Kleiner Ratgeber zu Backutensilien für die Weihnachtsbäckerei

Kleiner Ratgeber zu Backutensilien für die Weihnachtsbäckerei

In vielen Küchen fällt im November der Startschuss für die Weihnachtsbäckerei. Dabei kommen immer wieder neue Produkte auf den Markt, die die traditionellen, altbewährten Backutensilien ergänzen.

Vanillekipferl, Zimtsterne, Lebkuchen, Butterplätzchen oder hübsch dekorierte Knusperhäuschen: In der Vorweihnachtszeit werden allerlei Köstlichkeiten gebacken. Und wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, schmecken die kleinen Backwerke gleich doppelt so gut.

Beim Backen selbst halten sich viele an Altbewährtes. So gibt es in vielen Familien und Restaurants traditionelle Rezepte, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Auch bei den Hilfsmitteln greifen viele am liebsten zu den Klassikern.

Dabei gibt es immer wieder neue Materialien und Formen, die die Arbeit erleichtern können und neue Möglichkeiten eröffnen. Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden und ausprobieren, mit welchen Gegenständen er am besten zurechtkommt. Als Anregung ist hier aber ein kleiner Ratgeber zu Backutensilien für die Weihnachtsbäckerei.

 

Die Backunterlage

Der Klassiker, um den Teig für die Weihnachtsplätzchen auszurollen, ist ein Backbrett aus Holz. Holz nimmt nicht nur die überschüssige Feuchtigkeit aus dem Teig, sondern im Laufe der Jahre auch etwas von den Fetten auf. Dadurch muss das Holzbrett mit der Zeit immer weniger eingemehlt werden und der Teig bleibt wunderbar geschmeidig, ohne an der Backunterlage anzuhaften.

Nach dem Einsatz reicht es völlig aus, das hölzerne Backbrett mit heißem Wasser abzuspülen, eventuell etwas abzubürsten und langsam trocknen zu lassen. So bilden sich keine Keime auf dem Brett und das Holz reißt nicht. Ganz preiswert ist ein großes Backbrett zwar nicht, aber dafür hält es ein Leben lang. Kleiner Nachteil ist, dass das sperrige Brett recht viel Platz in Anspruch nimmt.

Sehr viel sparender lässt sich eine Silikonmatte verstauen. Eine Ausroll- und Backmatte ist üblicherweise 40 x 60 cm groß. Sie hält Temperaturen zwischen -40° C und +260° C aus, ist geruchsneutral, lebensmittelecht, beständig gegen Obstsäure und kann sowohl in die Mikrowelle als auch in die Spülmaschine. Da eine Silikonmatte weder Nickel noch Zink enthält, kann sie auch von Allergikern verwendet werden.

Nach dem Einsatz wird die Matte gereinigt und kann dann zusammengerollt aufbewahrt werden. Ein Minuspunkt bei der Silikonmatte ist aber, dass es bei ihr nicht ohne Einmehlen geht. Denn ohne etwas Mehl bleibt der Teig haften und je öfter die Matte in Gebrauch war, desto mehr lässt ihre Antihaftwirkung nach.

 

Die Teigrolle

Um den Plätzchenteig auszurollen, stehen Teigrollen in verschiedenen Formen und aus unterschiedlichen Materialien zur Auswahl. Ähnlich wie beim Backbrett ist auch bei der Teigrolle das altbewährte Nudelholz der Klassiker. Ein traditionelles Nudelholz muss nur leicht eingemehlt werden und sorgt für sehr gute Ergebnisse. Wichtig beim Kauf ist nur, darauf zu achten, dass die Teigrolle leicht läuft. Nach dem Benutzen wird das hölzerne Nudelholz mit warmem Wasser abgebürstet und gut getrocknet.

Ebenfalls unkompliziert in der Handhabung und leicht zu reinigen, ist eine Teigrolle aus Edelstahl oder Marmor. Sie bietet den Vorteil, dass sie vor dem Einsatz im Kühlschrank oder Gefrierfach gekühlt werden kann. Dadurch ist sie kalt und der Plätzchenteig erwärmt sich bei der Verarbeitung nicht so schnell. Durch das Gewicht lässt sich der Teig zudem gut ausrollen.

Allerdings wird das Ausrollen mit der Zeit ziemlich anstrengend, eben weil die Teigrolle sehr schwer ist. Eine weitere Alternative ist eine Teigrolle mit Silikonbeschichtung. Sie ist schön leicht und lässt sich gut reinigen. Auch hier ist eine leichte Gängigkeit wichtig. Zudem muss die Teigrolle trotz Silikonbeschichtung mit etwas Mehl eingestaubt werden.

Wer sehr viele Weihnachtsplätzchen backen möchte, kann über eine Teigrolle mit abgewinkelten Griffen nachdenken. Durch die Winkelgriffe lässt sich die Teigrolle gut greifen und der Druck von oben erleichtert das Ausrollen. Da die Handgelenke nicht abgeknickt werden müssen, werden sie zudem geschont.

 

Die Ausstechformen

Neben der Backunterlage und der Teigrolle sind die Ausstechformen das dritte wichtige Backutensil für die Weihnachtsbäckerei. Altbewährte Klassiker dabei sind Ausstechformen aus Weißblech. Sie sind kostengünstig, äußerst robust und in unzähligen Formen erhältlich.

Nachdem der Teig ausgerollt ist, werden die Ausstechformen leicht eingemehlt, in den Teig gedrückt und die ausgestochenen Plätzchen auf das Backblech gesetzt. Ausstechformen aus Weißblech eignen sich vor allem für einfache Motive wie Herzen, Sterne, Monde oder Kreise. Sehr kleine oder filigrane Motive mit Weißblechformen auszustechen, kann äußerst mühsam werden. Um die Formen zu reinigen, werden sie am besten mit etwas Spülmittel von Hand abgewaschen und gut getrocknet. In die Spülmaschine sollten die Formen nicht gegeben werden, denn hier würden sie mit der Zeit Rost ansetzen.

Neben Ausstechformen aus Weißblech gibt es die Formen auch aus Kunststoff. Sie haben ähnliche Eigenschaften, sind aber nicht ganz so robust. Dafür gibt es aus Kunststoff ganze Ausstechplatten. Hier sind mehrere Motive nebeneinander angeordnet und wenn die Platte in den Teig gedrückt wird, werden viele Plätzchen auf einmal ausgestochen. Auch die Kunststoffformen werden am besten von Hand gereinigt.

Seit einigen Jahren halten außerdem elastische Silikonbackformen zunehmend Einzug in die Weihnachtsbäckerei. Der große Pluspunkt ist die Flexibilität der Formen. Das fertige Gebäck lässt sich dadurch leicht aus der Form lösen, indem sie einfach umgestülpt wird. Bei filigranen Backwerken, zerbrechlichen Plätzchen mit einem Loch in der Mitte oder sehr weichen Teigen sind Backformen aus Silikon eine gute Lösung.

Bei klassischen Weihnachtsplätzchen aus Mürbeteig hingegen sind die flexiblen Silikonbackformen weniger gut geeignet. Damit sich das Gebäck problemlos aus der Form löst, sollten Silikonbackformen immer leicht eingefettet werden. Andernfalls ist die Gefahr groß, dass das Backwerk anhaftet.

Nach dem Benutzen können Silikonformen von Hand gewaschen oder in die Spülmaschine gegeben werden. Werden sie in der Spülmaschine gereinigt, ist es aber ratsam, die Formen noch einmal mit klarem Wasser abzuspülen. Reste vom Spülmittel und Klarspüler können die Oberfläche sonst mit der Zeit angreifen.

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Veröffentlicht von

Dietmar Beinbach & Tina Fachinger

Hier schreiben Tina Fachinger, 36 Jahre alt, Ernährungsberaterin und Dietmar Beinbach, geboren 1968, Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Hobbyköchen und der Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

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