Wissenswertes zu Zitrusfrüchten

Wissenswertes zu Zitrusfrüchten

Orangen, Mandarinen, Grapefruits & Co.: In der kalten Jahreszeit landen Zitrusfrüchte besonders oft auf dem Obstteller. Grund genug, sich die Früchte einmal näher anzuschauen.

Zusammen mit Zitronen machen Orangen, Mandarinen und Grapefruits etwa ein Fünftel unseres Angebots an Frischobst aus. Weltweit werden jedes Jahr über 94 Millionen Tonnen Zitrusfrüchte angebaut und geerntet.

Jeder Deutsche verzehrt pro Jahr durchschnittlich rund 13 Kilogramm Zitrusfrüchte. Dabei werden die Zitrusfrüchte vor allem in der kalten Jahreszeit gerne gegessen. Zitronen und Orangen sind zwar das ganze Jahr über erhältlich, Mandarinen hingegen sind bei uns klassisches Winterobst.

Aber was unterscheidet Mandarinen eigentlich von Clementinen? Woran erkannt man, ob Zitrusfrüchte reif sind? Und wie sollten Zitrusfrüchte gelagert werden?

Wir haben Wissenswertes zu Zitrusfrüchten zusammengetragen!: 

 

Was sind die Unterschiede zwischen den Zitrusfrüchten?

Im Obstregal finden sich Mandarinen, Clementinen und Satsumas. Die Mandarinen sind so etwas wie die Ursprungsfrucht. Sie sind saftig und schmecken sehr aromatisch, mit einer leichten Fruchtsäure. Allerdings haben Mandarinen Kerne. Und weil Verbraucher Früchte ohne Kerne bevorzugen, sind Mandarinen immer seltener anzutreffen.

Clementinen sind eine Kreuzung, die aus den Mandarinen hervorgegangen ist. Sie sind die beliebteste Mandarinenvariante. Clementinen haben so gut wie keine Kerne und schmecken schön süß. Allerdings sind sie nicht ganz so aromatisch wie Mandarinen. Satsumas sind ebenfalls eine Weiterzüchtung der Mandarinen. Auch Satsumas haben fast keine Kerne und werden deshalb mitunter auch als “kernlose Mandarinen” angeboten.

Da Satsumas früher reif sind als Mandarinen und Clementinen, eröffnen sie die Zitrusfrüchte-Saison im Supermarkt. Geschmacklich bleiben Satsumas aber deutlich hinter Mandarinen und Clementinen zurück.

Orangen sind größer als Mandarinen. Sie enthalten genauso viel Vitamin C wie Zitronen, schmecken aber sehr viel süßer. Grapefruits sind noch etwas größer und kennzeichnen sich durch ihren herb-bitteren Geschmack. Die chinesische Variante der Grapefruit ist die Pomelo.

Sie ist recht groß und hat eine dicke Schale. Von allen Zitrusfrüchten enthält die Pomelo am wenigsten Vitamin C und die meisten Kalorien. Kumquats sehen aus wie längliche Mandarinen im Miniformat. Sie werden mit Schale gegessen. Sind die Früchte reif, schmeckt die Schale herb-süß und das Fruchtfleisch säuerlich. Deshalb passen Kumquats nicht nur ins Dessert, sondern machen sich auch im Salat sehr gut.

 

Was steckt in den Zitrusfrüchten?

Zitrusfrüchte liefern B- und C-Vitamine. Mit einer Mandarine ist fast die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C abgedeckt. Daneben enthalten Zitrusfrüchte einige Mineralstoffe, Ballaststoffe und Carotinoide. Außerdem stecken Magnesium und Kupfer in den Früchten.

Dass die im Winter sehr beliebte „heiße Zitrone“ bei Erkältungen hilft, ist allerdings ein Mythos. Das heiße Getränk als solches mag zwar hilfreich sein. Das Vitamin C kann gegen die Erkältung aber nichts ausrichten. Hinzu kommt, dass von dem Vitamin C kaum etwas übrig bleibt: Eine Zitrone ergibt etwa 50 ml Zitronensaft. Darin sind ungefähr 25 mg Vitamin C enthalten, was einem Viertel der empfohlenen Tagesdosis entspricht.

Nun wird der Zitronensaft aber mit heißem Wasser aufgefüllt. Dadurch geht ein Großteil des Vitamins verloren, denn Vitamin C ist hitzeempfindlich und wird bei Temperaturen über 60 Grad Celsius zerstört. Die Zitronensäure im Saft würde das Vitamin C zwar stabilisieren. Durch das Wasser wird der Saft aber so stark verdünnt, dass die Säure nicht mehr viel ausrichten kann.

Als Mittel gegen Erkältungen bringt Vitamin C nichts. Aber dafür hat das Vitamin andere Stärken. So verbessert es beispielsweise die Wundheilung, schützt das Zahnfleisch, unterstützt die Aufnahme von Eisen und fördert die Bildung von Kollagen und anderen körpereigenen Substanzen.

Da der menschliche Körper Vitamin C nicht selbst bilden kann, ist wichtig, dass es durch die Nahrung aufgenommen wird. Vitamin C, das der Körper nicht verwerten kann, scheidet er aus. Wer Diabetes hat oder nierenkrank ist, sollte allerdings etwas aufpassen. Denn hier kann zuviel Vitamin C mehr schaden als nützen.

 

Woran lässt sich erkennen, ob die Zitrusfrüchte reif sind?

Dass Orangen und Mandarinen eine kräftig orange Schale haben und Zitronen gelb sind, sagt nichts über den Reifegrad der Früchte aus. Tatsächlich wird bei der Farbe nachgeholfen, weil Verbraucher an diese Farben gewöhnt sind. Zitronen und Mandarinen sind aber schon dann reif, wenn ihre Schalen noch grün sind.

Kalte Temperaturen führen dazu, dass Chlorophyll abgebaut wird. Die Folge von diesem Abbau ist, dass sich die grünen Schalen gelb oder orange verfärben. Im Prinzip passiert damit bei den Zitrusfrüchten das Gleiche wie beim Laub im Herbst.

Bei reifen Früchten hat die Schale einen leicht matten Glanz. Allerdings kann dieser Glanz auch daher kommen, dass die Früchte mit entsprechenden Mitteln behandelt oder gewachst wurden. Eine pralle, glatte Schale wiederum weist daraufhin, dass die Früchte frisch sind. Je älter die Früchte sind, desto grobporiger wird ihre Schale.

Außerdem fühlen sie sich dann nicht mehr fest, sondern eher weich an. Insgesamt lässt sich von außen aber kaum erkennen, wie reif die Früchte tatsächlich sind und wie aromatisch sie schmecken. Am besten ist deshalb, die Früchte vor dem Kauf zu probieren.

 

Wie sollten Zitrusfrüchte gelagert werden?

Zitrusfrüchte reagieren ziemlich empfindlich auf Kälte. Und als Faustregel gilt: Je sauerer die Frucht ist, desto schlechter kommt sie mit Kälte zurecht. Im Kühlschrank sollten Zitrusfrüchte deshalb nicht gelagert werden. Ideal ist, wenn die Früchte bei etwa zehn Grad in einem dunklen Raum aufbewahrt werden.

Orangen, Limetten und Zitronen aus konventionellem Anbau halten bis zu zwei Monate durch. Gleiches gilt für Grapefruits, die durch die Lagerung außerdem etwas milder werden. Clementinen bleiben ungefähr einen Monat lang frisch, Mandarinen sind nur etwa zwei Wochen lang haltbar. Zitrusfrüchte aus dem Bio-Anbau sind meist schon nach einer Woche hinüber, denn sie werden nicht mit zusätzlichen Konservierungsstoffen behandelt.

Zitrusfrüchte an sich sind recht empfindlich, müssen aber einen längeren Transportweg überstehen. Deshalb werden sie im konventionellen Anbau während der Reifezeit gespritzt, um Schädlinge abzuhalten, und für den Transport noch einmal behandelt, damit sie nicht schimmeln.

Von den Mitteln gelangen zwar nur minimale Spuren durch die Schale in die Frucht und Kontrollen belegen, dass die Grenzwerte regelmäßig eingehalten werden. Trotzdem sollten die Hände nach dem Schälen und vor dem Essen von behandelten Früchten gewaschen werden, um die Rückstände, die an den Fingern haften, nicht mitzuessen.

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