei zwei bis drei Wochen alt, bleibt es mehr oder weniger senkrecht stehen. Ein solches Ei sollte möglichst zeitnah verbraucht werden. Schwimmt das Ei an der Oberfläche und ragt sein stumpfes Ende aus dem Wasser, ist es etwa zwei Monate alt. Für den Verzehr ist ein solches Ei nicht mehr geeignet.

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