Infos und Tipps zu Spargel

Infos und Tipps zu Spargel 

Durch den langen Winter hat die diesjährige Spargelsaison fast drei Wochen später begonnen. Nun ist sie jedoch in vollem Gange und Feinschmecker können sich bis Ende Juni auf den Genuss der weißen und grünen Stangen freuen.

Ob das zarte Gemüse ganz klassisch zu Hause zubereitet wird oder sich in teils kreativen Zubereitungen auf der Speisekarte von Restaurants wiederfindet, Spargel ist lecker, gesund und kalorienarm. Aber worauf gilt es bei Spargel zu achten?

 

Hier die wichtigsten Infos und Tipps zu Spargel in der Übersicht: 

Spargel aus regionalem Anbau

Der Beginn der Spargelsaison hängt stark vom Wetter ab, denn damit sich der Spargel wohlfühlt und wächst, braucht er eine feuchte und warme Witterung. Ist der Startschuss für die Spargelernte gefallen, greifen Feinschmecker bevorzugt zu frisch gestochenem Spargel aus regionalem Anbau.

Dies liegt daran, dass das empfindliche Gemüse recht schnell an Frische, Aroma und Zartheit einbüßt. Heimischer Spargel ist zwar meist etwas teurer als importierte Ware, geschmacklich ausländischem Spargel, der oft schon einen langen Weg hinter sich hat, aber oft deutlich überlegen.

Spargel aus regionalem Anbau wird vielfach an Verkaufsständen direkt am Feld oder in Hofläden angeboten. Daneben ist heimischer Spargel auf Wochenmärkten und in den Gemüsetheken der Lebensmittelgeschäfte erhältlich. Zu Beginn der Spargelsaison liegen die Preise für ein Kilo im Durchschnitt bei etwa zehn Euro, im Laufe der Saison gehen sie auf über die Hälfte zurück.  

Die Kennzeichnung von Spargel

Wird Spargel angeboten, muss sich auf oder neben der Ware ein Hinweisschild befinden, auf dem das Herkunftsland und der Preis pro Kilogramm angegeben sind. Häufig steht der Kilopreis jedoch nur klein auf dem Schild, während der Preis pro 500 Gramm in großen Zahlen ausgezeichnet ist.

Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Spargel in 500 Gramm-Gebinden verkauft wird. Eine Kennzeichnung, die Verbraucher in die Irre führt, ist jedoch nicht zulässig. In Güteklassen muss der Spargel hingegen nicht mehr eingeteilt werden.

Viele Händler behalten die Auszeichnung mit Güteklassen jedoch auf freiwilliger Basis bei und teilen den Spargel in eine der drei Qualitätsstufen E, I und II ein. Die Qualitätsstufen ergeben sich dabei in erster Linie aus dem Durchmesser der Stangen und daraus, ob die Stangen gerade sind. Dünnerer, gekrümmter oder unsortierter Spargel, der oft günstiger angeboten wird, weist im Hinblick auf den Geschmack deshalb in aller Regel keine schlechtere Qualität auf.  

Die Merkmale von frischem Spargel

Es gibt einige Merkmale, an denen sich erkennen lässt, ob der Spargel frisch ist oder ob nicht. Während die Schnittstellen bei älterem Spargel trocken und leicht bräunlich verfärbt sind, hat frischer Spargel saftige und helle Schnittstellen, aus denen bei leichtem Druck etwas Saft austritt.

Außerdem haben frische Stangen keine Risse, eine leicht glänzende Oberfläche und brechen bei dem Versuch, sie zu biegen. Letzteres lässt sich am Gemüsestand aber meist nicht ausprobieren. Es gibt allerdings noch einen anderen zuverlässigen Test: Werden frische Spargelstangen aneinander gerieben, quietschen sie. Daneben sollten die Spargelköpfe geschlossen und eher fest sein. 

Die Lagerung von Spargel

Generell schmeckt Spargel am besten, wenn er möglichst erntefrisch zubereitet und gegessen wird. In ein feuchtes Tuch oder in feuchtes Zeitungspapier eingeschlagen, bleibt Spargel im Gemüsefach des Kühlschranks zwei bis drei Tage lang frisch. Dabei wird der Spargel aber ungeschält gelagert. Daneben ist möglich, Spargel einzufrieren.

Dafür wird er kurz mit Wasser abgespült, anschließend geschält und nachdem die Enden abgeschnitten sind, roh eingefroren. Bei der späteren Zubereitung wird der Spargel dann in gefrorenem Zustand direkt in kochendes Wasser gegeben. Auf diese Weise bleibt das volle Aroma erhalten. Wichtig ist aber, den Spargel vor dem Einfrieren zu schälen, denn nach dem Einfrieren und Auftauen ist dies nicht mehr möglich.  

Die Zubereitung von Spargel

Vor der Zubereitung wird Spargel zuerst mit Wasser abgespült. Da die Schale faserig und zäh ist, werden die Stangen anschließend unterhalb der Köpfe in Richtung unteres Ende geschält. Die Enden der Spargelstangen können holzig und bitter schmecken.

Deshalb werden sie abgeschnitten. Bei grünem Spargel reicht es meist aus, nur das untere Drittel zu schälen. Die vorbereiteten Spargelstangen können nun gekocht, gedünstet oder gebraten werden.Klassisch wird Spargel in Wasser gekocht, das mit Salz, Zucker und etwas Butter gewürzt ist. Um die weiße Farbe zu erhalten, kann auch etwas Zitronensaft ins Kochwasser gegeben werden.

Die Spargelstangen werden nun mit geschlossenem Deckel entweder aufrecht stehend mit wenig Wasser oder liegend und knapp mit Wasser bedeckt gegart.

Die Garzeit hängt von der Dicke der Stangen ab und bewegt sich zwischen acht und 20 Minuten. Um zu überprüfen, ob der Spargel bereits gar ist, kann eine Gabel vorsichtig unterhalb eines Spargelkopfes eingestochen werden.

Eine modernere Zubereitungsmethode, die für ein besonders intensives Aroma sorgt und die Inhaltsstoffe schont, besteht darin, den Spargel im eigenen Saft zu dünsten. Dafür wird der geschälte Spargel zusammen mit den Schalen und den Abschnitten in einen Topf gegeben und mit geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten lang gegart. In dünne Scheiben oder kleine Stücke geschnitten, lässt sich Spargel auch in der Pfanne braten. Außerdem ist es möglich, Spargel beispielsweise zubereitet als Salat roh zu essen. Allerdings ist der typische Spargelgeschmack in rohem Zustand nicht sehr ausgeprägt.

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