Infos und Tipps rund um Äpfel

Infos und Tipps rund um Äpfel

Im Supermarkt sind Äpfel zwar das ganze Jahr über erhältlich. Doch ihre eigentliche Saison beginnt im Herbst. Dann sind die Früchte reif und können geerntet werden. Dabei sind heimische Äpfel nicht nur sehr lecker, sondern auch gesund. Sie eignen sich prima als Snack für zwischendurch und können auf vielerlei Art verwendet werden.

Infos und Tipps rund um Äpfel

Apfelmus und Apfelkuchen sind zum Beispiel echte Klassiker, aber auch Rotkohl, Fleischgerichte oder Salate werden gerne mit Äpfeln verfeinert.

Wir verraten einige Infos und Tipps rund um Äpfel!:

Äpfel sind gesund

Ein alter Spruch besagt: „An apple a day keeps the doctor away.“ Ganz so einfach ist es leider nicht. Denn ein Apfel pro Tag alleine wird es nicht schaffen, alle Arztbesuche überflüssig zu machen. Aber ein Apfel täglich ist ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Tatsächlich liefern Äpfel nämlich viele wertvolle Inhaltsstoffe. So enthalten sie Vitamin C, das gut fürs Immunsystem ist. Außerdem stecken Gerbstoffe und Pektine in den runden Früchten. Gerbstoffe wirken entzündungshemmend, Pektine unterstützen die Darmgesundheit.

Dazu kommen Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Die sekundären Pflanzenstoffe wiederum senken den Blutdruck und haben einen positiven Einfluss auf die Cholesterinwerte.

Dabei sitzen vor allem die sekundären Pflanzenstoffe überwiegend direkt unter der Schale. Deshalb sollte die Schale grundsätzlich mitgegessen werden.

Da auf Apfelplantagen ein möglichst hoher Ertrag im Vordergrund steht, werden die Früchte zwar oft reichlich gespritzt, um Ungeziefer und Schädlinge fernzuhalten. Allerdings haben Äpfel eine vergleichsweise dicke Schale, so dass die Spritzmittel kaum ins Innere gelangen.

Werden die Äpfel sehr gründlich mit heißem Wasser abgewaschen, kann die Schale deshalb ruhig mitgegessen werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann aber auch zu Streuobst- oder Bio-Äpfeln greifen.

Die alten Sorten sind meist wertvoller als neue Züchtungen

Äpfel gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Dadurch sind Äpfel mal süßer und mal säuerlicher. Einige Sorten sind knackiger und fester, andere Sorten eher mehlig. Je nachdem, was aus den Äpfeln zubereitet werden soll, lässt sich so eine passende Sorte auswählen.

Die alten, traditionellen Sorten sind den neuen, modernen Züchtungen in Sachen Inhaltsstoffe aber oft überlegen. Ein Grund dafür ist, dass die neuen Sorten vor allem auf Aussehen gezüchtet werden.

Deshalb enthalten moderne Apfelsorten zum Beispiel oft gar keine oder nur sehr wenige Polyphenole. So werden die Äpfel nicht so schnell braun. Allerdings binden die Polyphenole die Eiweiße, die Allergien auslösen. Allergiker vertragen die alten Sorten deshalb oft deutlich besser.

Club-Äpfel sind keine eigenen Apfelsorten

Beim Blick ins Obstregal zeigt sich, dass viele Äpfel hübsche Aufkleber haben. Außerdem haben sie klangvolle Namen wie Pink Lady, Kanzi oder Rubens. Diese Namen stehen aber nicht für eigene Apfelsorten. Stattdessen handelt es sich um reine Markennamen, die Marketing-Zwecken dienen.

Damit Obstbauern ihre Äpfel unter so einem Markennahmen anbauen und verkaufen dürfen, müssen sie einer Art Club beitreten. Aus diesem Grund werden die Äpfel auch als Club-Äpfel bezeichnet.

Die Äpfel selbst sind aber nicht besser oder gesünder als andere Sorten. Der meist höhere Preis erklärt sich allein damit, dass das umfangreiche Marketing eben viel Geld kostet.

Äpfel sollten kühl gelagert werden

Je frischer ein Apfel ist, desto mehr gesunde Inhaltsstoffe enthält er. Werden Äpfel länger gelagert, behalten sie zwar ihr Aroma, aber zum Beispiel der Vitamin-C-Gehalt geht deutlich zurück.

Dabei gilt generell, dass die alten Apfelsorten besser und länger eingelagert werden können als die modernen Apfelsorten. So können traditionelle Apfelsorten oft den ganzen Winter über bis ins nächste Frühjahr gelagert werden. Moderne Züchtungen hingegen werden schon nach recht kurzer Zeit schrumpelig.

Sollen die Äpfel aufbewahrt werden, können kleinere Mengen ruhig in den Kühlschrank. Größere Mengen sind in Kisten im kühlen Keller gut aufgehoben.

Eine andere Möglichkeit, um Äpfel haltbar zu machen, besteht darin, sie einzukochen, beispielsweise in Form von Apfelmus, Marmelade oder als Chutney. Lecker und praktisch sind aber auch Apfelringe. Dazu gleich mehr.

Apfelsaft kommt überwiegend aus China

Interessant zu wissen ist, dass der Apfelsaft, der hierzulande in den Supermarktregalen steht, größtenteils aus China kommt. Tatsächlich werden rund 80 Prozent unseres Apfelsaftes aus China importiert. Der Apfelsaft ist deshalb nicht schlechter oder ungesünder, aber er hat eben einen sehr langen Weg hinter sich.

Steht auf der Verpackung oder Flasche nur etwas von reinem Apfelsaft, lässt sich nicht erkennen, woher der Saft kommt. Wer heimischen Apfelsaft haben möchte, sollte sich deshalb entweder an eine regionale Kelterei wenden. Oder er muss darauf achten, dass auf dem Etikett heimische Streuobstwiesen als Ursprung angegeben sind.

Rezept: Apfelringe selber machen

Eine schöne Methode, um Äpfel haltbar zu machen, besteht darin, sie zu Apfelringen zu verarbeiten. Die Apfelringe können wie Chips zwischendurch geknabbert werden. Sie machen sich aber auch gut im Müsli und in Desserts.

Außerdem können sie als aromatische Zutat Soßen, Salaten und vielen anderen Gerichten den richtigen Pfiff verleihen.

Für ein halbes Kilo Apfelringe werden folgende Zutaten benötigt:

  • 1 ½ kg Äpfel

  • 750 ml Wasser

  • 50 ml Zitronensaft

  • 1 TL Salz

Zuerst werden das Wasser, der Zitronensaft und das Salz in eine Schüssel gegeben und miteinander verrührt. Anschließend werden die Äpfel gewaschen und abgetrocknet.

Nun wird ein Apfel genommen und sein Kerngehäuse ausgestochen. Dann wird der Apfel in etwa 5 mm dicke Scheiben geschnitten. Die Apfelscheiben werden sofort in das Zitronenwasser gelegt. Dadurch verfärben sie sich nicht.

Die Apfelscheiben sollten ungefähr zehn Minuten in dem Wasser einweichen. In der Zwischenzeit können die nächsten Äpfel in Scheiben geschnitten werden.

Die Apfelringe werden dann erst mit Küchenpapier trocken getupft. Danach werden sie nebeneinander auf den Grillrost gelegt. Dabei sollte der Grillrost mit einem Küchentuch oder einem Mulltuch, das doppelt zusammengelegt ist, bedeckt sein.

Der Grillrost wird dann in den kalten Backofen geschoben und der Backofen auf 50 bis 60 Grad Umluft eingestellt. Wenn die Temperatur erreicht ist, wird die Backenofentür einen kleinen Spalt geöffnet. Dazu kann zum Beispiel ein Kochlöffel eingeklemmt werden. Der Spalt ist wichtig, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Auf diese Weise werden die Apfelringe ungefähr fünf Stunden lang getrocknet. Sie sind fertig, wenn sie noch weich sind, beim Zusammendrücken aber keine Feuchtigkeit mehr austritt. Nach dem Abkühlen können die Apfelringe in eine Dose umgefüllt werden. Trocken gelagert, halten sie sehr lange.

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Hier schreiben Tina Fachinger, 36 Jahre alt, Ernährungsberaterin und Dietmar Beinbach, geboren 1968, Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Hobbyköchen und der Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.
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