Sommerzeit ist Grillzeit – 7 Tipps für leckeren Grillspaß

Sommerzeit ist Grillzeit – 7 Tipps für leckeren Grillspaß

Sommerzeit ist Grillzeit! Und auf dem Rost lassen sich allerlei Köstlichkeiten zaubern. Neben Klassikern wie Steaks und Würstchen machen auch Fisch, Käse, Gemüse und Obst auf dem Grill eine gute Figur.

Sommer Grillen

Doch beim Grillen kann einiges schiefgehen. Wir haben deshalb sieben Tipps für leckeren Grillspaß zusammengestellt:

 

Tipp Nr. 1: der richtige Grill

Für viele Grillfans gehört ein offenes Holzkohlefeuer unbedingt dazu. Denn das Feuer macht das Grillen authentisch und verleiht dem Grillgut das typische Grillaroma. Andere bevorzugen das Grillen auf einem Gas- oder Elektrogrill.

Hier ist die Vorheizzeit wesentlich kürzer und nach dem Grillen muss keine Asche entsorgt werden. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass bei einem Gas- oder Elektrogrill kein Rauch entsteht. Dadurch kann so ein Grill auch auf dem Balkon genutzt werden und die Gefahr, dass sich gesundheitsschädliche Stoffe bilden, sinkt.

Einweg-Grills sind bestenfalls eine Notlösung für zwischendurch. Es ist zwar praktisch, wenn der Minigrill nach dem Grillen entsorgt werden kann. Aber die Grillfläche ist recht klein und die Grilltemperatur kann kaum gesteuert werden. Zudem verursachen Einweg-Grills viel Müll, der vermeidbar wäre.

 

Tipp Nr. 2: ein sicherer Standort

Egal, welches Grillgerät es wird: Jeder Grill braucht einen Platz, an dem er sicher, stabil und fest steht. Der Grillmeister wiederum sollte mit einer Schürze, Handschuhen und einer Grillzange ausgestattet sein. Sie schützen zuverlässig vor schmerzhaften Fettspritzern und Verbrennungen.

Ein Holzkohlegrill ist sowohl in der Garage als auch in der Wohnung tabu. Das gilt auch dann, wenn die Tür und die Fenster geöffnet sind. Denn durch das Feuer entsteht Kohlenmonoxid, das schlimmstenfalls zu tödlichen Vergiftungen führen kann.

 

Tipp Nr. 3: die Grillkohle

Als Brennmaterial kommen beim Holzkohlegrill entweder Holzkohle oder Grillkohlebriketts zum Einsatz. Am besten wird dabei Kohle verwendet, die in Deutschland hergestellt wurde und mit einem Siegel gekennzeichnet ist, das für nachhaltige Waldbewirtschaftung steht.

Ein solches Siegel ist beispielsweise das FSC-Zeichen. Grillkohle, die nicht weiter gekennzeichnet ist, kann auch aus großflächig gerodeten Urwäldern stammen. Gänzlich verschont bleiben die Wälder, wenn Grillkohle aus Abfallstoffen entsteht. So sind inzwischen Grillbriketts erhältlich, für die beispielsweise Olivenkerne oder Kokosnussschalen verarbeitet wurden.

 

Tipp Nr. 4: die optimale Grilltechnik

Das Holzkohlefeuer muss rechtzeitig entfacht werden. Anschließend sollte die Kohle solange durchglühen, bis eine weiße Ascheschicht entstanden ist. Das Grillgut wird erst dann auf den Grill gelegt, wenn kein Rauch mehr aufsteigt.

Um zu vermeiden, dass Fett in die Glut oder auf die Heizspirale tropft, bieten sich Grillschalen an. Bewährt haben sich Grillschalen aus Aluminium. Umweltfreundlicher sind Grillschalen aus Edelstahl, denn sie können immer wieder verwendet werden.

Für Grillgut, das leicht auseinanderfällt, gibt es zudem spezielles Grillbesteck. Eine schöne Alternative dazu ist, das Grillgut in Backpapier oder Gemüseblätter einzupacken. Zusammen mit anderen Zutaten und Gewürzen entstehen so herrlich aromatische Päckchen, die so gleich optisch ansprechend serviert werden können.

 

Tipp Nr. 5:  Abwechslung auf dem Rost

Als fleischiges Grillgut sind Steaks, Nackenkoteletts, Lendenstücke, Bruststücke von Geflügel und die gute alte Bratwurst Klassiker auf dem Grill. Wer Fisch grillen möchte, ist mit Thunfisch, Lachs und Forelle gut beraten. In Schalen oder als Päckchen kann auch Käse prima auf dem Grill zubereitet werden.

Für Vegetarier und als Beilage bieten sich festfleischige Gemüsesorten wie Kartoffeln, Zucchini, Auberginen, Champignons, Maiskolben, Paprika, Fenchel, Kürbis und Tomaten an. Sie können pur gegrillt oder mit einer leckeren Füllung zubereitet werden.

Gegrilltes Obst schmeckt als Dessert gut. Werden beispielsweise Äpfel und Birnen, Bananen, Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen, Ananas, Mangos oder Erdbeeren für wenige Minuten auf den Rost gelegt, entwickeln sie ein tolles Aroma. Dabei kann das Obst in Stücken gegrillt oder wie Schaschlik aufgespießt werden. Abgerundet werden kann das Grillobst-Dessert durch eine Soße aus geschmolzener Butter, die mit Fruchtsaft oder Rum aromatisiert ist.

Tabu für den Grill ist hingegen Gepökeltes. Kassler, Räucherspeck, Bockwurst, Fleischkäse & Co. enthalten nämlich Nitritpökelsatz, das sich beim Grillen in krebserregendes Nitrosamin umwandeln kann.

 

Tipp Nr. 6: die leckere Würze

Für das richtige Aroma sorgt eine würzige Marinade. Sie wird am besten selbst zubereitet, denn so fallen unnötige Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und andere Zusatzstoffe weg. Dabei sollte die Marinade das Grillgut vollständig bedecken.

Zum Einwirken kommt das eingelegte Grillgut dann in den Kühlschrank. Und hier gilt als Faustregel: Bei Fisch reicht es aus wenn, die Marinade etwa eine halbe Stunde lang einwirkt. Steaks und zarte Filets können wenige Stunden marinieren. Und je dicker das Fleischstück ist, desto länger sollte es in der Marinade eingelegt sein. Das können durchaus auch 24 Stunden sein. Bevor das Grillgut dann auf den Rost gelegt wird, wird die Marinade abgetupft.

Das Grillgut zwischendurch mit Marinade zu bestreichen oder mit Bier zu bespritzen, ist überflüssig. Wurde das Grillgut nicht mariniert, sollte es ganz dünn mit einem hitzebeständigen Öl eingepinselt werden. So trocknet es nicht aus. Außerdem sollte das Grillgut erst nach dem Grillen gesalzen werden. Das Salz entzieht dem Grillgut sonst Wasser.

Dadurch büßen Fleisch oder Fisch an Aroma ein und werden trocken. Kommen Alu-Grillschalen oder Alufolie zum Einsatz, sollte das Grillgut erst auf dem Teller gewürzt werden. Denn Salz und Säuren bewirken, dass sich Aluminium löst und in die Speisen eindringt.

 

Tipp Nr. 7: gute Hygiene ist Pflicht

Tierische Lebensmittel können im rohen Zustand Keime enthalten, die Krankheiten begünstigen können. Sind Fleisch und Fisch nach dem Grillen gut durchgegart, gibt es mit Bakterien keine Probleme. Wichtig ist nur, darauf zu achten, dass keine Keime von rohen auf fertig zubereitete Lebensmittel übertragen werden.

Deshalb müssen die Hände, die Grillwerkzeuge und die Flächen, die Kontakt mit rohen Lebensmitteln hatten, gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Zudem sollten die gegrillten Speisen auf einer frischen Platte serviert werden – und nicht auf dem Teller, auf dem sie vor dem Grillen lagen. Und: Besteht keine Kühlmöglichkeit, sollte bei der Zubereitung von Mayonnaisen und Dips auf rohe Eier verzichtet werden.

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Veröffentlicht von

Dietmar Beinbach & Tina Fachinger

Hier schreiben Tina Fachinger, 36 Jahre alt, Ernährungsberaterin und Dietmar Beinbach, geboren 1968, Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Hobbyköchen und der Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

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