Rezepte – Cocktails für die Sommerparty

Rezepte und Anleitungen für Cocktails – für die Sommerparty 

Ob bei einer Party, bei einem Fest im Freien oder im Urlaub – vor allem im Sommer gehören Cocktails für viele einfach dazu. Als Cocktail wird ein Getränk bezeichnet, bei dem die Zutaten nach einem bestimmten Rezept zusammengemischt werden.

Anders als eine Bowle, bei der die einzelnen Portionen aus einem großen Gefäß entnommen werden, wird ein Cocktail üblicherweise portionsweise hergestellt und meist in einem speziellen Glas, vielfach ansprechend dekoriert, serviert. 

Ein legendärer Satz in diesem Zusammenhang ist James Bonds Ansage, dass er seinen Martini geschüttelt und nicht gerührt haben möchte. Dabei gibt es klare Regeln, wann ein Cocktail gerührt und wann er geschüttelt oder gemixt wird. So wird ein Cocktail, der aus Spirituosen besteht, gerührt. Sieht die Zutatenliste hingegen einen Sirup, einen Saft oder Sahne vor, wird der Cocktail geschüttelt oder gemixt. Cocktails gibt es in unzähligen Variationen und teilweise sind sogar Abwandlungen von Grundrezepten unter eigenen Namen bekannt.

Die Palette reicht vom fruchtigen, leichten Cocktail über eine spritzige Erfrischung bis hin zum cremigen Sahnecocktail, so dass eigentlich jeder seinen Favoriten finden sollte. Wer weniger experimentierfreudig ist oder sich zunächst einen groben Überblick verschaffen möchte, kann sich aber auch für die echten Klassiker entscheiden.

Rezepte und Anleitungen  – Cocktails für die Sommerparty:

Bloody Mary

Als Erfinder des Cocktails gilt Fernand Petoit. Er soll die erste Bloody Mary aus Wodka und Tomatensaft zu gleichen Teilen 1921 in einer Pariser Bar gemixt haben. In den 1930er-Jahren ging Petoit dann nach New York und stellte dort in der Bar eines Hotels seinen Cocktail vor.

Das Hotel nahm den Cocktail in das Angebot der Bar auf, nannte ihn aber Red Snapper, denn einen Cocktail als blutig zu bezeichnen, erschien dem noblen Hotel als unpassend. Unter diesem Namen konnte sich der Cocktail jedoch nicht durchsetzen. Petoit wiederum verfeinerte den Cocktail und im Laufe der Zeit wurde die Bloody Mary zum Klassiker.

Dazu, wie Petoit auf den Namen gekommen war, gibt es übrigens verschiedene Versionen. Für eine Bloody Mary werden 4cl Wodka, 12cl Tomatensaft, 1cl Zitronensaft, zwei Spritzer Worcestershiresauce, je nach gewünschter Schärfe ein bis fünf Spritzer Tabasco sowie je eine Prise Salz und schwarzer Pfeffer zusammen mit Eiswürfeln in ein Longdrink-Glas gegeben. Anschließend werden die Zutaten gut miteinander verrührt. Serviert wird die Bloody Mary mit einem Strohholm und mit einer Stange Bleichsellerie als Deko.   

Caipirinha

Der Caipirinha ist ein Cocktail aus Brasilien. Das Wort caipira bedeutet im Brasilianischen Landbewohner. Caipirinha ist die Verkleinerungsform und heißt soviel wie Landbewohnerchen, wird neben dem Cocktailnamen abwertend aber auch im Sinne von Hinterwäldler oder Landei verwendet.

Das Besondere an dem Cocktail ist, dass der Fruchtsaft frisch im Glas entsteht, wobei die ausgedrückten Limetten als Saftlieferanten im Glas bleiben. 

Für einen Caipirinha wird eine frische, reife Limette gewaschen, in Achtel geschnitten und in ein Glas gegeben. Zusammen mit zwei bis drei Teelöffeln Zucker wird die Limette dann mittels Holzstößel zerdrückt und somit ausgepresst. Anschließend werden 5cl Cachaça hinzugefügt und das Glas wird unter Rühren mit Crushed Ice aufgefüllt. Serviert wird der Caipirinha hierzulande üblicherweise mit einem oder zwei kurzen Strohhalmen. 

Manhattan

Der Cocktail wurde in den 1870er-Jahren in den USA kreiert, um seine Entstehungsgeschichte ranken sich jedoch verschiedene Legenden. Eine Geschichte besagt, Jennie Churchill habe den Cocktail in Auftrag gegeben, als Ende Dezember 1874 ein Bankett zu Ehren des Präsidentschaftskandidaten Tilden im New Yorker Manhattan Club gegeben wurde.

Die Gäste sollen nach diesem Bankett weiterhin und auch in anderen Bars nach dem Cocktail gefragt haben. Allerdings hatte sich Jennie Churchill zur besagten Zeit in Frankreich aufgehalten und war zudem mit ihrem Sohn Winston schwanger.

Insofern stimmt diese Geschichte wahrscheinlich nicht. Sicher ist aber, dass seit 1884 Manhattans gemixt werden, denn in diesem Jahr erschien das Rezept erstmals in einem Bar-Buch.

Für einen Manhattan werden 4cl Whiskey mit 2cl rotem Wermut und einem bis zwei Spritzern Angosturabitter in ein mit Eiswürfeln gefülltes Rührglas gegeben. Wenn die Zutaten gut miteinander verrührt sind, wird der Cocktail durch ein Sieb in ein gekühltes Martini-Glas oder eine Cocktailschale umgefüllt. Serviert wird der Cocktail ohne Eis, dafür aber mit einer roten Cocktailkirsche.  

Martini

Woher der Martini Cocktail stammt und von wem er wann erfunden wurde, ist nicht bekannt. Es gibt zwar unzählige Legenden und Geschichten, bewiesen ist jedoch keine davon. Spätestens seit James Bond dürfte jeder den Cocktail zumindest dem Namen nach kennen, wobei im Laufe der Zeit verschiedene Abwandlungen des Klassikers entstanden sind.

Für die klassische Variante des Cocktails werden 5,5cl Gin oder Wodka mit 1,5cl trockenem Wermut in ein mit Eiswürfeln gefülltes Rührglas gegeben und gut miteinander verrührt. Anschließend wird der Cocktail durch ein Sieb in ein gekühltes Martiniglas abgeseiht. Serviert wird der Martini Cocktail ohne Eis, entweder mit Zitronenschale abgespritzt oder mit einer grünen Olive garniert.  

Mojito

Der Mojito stammt ursprünglich aus Kuba, besteht traditionell aus fünf Zutaten und gehört zu den berühmtesten Cocktails der Welt. Für die Entstehung seines Namens gibt es mehrere Erklärungen. Eine Version besagt, dass die Bezeichnung die Verkleinerungsform des westafrikanischen Wortes mojo sein soll. Ein mojo ist ein Stoffbeutel, der mit magischen Gewürzen und Zaubergegenständen gefüllt ist. In diesem Sinne würde mojito soviel wie kleiner Zauber heißen.

Eine andere Erklärung lautet, dass sich der Name von einer Gewürzmischung namens mojo ableitet, während eine wieder andere Version den Ursprung im spanischen mojar oder mojado für nass machen oder nass vermutet. Belegt ist jedoch, dass der Cocktail zu den Lieblingsgetränken von Ernest Hemingway gehörte.  Für einen Mojito werden sechs bis acht frische Minzeblätter mit 3cl frischem Limettensaft und drei Teelöffeln weißem Rohrzucker in ein Longdrink-Glas gegeben.

Dann werden die Zutaten gut umgerührt, damit sich die Aromen der Minze entfalten und sich der Zucker auflöst. Anschließend werden erst 5cl weißer kubanischer Rum hinzugefügt, danach wird das Glas mit grob zerstoßenem Eis gefüllt. Zum Schluss wird der Cocktail mit 4cl Sodawasser abgerundet und mit einem Strohhalm serviert.   

Piña Colada

Die Piña Colada ist seit den 1950er-Jahren bekannt und ist heute das Symbol für Urlaub, Sommer, Sonne und karibisches Lebensgefühl schlechthin. Insofern darf dieser Cocktail eigentlich auf keiner Sommerparty fehlen. Wegen des fruchtig-süßen und cremigen Geschmacks sowie der Tatsache, dass der Alkohol kaum herauszuschmecken ist, gilt die Piña Colada übrigens als typischer Frauencocktail.

Für eine Piña Colada werden 4cl karibischer Rum, 2cl Sahne, 3cl Kokosnusssirup und 12cl Ananassaft in einen Shaker gegeben.

Zusammen mit Eiswürfeln werden die Zutaten nun kräftig durchgeschüttelt und danach in ein hohes, bauchiges Glas gefüllt. Serviert wird der Cocktail mit einer Garnitur aus einer Ananasscheibe und einer Cocktailkirsche sowie einem Strohhalm.

Mehr Tipps, Anleitungen und Ratgeber zur Gastronomie & Küche:

Thema: Rezepte – Cocktails für die Sommerparty

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.