Rezepttipp aus der veganen Küche: Hackbraten in Blätterteig

Rezepttipp aus der veganen Küche: Hackbraten in Blätterteig

Vegane Ernährung findet immer mehr Anhänger. Doch während vegetarische Gerichte längst Einzug auf die Speisekarten gefunden haben, tun sich viele Köche mit veganen Speisen recht schwer. Teilweise fehlen die Ideen, durch welche Lebensmittel die Zutaten ersetzt werden können.

Rezepttipp aus der veganen Küche_ Hackbraten in Blätterteig

Teilweise steht die Befürchtung im Raum, dass die veganen Gerichte irgendwie fad sind, nicht ganz rund schmecken oder die Zubereitung furchtbar aufwändig ist.

Wir treten den Gegenbeweis an – mit einem Hackbraten in Blätterteig als Rezepttipp aus der veganen Küche!:

Hackbraten in Blätterteig – die Zutaten

für vier bis sechs Portionen

  • 1 l Sojamilch, 500 ml Mandelmilch und Saft von einer Zitrone; alternativ: 250 g Seidentofu
  • 250 g Buchweizen
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 50 g Walnüsse
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Paprikamark (aus dem türkischen Lebensmittelgeschäft; Paprikamark aus dem deutschen Supermarkt hat einen anderen Geschmack)
  • 2 EL getrockneter Thymian
  • 1 Pck. veganer Blätterteig
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Öl zum Anbraten

Blätterteig wird traditionell mit Butter zubereitet. Dadurch ist er dann natürlich nicht mehr vegan. Industriell hergestellter Blätterteig enthält aber in vielen Fällen keine Butter.

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Statt gleich zu einem teuren Spezialprodukt zu greifen, lohnt sich deshalb zunächst ein Blick auf die Zutatenliste von herkömmlichen Blätterteigen. Einige Hersteller weisen auf der Verpackung auch extra darauf hin, dass es sich um ein veganes Produkt handelt.

Hackbraten in Blätterteig – die Zubereitung

Für die Füllung wird zuerst ein Seidentofu zubereitet. Das kann ruhig schon am Vortag geschehen, weil die Masse ein paar Stunden lang abtropfen muss.

Für das Seidentofu werden die Soja- und die Mandelmilch in einen Topf gegeben und aufgekocht. Sobald die Milchmischung anfängt zu sprudeln, sollte der Topf von der Herdplatte genommen werden. Denn die Milch kocht sehr schnell über.

In die kochend heiße Milchmischung wird dann zuerst ein Teelöffel Salz eingerührt. Anschließend wird der Zitronensaft hinzugegeben. Durch den Zitronensaft flockt das Eiweiß aus und trennt sich vom Wasser in der Milch.

Nun wird ein Sieb mit einem sauberen Küchentuch ausgelegt. Dort hinein wird die ausgeflockte Flüssigkeit gegossen. Wenn die Masse etwas abgetropft hat, kann das Tuch zusammengedrückt und so weitere Flüssigkeit herausgepresst werden. Anschließend wird das Sieb in eine Schüssel gestellt, das Küchentuch zusammengefaltet und das Ganze für mehrere Stunden in den Kühlschrank gegeben. Dort kann das Seidentofu dann weiter abtropfen.

Tipp:

Wer sich diese Arbeit sparen möchte, kann natürlich auch ein fertiges Seidentofu verwenden. In gut sortierten Supermärkten, Bioläden und teilweise asiatischen Lebensmittelgeschäften ist Seidentofu inzwischen erhältlich.

Nun beginnt die eigentliche Zubereitung vom Hackbraten. Dafür wird der Buchweizen unter fließendem Wasser abgespült. Anschließend wird er zusammen mit 750 ml Wasser und etwas Salz in einen Topf gegeben und einmal aufgekocht. Dann wird die Temperatur auf mittlere Hitze reduziert und der Buchweizen solange weiter gekocht, bis er das Wasser komplett aufgesogen hat.

In der Zwischenzeit werden die Zwiebeln geschält und fein gehackt. Auch die Walnüsse werden etwas zerkleinert. Dann werden die Zwiebeln in einer großen Pfanne mit etwas Öl angeschwitzt. Dazu kommen die Walnüsse, die ebenfalls leicht angeröstet werden. Anschließend werden erst das Tomaten- und das Paprikamark eingerührt und danach der Buchweizen hinzugefügt. Nachdem die Mischung mit Salz, Pfeffer und Thymian abgeschmeckt ist, wird sie zwei, drei Minuten lang weiter angebraten.

Tipp:

Wer es gerne pikant mag, kann das Paprikamark durch Harissa ersetzen. Harissa ist eine nordafrikanische Würzpaste und wie das Paprikamark im türkischen Lebensmittelladen erhältlich. Da Harissa sehr scharf ist, reicht ein Teelöffel davon aber aus.

Damit sich der Blätterteig besser verarbeiten lässt, kann er jetzt schon einmal aus dem Kühlschrank geholt werden. Nun wird ungefähr die Hälfte der Buchweizenmischung in eine Schüssel gegeben und mit dem Stabmixer püriert.

Dadurch bekommt die Füllung später eine bessere Bindung und eine schönere Konsistenz. Zur pürierten Masse kommen dann die restliche Füllung aus der Pfanne und das Seidentofu dazu. Ein Esslöffel Seidentofu wird aber zuvor entnommen und beiseite gestellt.

Jetzt kann der Backofen schon eingeschaltet und auf 220 Grad Ober- und Unterhitze (oder 200 Grad Umluft) vorgeheizt werden. Der Blätterteig wird aufgerollt und quer auf die Arbeitsfläche gelegt. Dann wird die Füllung wie eine Wurst mittig auf den Blätterteig gegeben. Dabei sollte zu den schmalen Kanten hin etwas Abstand bleiben.

Dann wird der vorher beiseite gestellte Seidentofu mit ungefähr vier Esslöffeln Wasser verrührt. Diese Mischung dient als Klebstoff für den Teig und ersetzt das Ei, mit dem Teig sonst eingepinselt wird. Mit dem Seidentofu-Wasser-Gemisch werden also die Teigkanten eingestrichen. Dann werden zuerst die schmalen Seiten auf die Füllung geklappt und anschließend die langen Kanten darüber geschlagen.

Der eingepackte Hackbraten wird nun auf ein Backblech gesetzt, das mit Backpapier ausgelegt ist. Bevor er in den Backofen wandert, wird er auf der Außenseite mit dem restlichen Tofu-Wasser-Gemisch eingepinselt. Im unteren Drittel des Backofens muss der Braten dann etwa eine halbe Stunde lang backen.

Der vegane Hackbraten schmeckt am besten, wenn er direkt nach dem Backen aufgeschnitten und serviert wird. Als Beilage passen Brot oder Baguette, aber auch Kartoffelgerichte. Abgerundet wird die Speise durch Gemüse oder Salat. Wer möchte, kann außerdem eine Soße dazu servieren. Guten Appetit!

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