6 Tipps rund ums Fondue

6 Tipps rund ums Fondue

Das Fondue gehört zu den beliebtesten Speisen für gesellige Abende. Schließlich muss niemand in der Küche stehen und stundenlang kochen. Stattdessen sitzen der Gastgeber und die Gäste gemeinsam am Tisch und können sich das Essen schmecken lassen.

Durch den großen Topf in der Mitte kommt ganz automatisch eine gemütliche Stimmung auf, die zum gemeinsamen Schlemmen und Plaudern einlädt. Und durch die vielen verschiedenen Zutaten findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Allerdings sollten ein paar Kleinigkeiten beachtet werden, damit das gemeinsame Essen tatsächlich zum vollen Erfolg sind.

 

Hier deshalb 6 Tipps rund ums Fondue!:

 

Tipp 1: das passende Fondue Gerät

Für ein Fondue braucht es zunächst einmal das richtige Gerät. Dabei besteht ein Fonduegerät aus zwei Komponenten. Den oberen Teil bildet ein Topf, der Fachausdruck dafür lautet Caquelon.

Je nachdem, welche Art von Fondue zubereitet wird, wird der Topf mit Brühe, Öl, Käse oder Schokolade befüllt. Der untere Teil, auf dem der Fonduetopf steht, ist das sogenannte Rechaud. Das Rechaud ist eine kleine Feuerstelle, die dafür sorgt, dass die Flüssigkeit im Fonduetopf heiß bleibt.

Wird das Rechaud mit Spiritus betrieben, kann mitunter ein etwas unangenehmer Geruch entstehen. Eine gute Alternative können deshalb spezielle Brennpasten in Form von Gel sein. Wer nicht unbedingt ein Feuer braucht, kann sich für ein Elektrofondue entscheiden. Ein solches Gerät ist nicht nur sicherer, sondern bietet auch den Vorteil, dass die Temperatur bequem geregelt werden kann.

Neben dem Fonduegerät werden für jeden Gast eine, besser zwei lange Fonduegabeln benötigt. Außerdem bieten sich kleine Drahtkörbchen für Zutaten an, die weich sind und zum Zerfallen neigen. Die kleinen Metallsiebe sind im Haushaltswarenbedarf und in Asia-Shops erhältlich. Mit einem großen Teller, einem Messer und einer Gabel für jeden Gast sind die Utensilien für das Fondue komplett.

 

Tipp 2: das Fleischfondue

Hierzulande ist das Fleischfondue besonders beliebt. Welches Fleisch verwendet wird, ist natürlich eine Frage des Geschmacks. Schön ist es, wenn mehrere Fleischsorten zur Auswahl stehen, also beispielsweise Rind, Schwein und Huhn, Kalb oder Lamm. So ist für jeden Gast etwas dabei.

Am besten geeignet für ein Fondue ist das zarte Filet, etwas deftiger wird es mit Lende oder der Hohen Rippe. Pro Gast sollten etwa 200 Gramm Fleisch eingeplant werden. Extra Fonduefleisch muss hingegen nicht gekauft werden. Fonduefleisch ist kein spezielles Fleisch, sondern lediglich Fleisch, das bereits in Stücke geschnitten wurde. Das kann der Gastgeber aber auch selbst erledigen.

Anstelle oder zusätzlich zum Fleisch kann Fisch im Fonduetopf brutzeln. Hier eignen sich in erster Linie festere Fische wie Zander oder Lachs. Auch Tintenfisch und Garnelen machen sich gut.

Ergänzt werden Fleisch und Fisch durch Gemüse. Dabei können alle Gemüsesorten verwendet werden, die fester sind und nicht allzu lange zum Garen brauchen. Lecker sind beispielsweise Paprika, Karotten, Lauch, Pilze, Sellerie und Zwiebeln. Dabei sollten pro Gast 200 Gramm Gemüse veranschlagt werden. Dazu kommen eventuell noch etwas Fisch und ein paar Scheiben Baguette als Beilage.

Nun bleibt noch die Frage nach der Flüssigkeit, in der die Zutaten gegart werden. Eine Möglichkeit hierbei ist Brühe. Eine kräftige Fleischbrühe ist kalorienarm und verleiht den Zutaten eine würzige Note.

Eine leckere Abwandlung wäre ein Fondue nach Winzer Art, bei dem die Flüssigkeit je zur Hälfte aus Brühe und aus einem kräftigen Rotwein besteht. Für ein Fischfondue wiederum bietet sich eine Gemüsebrühe an, die mit Weißwein verfeinert werden kann.

Exotisch wird es mit der asiatischen Fondue-Version, dem sogenannten Feuertopf. Hierbei wird die Brühe mit Ingwer, Knoblauch, Chili oder Sojasauce abgeschmeckt. Fleisch und Gemüse werden in die pikante Brühe gegeben und wenn die Zutaten gar sind, kann sich jeder Gast herausfischen, was er möchte. Da die Zutaten immer auch ein wenig Geschmack an die Brühe abgeben, entsteht ganz nebenbei eine leckere Suppe.

Etwas kräftiger und kalorienreicher, dafür aber mindestens genauso lecker ist das Fettfondue. Beim Fettfondue, das auch Fondue à la bourgignon heißt, werden die Zutaten in heißem Fett gegart. Als Fett können entweder ein geschmacksneutrales Öl wie Sonnenblumen- oder Rapsöl oder Kokosfett verwendet werden. Butter oder Margarine hingegen sind wegen der hohen Temperaturen nicht geeignet.

Was die Temperaturen angeht, so gilt, dass die Brühe etwa 100 Grad und das Fett etwa 180 Grad heiß sein sollten. Damit die Wartezeit nicht zu lange wird, ist es ratsam, die Flüssigkeit auf dem Herd zu erhitzen und dann in den vorgewärmten Fonduetopf umzufüllen.

 

Tipp 3: das Käsefondue

Das Käsefondue ist ein echter Klassiker. Ursprünglich ist es als Resteessen in der Schweiz entstanden, denn die Bauern rieben einst verschiedene Käsereste, vermischten sie miteinander und kochten daraus eine Mahlzeit. Welche Käsesorten für das Fondue verwendet werden, ist Geschmackssache.

Generell eignen sich alle Käsesorten mit einem etwas kräftigeren Geschmack wie beispielsweise Gruyère, Appenzeller, Vacharin oder Emmentaler. Wer möchte, kann den Fonduetopf zuerst mit etwas Butter und einer Knoblauchzehe ausreiben. Anschließend wird ein trockener Weißwein mit einem kräftigen Schuss Kirschwasser oder Birnenschnaps erhitzt.

Dort hinein wird dann der Käse gegeben und unter ständigem Rühren geschmolzen. Wenn die Käsemasse Blasen wirft, wird ein Teelöffel Stärkemehl, aufgelöst in Schnaps oder Wasser, hineingerührt. Die Stärke bindet die Käsemasse. Wichtig ist, das Käsefondue immer wieder kräftig durchzurühren, sonst setzt es am Topfboden an.

Zum Käsefondue werden klassischerweise Brotstücke und kleine, vorgegarte Kartoffelwürfel serviert, die auf die Fonduegabel aufgespießt und durch die Käsemasse gezogen werden. Da das Käsefondue recht mächtig ist, bieten sich außerdem leichte Salate und süß-sauer eingelegtes Gemüse als Beilagen an. Die traditionellen Getränke zum Käsefondue sind Schwarztee und Schnaps.

Was die Mengen angeht, so werden pro Gast 200 Gramm Käse und ungefähr die gleiche Menge an Brot- und Kartoffelwürfeln gerechnet. Bei der Zubereitung werden pro Gast etwa 100 Milliliter Weißwein veranschlagt.

 

Tipp 4: das Schokoladenfondue

Wer es lieber süß mag, ist mit einem Schokoladenfondue bestens beraten. Die Basis für ein Schokoladenfondue bildet natürlich Schokolade, entweder in Vollmilch oder in Zartbitter. Verfeinert wird die geschmolzene Schokolade mit einem guten Schuss Sahne oder Milch, um die Leckerei schön cremig zu machen.

Wer möchte, kann das Schokoladenfondue noch mit einem Likör oder Gewürzen wie Zimt oder Chili abschmecken. Eingetaucht in die Schokolade werden dann Früchte wie Erdbeeren, Bananenscheiben, Orangenspalten, Trauben, Physalis oder Ananasstücke. Daneben eigenen sich Marshmellows, Kekse oder Waffeln.

 

Tipp 5: die Vorbereitungen für ein Fondue

Bevor der Fondue-Abend losgeht, ist es ratsam, das Fonduegerät kurz zu überprüfen. Schließlich wäre es schade, wenn es später nicht richtig funktioniert.

Zudem sollte genug geeignetes Brennmaterial vorhanden sein. Bevor die Gäste kommen, müssen Fleisch, Fisch, Gemüse und die übrigen Zutaten kleingeschnitten werden. Kleinere Mengen können in Schüsseln oder Schalen gegeben und auf den Tisch gestellt werden.

Der Rest sollte mit Folie abgedeckt im Kühlschrank geparkt werden. So bleibt alles schön frisch und bei Bedarf kann jederzeit nachgefüllt werden. Neben dem Fonduegerät und den Zutaten gehören ein paar Salate, Soßen oder Dips und natürlich Geschirr, Gläser und Besteck auf den Tisch.

 

Tipp 6: die Sicherheitsmaßnahmen

Beim Fondue werden sowohl der Topf als auch die Flüssigkeit darin sehr heiß. Ratsam ist deshalb, den Topf immer nur bis zur Hälfte zu füllen. Dadurch lässt sich verhindern, dass die heiße Flüssigkeit herausspritzt oder überkocht.

Bei einem Fettfondue sollte außerdem sicherheitshalber immer eine Löschdecke bereit liegen. Es kann nämlich passieren, dass etwas Fett ins Rechaud tropft und sich entzündet. In diesem Fall darf das Feuer auf keinen Fall mit Wasser gelöscht, sondern muss erstickt werden.

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