Rhabarber: Tipps und Rezept für einen Blechkuchen

Rhabarber: Tipps und Rezept für einen Blechkuchen

Wenn Erdbeeren und Spargel auf Speisekarten und in Menüplänen auftauchen, hat auch ein anderes Gemüse Saison: der Rhabarber. Früher wurde das Staudengewächs als chinesische Arzneipflanze verwendet, inzwischen ist der Rhabarber ein Klassiker in der heimischen Küche.

Blechkuchen mit Rhabarber

Durch den fruchtigen und säuerlichen Geschmack wird Rhabarber vor allem in Desserts und für fruchtige Sommerschorlen verarbeitet. Viele glauben deshalb, dass es sich bei Rhabarber um Obst handelt.

Tatsächlich gehört Rhabarber aber zu den Knöterichgewächsen und ist deshalb aus botanischer Sicht ein Gemüse. Weitere Infos und Tipps zum Rhabarber haben wir in diesem Beitrag zusammengestellt.

Und als Abschluss gibt’s ein Rezept für einen Blechkuchen zum Nachbacken:

 

Wann hat Rhabarber Saison?

Rhabarber ist ein echtes Saisongemüse. Die robusten Stängel, die ursprünglich aus Ostasien stammen, sind in unseren Breitegraden etwa ab Ende März, Anfang April reif für die Ernte. Wer Rhabarber im eigenen Garten hat, sollte sich am Johannistag, der die Spargelsaison beendet, orientieren.

Länger als über den 24. Juni hinaus sollte nämlich auch Rhabarber nicht geerntet werden. Denn sonst bleibt den Rhabarberstauden zu wenig Zeit, um sich zu regenerieren und genug Kraft für eine üppige Ernte im nächsten Jahr zu sammeln.

 

Was steckt im Rhabarber?

Rhabarber ist reich an Vitamin C. Außerdem liefert das Frühlingsgemüse wertvolle Ballaststoffe. Mineralien wie Kalium und Phosphor sind ebenfalls reichlich enthalten. Was die gesunden Inhaltsstoffe angeht, kann Rhabarber also punkten.

Für den typisch fruchtig-säuerlichen Geschmack sind die enthaltenen Fruchtsäuren verantwortlich. Zu ihnen zählen beispielsweise Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure. Empfindliche Menschen vertragen Oxalsäure aber oft nicht sehr gut. Allerdings sinkt der Oxalsäure-Gehalt im Rhabarber, wenn das Gemüse geschält und gekocht wird. Auch Bananen und Quark, Pudding und andere Milchprodukte gleichen die Säure aus.

Pro 100 Gramm hat Rhabarber gerade einmal 14 Kilokalorien. Eigentlich kann das Saisongemüse also ohne schlechtes Gewissen genossen werden. Eigentlich deshalb, weil Rhabarber eher selten pur verspeist wird. Stattdessen wird er mit reichlich Zucker abgeschmeckt, um die Säure auszugleichen. Und damit klettern dann auch die Kalorien nach oben.

 

Worauf gilt es beim Einkauf zu achten?

Rhabarber gibt es in rotfleischigen und in grünfleischigen Sorten. Bei den grünfleischigen Sorten ist der Anteil an Fruchtsäuren höher. Sie schmecken deshalb auch saurer. Die rotfleischigen Sorten sind milder im Geschmack. Sie sind in Supermärkten häufiger zu finden.

Ist der Rhabarber frisch, sind seine Stängel fest, prall und saftig. Auch die Schnittstellen sind noch nicht eingetrocknet oder verfärbt. Wie bei jedem anderen Obst und Gemüse muss auch beim Rhabarber das Herkunftsland ausgewiesen sein.

Wer Wert darauf legt, dass sein Rhabarber aus heimischem Anbau oder sogar aus der eigenen Region stammt, sollte also einen Blick auf das Preisschild oder die Banderole auf dem Gemüse selbst werfen. Auf dem Wochenmarkt lohnt sich die Nachfrage beim Händler. Eine gesetzliche Definition dazu, was Bezeichnungen wie aus der Region oder aus regionalem Anbau konkret bedeuten, gibt es aber nicht.

Heimischer Rhabarber wird im Handel ab April bis Ende Juni angeboten. Importierter Rhabarber ist mitunter etwas länger erhältlich.

 

Wie lange hält sich Rhabarber?

Rhabarber sollte zeitnah nach dem Einkauf verarbeitet werden. Werden die Stangen in ein feuchtes Tuch eingewickelt und im Kühlschrank aufbewahrt, bleiben sie zwei bis drei Tage lang frisch. Ähnlich lange hält sich der Rhabarber im 0-Grad-Fach.

Wer größere Rhabarbermengen aus dem Garten hat und diese nicht gleich verarbeiten kann oder will, kann das Gemüse auch einfrieren. Dazu werden die Stangen geschält und am besten auch gleich in Stücke geschnitten.

 

Wie wird Rhabarber zubereitet?

Ob im Kuchen, als fruchtiger Brotaufstrich, als Kompott oder erfrischende Schorle, im Dessert, als originelle Gemüsebeilage oder als pikantes Chutney: Rhabarber lässt sich vielseitig zubereiten. Dabei werden die Stangen zunächst gründlich unter fließendem Wasser abgewaschen und geschält. Anschließend werden die Enden abgeschnitten und die Stangen in mundgerechte Stücke zerteilt. Danach werden die Rhabarberwürfel wie gewünscht verarbeitet.

Roh sollte Rhabarber aber besser nicht gegessen werden. Denn die enthaltene Oxalsäure kann dazu führen, dass sich die Zähne und die Zunge stumpf und pelzig anfühlen. Beim Garen verflüchtigt sich ein Teil der Säure. Der Rhabarber wird dadurch bekömmlicher und schmeckt zudem auch besser.

 

Rezept für einen Blechkuchen

Eine klassische Zubereitungsform für das gesunde und leckere Saisongemüse ist Rhabarberkuchen. Und wer nun auf den Geschmack gekommen ist, für den haben wir ein Rezept. Der Blechkuchen ist schnell und einfach zubereitet und schmeckt wirklich lecker. Ein Kuchenblech ergibt ungefähr 20 Stücke. Dafür werden folgende Zutaten benötigt:

  • 1 kg Rhabarber
  • 600 g Mehl
  • 200 g Quark
  • 6 EL Milch
  • 1 Ei
  • 60 g Rapsöl
  • 265 g Zucker
  • 1 Tütchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Saft einer Zitrone
  • 120 g Butter
  • 1 TL Zimt

Zuerst wird der Teig zubereitet. Dafür werden der Quark, die Milch, das Ei, das Öl, 90 g Zucker, der Vanillezucker und eine Prise Salz in eine große Schüssel gegeben und gut miteinander verrührt. Anschließend werden 400g Mehl und das Backpulver dazugegeben. Dann werden alle Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig verarbeitet. Der Teig sollte nun etwa eine Viertelstunde lang ruhen.

In der Zwischenzeit wird der Rhabarber abgewaschen, geschält und in kleine Stücke geschnitten. Zum Rhabarber werden der Saft von einer Zitrone und 100 Gramm Zucker gegeben und die drei Zutaten werden miteinander vermengt.

Als dritte Komponente für den Blechkuchen werden Streusel zubereitet. Dazu werden 120 g Butter, 200 g Mehl, 75 g Zucker und ein gestrichener Teelöffel Zimt in eine Schüssel gegeben und rasch zu Streuseln verarbeitet.

Der Backofen kann jetzt schon eingeschaltet und auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt werden. Wird mit Umluft gebacken, reichen 180 Grad.

Nun wird ein Backblech mit wenig Butter eingefettet und mit Mehl bestreut. Anschließend wird das Backblech mit dem Teig ausgelegt. Dabei kann der Teig entweder mit dem Nudelholz ausgerollt oder einfach mit den Händen in Form gebracht und gleichmäßig angedrückt werden. Auf dem Teig wird nun der Rhabarber verteilt. Danach werden die Streusel darüber verstreut. Gebacken wird der Blechkuchen auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten lang.

Tipp: Wer nicht gleich ein ganzes Blech backen möchte, kann den Kuchen auch in einer Springform zubereiten. In diesem Fall werden die Zutaten einfach halbiert.

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