5 Methoden zum Häuten von Paprika

5 Methoden zum Häuten von Paprika

Paprika ist gesund, lecker und verleiht vielen Gerichten erst das richtige Aroma. Allerdings ist die Haut schwer verdaulich. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, das Gemüse zu schälen. Außerdem würden die zusammengerollten Schalenstücke in einigen Soßen, Suppen und Gemüsegerichten einfach stören. In diesem Beitrag nennen wir fünf einfache Methoden zum Häuten von Paprika. Die meisten Techniken können sowohl bei Gemüsepaprika als auch bei Spitzpaprika zum Einsatz kommen.

5 Methoden zum Häuten von Paprika

Auch Peperoni können auf diese Art geschält werden. Fertig gehäutete Paprika zu kaufen, die nicht nur teuer ist, sondern oft auch unnötige Konservierungsstoffe enthält, wird damit überflüssig:

  1. Frische Paprika mit dem Sparschäler schälen

Knackig-frische Gemüsepaprika passt gut in Salate und schmeckt als Rohkost mit einem Dip köstlich. Viele verzichten aber auf das Gemüse, weil sie die Schale nicht vertragen. Dabei lässt sich die Schale ganz einfach mit einem Sparschäler entfernen. Auch ein kleines, scharfes Küchenmesser kann als Werkzeug zum Einsatz kommen.

Um die Paprika zu schälen, ist es am besten, sie am Stück zu lassen. Dadurch lässt sich das Gemüse gut in die Hand nehmen und die Klinge hat genug Widerstand. Die Paprika wird zunächst gewaschen und abgetrocknet.

Anschließend wird die Haut mit dem Sparschäler dünn abgetragen. Nach dem Schälen kann die Paprika wie gewünscht weiterverarbeitet werden.

Bei Spitzpaprika klappt das Schälen oft weniger gut. Denn das Gemüse hat dünne Wände, die durch den Druck der Klinge zu sehr nachgeben.

  1. Paprika mit kochendem Wasser häuten

Einzelne Paprika können, ähnlich wie Tomaten, mit kochendem Wasser enthäutet werden. Dazu wird im Wasserkocher oder in einem Topf etwas Wasser zum Kochen gebracht. In der Zwischenzeit die Paprika vierteln und den Strunk samt Stiel, die Trennwände und die Kerne entfernen.

Nun die Paprikastücke in einen Teller oder eine Schüssel geben, mit dem kochenden Wasser übergießen und kurz darin ziehen lassen. Wer das Wasser im Topf aufgekocht hat, kann die Paprika natürlich auch einfach in den Topf legen.

Dann das Gemüse in einem Sieb mit kaltem Wasser abschrecken. Anschließend lässt sich die Haut mit einem Küchenmesser ganz einfach abziehen.

  1. Paprika durch Dämpfen häuten

In Soßen, Suppen, Eintöpfen und Gemüsepfannen würde die Haut stören. Denn beim Kochen löst sie sich ab und rollt sich zusammen. Wenn für ein Gericht mehrere Paprika benötigt werden, ist Wasserdampf ein probates Hilfsmittel.

Vor dem Dämpfen das Gemüse waschen, putzen und vierteln. Dann die Paprikaviertel mit der Haut nach oben in einen Dämpfeinsatz für den Kochtopf legen. Wer keinen Dämpfeinsatz hat, kann auch ein Sieb verwenden, das in den Topf eingehängt werden kann.

Nun in den Kochtopf wenig Wasser geben und zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, den Dämpfeinsatz in den Topf stellen und die Paprika bei geschlossenem Deckel ungefähr zehn Minuten lang dämpfen.

In einem Dampfgarer wird die Paprika zehn Minuten lang bei 100 Grad Celsius gedämpft. Danach die Paprika herausnehmen und die Haut mit einem Küchenmesser ablösen.

Die so vorbereitete Paprika kann wie gewünscht verarbeitet oder auch auf Vorrat eingekocht werden.

  1. Paprika in der Mikrowelle häuten

Eine weitere unkomplizierte Methode, um die Haut der Paprika loszuwerden, ist der Einsatz der Mikrowelle. Dafür wird das Gemüse gewaschen, geputzt und in Stücke geschnitten. Anschließend die Paprika in Backpapier einwickeln und auf höchster Stufe ungefähr sechs Minuten lang in der Mikrowelle erhitzen.

Nach dem Erhitzen die Paprika kurz auskühlen lassen. Mit dem Messer lässt sich die Haut nun ganz einfach abziehen.

  1. Paprika mittels Backofen häuten

Der Backofen hilft nicht nur dabei, die Paprika zu häuten, sondern verleiht dem Gemüse gleichzeitig ein tolles Röstaroma.

Dabei wird zunächst der Backofen vorgeheizt. Optimal ist eine Temperatur von 220 Grad Celsius mit Oberhitze oder der Grillfunktion. Ein einfacher Backofen, der beides nicht hat, sollte auf die höchste Temperatur eingestellt werden.

Während der Backofen aufheizt, wird die Paprika vorbereitet. Dazu wird das Gemüse gewaschen, geputzt und in Hälften oder Viertel geschnitten. Anschließend die Paprikastücke mit der Haut nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Wer möchte, kann das Gemüse auch mit wenig Öl einpinseln.

Nun das Gemüse in den heißen Backofen schieben. Bei Oberhitze oder Grillfunktion kann das Blech auf die oberste Schiene, ansonsten auf die mittlere Schiene. Dann das Gemüse rösten lassen, bis auf der Haut dunkle Blasen entstehen. Das ist nach etwa zehn Minuten der Fall.

Die geröstete Paprika aus dem Backofen nehmen und mit einem feuchten Tuch abdecken, bis das Gemüse etwas abgekühlt ist. Mit dem Messer die Haut zum Schluss vom Fruchtfleisch abziehen. Wem die Hitze nichts ausmacht, der kann die Paprika natürlich auch gleich häuten, wenn sie aus dem Backofen kommt.

Noch ein Tipp

Die abgezogene Haut muss nicht entsorgt werden. Stattdessen kann sie getrocknet und anschließend zu Paprikapulver zermahlen werden. Vor allem geröstete Paprikahaut wird so zu einem aromatischen Gewürz.

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Hier schreiben Tina Fachinger, 36 Jahre alt, Ernährungsberaterin und Dietmar Beinbach, geboren 1968, Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Hobbyköchen und der Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

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