Leckereien aus der Küche Jamaikas

Leckereien aus der Küche Jamaikas

Sonne, Strand und Reggae: Allein schon beim Gedanken an Jamaika kommt echtes Urlaubsfeeling auf. Und auch in Sachen kulinarische Köstlichkeiten hat der karibische Inselstaat einiges zu bieten.

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Leckereien aus der Küche Jamaikas

In der jamaikanischen Küche kommen Einflüsse aus Afrika, Europa und Asien zusammen. Kombiniert werden sie mit verschiedenen einheimischen Zutaten. Dabei sind Fisch und Meeresfrüchte sehr beliebt, aber auch Huhn, Schwein und Ziege stehen oft auf dem Speiseplan.

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Exotische Früchte, frisches Gemüse und reichlich Gewürze sorgen dann für die typischen Aromen.

Für einen kleinen Vorgeschmack stellen wir ein paar Leckereien aus der Küche Jamaikas vor!:

Jerk-Gerichte

Die Jerk-Küche ist aus Jamaika nicht wegzudenken. Die traditionelle Zubereitungsmethode geht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Seinerzeit kochten die Sklaven in ihren sehr einfachen Behausungen ihr Essen auf Feuerstellen, die dank Kohle und Pimentholz brannten.

Bis heute wird auf Jamaika leidenschaftlich gejerkt, und das am einfachen Straßenimbiss genauso wie im eleganten Restaurant.

Dabei bilden sowohl Huhn und Schweinefleisch als auch Fisch oder Hummer die Hauptzutat der Grillgerichte. Für das richtige Aroma sorgen zum einen Pimentzweige im Feuer.

Zum anderen garantieren jede Menge süße und deftige Gewürze für das vollmundige Aroma. Als Beilage werden meist Festivals, für die ein süßer Teig frittiert wird, oder Maniok-Brote namens Bammies serviert.

Jamaican Pepperpot

Neben den Jerk-Gerichten ist auch der Jamaican Pepperpot ein Nationalgericht des Karibikstaates. Dabei handelt es sich um einen scharf-würzigen Eintopf aus gepökeltem Rind- oder Schweinefleisch, Garnelen, Süßkartoffeln, Spinat und Okraschoten.

Zwiebeln, Knoblauch, Peperoni und Chilischoten sorgen für die Schärfe. Gewürzt wird der Eintopf dann noch mit Piment, Kokosmilch und Limettensaft.

Übrigens:

Wer etwas Karibik-Flair auf den Esstisch zaubern möchte, kann den Jamaican Pepperpot gut nachkochen. Denn die Zubereitung ist nicht schwer und die benötigten Zutaten sind hierzulande problemlos erhältlich. Ein Rezept gibt es am Ende dieses Beitrags!

Ackee mit Fisch

Die Ackee ist eine Frucht, die hierzulande auch als Akipflaume bekannt ist. Ursprünglich stammt die Ackee aus Westafrika, inzwischen ist sie die Nationalfrucht von Jamaika. Für ein typisches Gericht aus der jamaikanischen Küche wird die Frucht mit Fisch, meist Kabeljau, zubereitet.

Dafür wird die Frucht gekocht und anschließend zusammen mit getrocknetem Salzfisch, Tomaten, Paprika und Schalotten angebraten. Gegessen wird das Gericht teilweise schon zum Frühstück. Beliebt ist die Speise aber auch als Abendessen, dann zusammen mit Reis, einer Brotfrucht oder Kochbananen als Beilage.

Die Ital-Küche

Die Ital-Küche wurde von den Rastafaris entwickelt und legt den Fokus auf eine gesunde Lebensart. Die Gerichte werden mit viel frischem Obst und Gemüse zubereitet, rotes Fleisch bleibt komplett außen vor.

Oft wird zudem auf Salz verzichtet und stattdessen mit anderen Gewürzen und frischen Kräutern gearbeitet. Zu den sonst doch recht fleichlastigen Speisen der jamaikanischen Küche ist die Ital-Küche eine wirklich schöne und leckere Alternative.

Pastetchen

Für den kleinen Hunger zwischendurch hält die Küche Jamaikas mit Pastetchen eine echte Köstlichkeit bereit.

Bei so einer Pastete, die vor Ort Patty heißt, handelt es sich um ein Gebäck in Form eines Halbmondes. Der Teig ist goldgelb ausgebacken und pikant gefüllt. Dabei kann die Füllung aus Hühnchen, Garnelen, Käse, Gemüse oder auch Soja bestehen.

Früchte

Das tropische Klima beschert dem Karibikstaat neben reichlich Gemüse auch eine große Vielfalt an exotischen Früchten. So werden an praktisch jeder Straßenecke neben der Ackee auch Mangos oder Bananen verkauft.

Daneben gibt es die Brotfrucht, die etwas an die Kartoffel erinnert, leicht süßlich schmeckt und gekocht oder gebraten als Beilage zu Hauptgerichten serviert wird.

Die Stinking Toe wiederum klingt nicht besonders lecker und riecht auch tatsächlich etwas komisch. Dafür überzeugt die Frucht aber mit ihrem sehr süßen und wirklich leckeren Geschmack. Genauso köstlich sind die June Plum, die reich an Eisen und Eiweiß ist, und der Otaheite Apfel, der für eine süße Erfrischung sorgt.

Spannend ist aber auch der Sweetsop. Die grüne Frucht ist reich an Vitamin C und zeichnet sich durch eine Konsistenz aus, die an Pudding erinnert. Gelöffelt wird der Sweetsop zum Frühstück oder als Nachtisch.

Rum

Der Rum ist ein fester Bestandteil der Geschichte Jamaikas. Schon im 17. Jahrhundert wurde er auf den Zuckerrohrplantagen destilliert. Heute kennt der jamaikanische Rum verschiedenste Sorten, die von leicht und mild bis hin zu würzig reichen und die ganze Farbpalette von einem hellen Gold bis zu einem dunklen Braun abdecken.

Sowohl pur als auch im Cocktail macht der Rum eine gute Figur. Und nach einem deftigen Essen ist Jamaikas Rum das perfekte Getränk, um den Tag bei einem romantischen Sonnenuntergang entspannt ausklingen zu lassen.

Rezept für den Jamaican Pepperpot

Ein Gericht aus der Karibik weckt nicht nur Urlaubsgefühle, sondern sorgt auch für eine schöne Abwechslung auf der Speisekarte. Hier deshalb ein Rezept für den typisch jamaikanischen Eintopf!

Die Zutaten (für 4 Portionen)

  • 750 g Kassler mit Knochen
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 große grüne Peperoni
  • 500 g frischer Spinat
  • 150 g Okraschoten
  • 200 g Garnelen (küchenfertig)
  • 1 rote Chilischote
  • 1 Lorbeerblatt
  • 6 Pimentkörner
  • 4 EL Kokosmilch
  • etwas Limettensaft
  • Öl, Salz und Pfeffer
Die Zubereitung

Zuerst wird das Fleisch kurz abgewaschen und anschließend in 1,5 l Wasser eine Stunde lang sanft geköchelt.

In der Zwischenzeit können schon die Süßkartoffeln geschält und in Würfel geschnitten werden. Die Zwiebel und der Knoblauch werden ebenfalls geschält und fein gewürfelt. Die Peperoni wird gewaschen und kleingeschnitten.

Der gekochte Kassler wird aus der Brühe genommen und kurz beiseite gestellt. In einem großen Topf werden nun zwei Esslöffel Öl erhitzt. Darin werden erst die Süßkartoffeln angedünstet. Nach zwei, drei Minuten kommen die Zwiebel und der Knoblauch dazu.

Anschließend werden die Peperoni, das Lorbeerblatt und die Pimentkörner in den Topf gegeben. Das Ganze wird dann mit der Fleischbrühe vom Kassler aufgegossen. Wenn die Brühe einmal aufgekocht hat, sollte der Eintopf etwa 15 Minuten lang garen.

Der Spinat wird geputzt, gewaschen und zum Abtropfen in ein Sieb gegeben. Die Okraschoten werden mit Küchenpapier gut abgerieben. Dann kommen der Spinat und die Okraschoten in den Topf. Der Eintopf muss jetzt noch weitere zehn Minuten köcheln.

Inzwischen wird der Kassler vom Knochen gelöst und in Würfel geschnitten. Fünf Minuten vor Ende der Garzeit kommt das Fleisch zusammen mit den Garnelen in den Topf.

Dann wird der Eintopf vom Herd genommen und mit der Kokosmilch, etwas Limettensaft, Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Zum Schluss wird noch die in Ringe geschnittene Chilischote darüber gestreut. Guten Appetit!

Anleitung für ein Jamaika Jerk Chicken:

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