So wird der Grill wieder sauber

So wird der Grill wieder sauber

Sommerzeit ist Grillzeit. Doch egal, um welche Art von Grill es sich handelt, und egal ob der Grill im Garten, auf dem heimischen Balkon oder im Restaurant steht, eines haben alle Grills gemeinsam: Nach dem Grillen müssen sie gereinigt werden.

Hier sind Tipps, wie der Grill wieder sauber wird!

Die verschiedenen Varianten vom Grill

Ein Grill ist aus einem hitzefesten und rostfreien Material gefertigt. Je nach Preislage handelt es sich bei diesem Material um verchromtes Stahlblech, Aluguss, Edelstahl oder Stahl mit einer Beschichtung aus Porzellanemaille. Das Gestell besteht meist aus Stahlblech, robuste und mobile Grillstationen kommen auf einem pulverbeschichteten Gestell mit Rädern daher.

 

Direktes Grillen auf dem Holzkohlegrill

Die kostengünstigste Variante ist ein simpler Holzkohlegrill. Er hat eine Grillwanne aus Stahlblech, über der ein verchromter Grillrost befestigt wird. In der etwas edleren Ausführung ist der Grill aus Edelstahl gefertigt und oft mit Windschutzblechen ausgestattet. Auch der Grillrost besteht hier aus Edelstahl.

Auf solchen Grills kann nur direkt gegrillt werden. Direktes Grillen heißt, dass das Grillgut auf den Grillrost gelegt wird und direkt über der Glut gart. Das direkte Grillen eignet sich in erster Linie für Grillgut mit einer kurzen Garzeit. Damit das Grillgut von beiden Seiten kross wird und durchgart, muss es gewendet werden.

Tipp: Das Grillgut sollte erst dann gewendet werden, wenn es sich problemlos auf dem Rost bewegen lässt. Denn zum einen können sich so die gewünschten Röstaromen entwickeln. Und zum anderen ist das enthaltene Eiweiß im Grillgut geronnen und bleibt nicht mehr am Grillrost kleben. So bleiben auch keine Reste zurück, die an- oder verbrennen.

 

Indirektes Grillen auf dem Kugelgrill

Der Kugelgrill besteht aus einer Wanne und einem Deckel. Beide Bauteile sind meist aus porzellanemailliertem Stahl gefertigt. Die Wanne wird mit Holzkohle befüllt und darüber wird eine Fettauffangschale aus Aluminium befestigt. Erst darüber kommt der Grillrost.

Dadurch gart das Grillgut nicht direkt über der Flamme, sondern durch die erhitzte Luft. Deshalb wird diese Grillmethode als indirektes Grillen bezeichnet. Das indirekte Grillen eignet sich für Grillgut, das eine Garzeit von mindestens dreißig Minuten hat.

Ein großer Pluspunkt vom indirekten Grillen ist, dass kein Fett in die Glut tropfen kann. Wird der Deckel des Grills geschlossen, lassen sich die Speisen fast wie in einem Umluftbackofen zubereiten.

 

Der Gasgrill und der Lavasteingrill

Beim Gasgrill kann sofort nach dem Anzünden losgegrillt werden. Denn anders als bei Holzkohle, die erst eine Glut bilden muss, fällt die Vorheizzeit bei einem Gasgrill weg. Kleiner Minuspunkt ist aber, dass das typische Grillaroma, für das die Holzkohle sorgt, beim Grillen auf Gas fehlt. Über die Gaszufuhr kann die Hitze reguliert werden.

Dadurch entsteht viel weniger Rauch. Auf dem Gasgrill kann sowohl direkt als auch indirekt gegrillt werden. Hochwertige Gasgrills verfügen über allerlei Zubehör, so dass hier nicht nur gegrillt, sondern auch gekocht und gebacken werden kann.

Der Lavasteingrill ist eine Abwandlung des Gasgrills. Beim Lavasteingrill werden hühnereigroße Lavasteine in den Grill eingefüllt und von unten erhitzt. Anschließend wird wie gewohnt gegrillt.

 

So wird der Grill wieder sauber

Ist alles Grillgut zubereitet, muss der Grill gründlich gereinigt werden. Das ist zwar mitunter recht mühsam, muss aber sein. Wie der Grill am besten gesäubert werden sollte, hängt davon ab, aus welchem Material er gefertigt ist.

 

Die Reinigung des Grillrostes

Besteht der Grillrost aus verchromtem Stahl, sollte er zunächst mit einer Messingbürste abgebürstet werden. Das Abbürsten sollte erfolgen, solange der Rost noch nicht ganz abgekühlt ist. Auf diese Weise lösen sich die groben Verschmutzungen. Die übrigen Rückstände lassen sich anschließend gut mit warmem Wasser und Spülmittel abwaschen.

Tipp: Ist der Grillrost stark mit Fett verschmutzt, kann der Wasser-Spülmittel-Mischung Soda hinzugefügt werden. Pro Liter Reinigungslösung werden dabei zwei Esslöffel Sodapulver eingerührt. Soda sorgt für eine stärkere Fettlösekraft.

Ein Grillrost aus Edelstahl darf nicht mit einer Messingbürste behandelt werden. Die Messingbürste würde Kratzer verursachen. Ein Edelstahlrost wird stattdessen in einer Lösung aus Wasser, Spülmittel und Soda eingeweicht und anschließend mit einer Edelstahlspirale gereinigt.

Eine gusseiserne Grillplatte ist sehr robust. Sie wird wieder sauber, wenn sie mit Stahlwolle, die mit einer Spülmittel- oder Seifenlösung benetzt ist, abgerieben wird. Gleiches gilt für eine Grillplatte aus Stein.

Tipp:

Je nach Grill kann der Grillrost ganz schön groß sein. Im Spülbecken in der Küche kann er dadurch nicht immer richtig eingeweicht werden. Stattdessen muss eine Waschwanne oder die Badewanne herhalten. Außerdem wird recht viel Wasser verbraucht.

Eine simple, aber effektive Alternative geht so: Nachdem der Rost abgekühlt ist, wird er kurz abgebürstet, um die groben Verschmutzungen zu entfernen. Danach wird er in feuchtes Zeitungspapier eingewickelt und bleibt so über Nacht liegen.

Die Feuchtigkeit lässt die verkrusteten Verschmutzungen aufweichen, während das Zeitungspapier die Fettrückstände aufsaugt. Am nächsten Tag muss der Grillrost nur noch sauber abgewischt werden. Ganz ohne Nachbehandlung geht es also nicht, aber dafür fällt das mühsame Schrubben weg.

 

Die Reinigung der Grillwanne

Asche und glühende Holzkohlereste sollten nach dem Grillen in einen Metalleimer mit Deckel geschaufelt werden. Durch das Verschließen des Eimers erstickt die Glut. Um die Grillwanne zu reinigen, reicht es aus, sie mit einem Handfeger auszufegen oder mit Küchenrolle auszureiben.

 

Die Reinigung der übrigen Teile

Der Deckel und die Fettauffangschale sollten nach jedem Grillen mit heißem Spülmittelwasser ausgewaschen werden. Bei starken Fettrückständen empfiehlt sich wieder die Zugabe von etwas Soda. Besonders bei der Fettauffangschale ist wichtig, dass sie vor dem nächsten Einsatz absolut fettfrei ist. Auch Windschutzbleche sollten mit der Reinigungslösung gesäubert werden.

Aber Achtung: Der Grill sollte abgekühlt sein, bevor er gereinigt wird. Wasser und ein heißer Grill, womöglich noch mit Fettrückständen, vertragen sich nicht! Vorsicht ist auch bei chemischen Grillreinigern geboten. Sie reinigen zwar, enthalten aber Natron- und Kalilauge. Dadurch sind sie sehr aggressiv und können das Material angreifen.

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