Sommergemüse Zucchini und Gurken – Infos und Rezepte

Sommergemüse Zucchini und Gurken – Infos und Rezepte

Zucchini und Gurken sind herrliche Sommergemüse. Sie sind leicht und erfrischend, haben kaum Kalorien und lassen sich zu vielen leckeren Gerichten zubereiten. Doch wann gibt es eigentlich Zucchini und Gurken von heimischen Feldern?

Und in welchen Sorten wird das Sommergemüse angebaut? Im folgenden Beitrag haben wir Infos rund um Zucchini und Gurken zusammengestellt. Und zwei Rezepte mit dem leckeren Sommergemüse gibt’s obendrauf!

 

Zucchini

Zucchini wachsen sehr schnell und üppig. Daher fällt die Ernte reichlich aus. Geerntet werden können Zucchini hierzulande zwischen Juli und Oktober. In der heimischen Küche werden am häufigsten die etwa 15 bis 20 cm langen, länglichen, grünen Früchte verarbeitet. Sie sehen ähnlich aus wie Gurken. Allerdings ist ihr Fleisch fester und weniger saftig. Roh gegessen, haben Zucchini einen leicht nussigen Geschmack.

Je länger Zucchini an der Pflanze bleiben und je größer sie werden, desto fader wird der Geschmack. Zudem kann das Fruchtfleisch pelzig, mitunter auch holzig werden. Neben grünen Zucchini gibt es auch weiße, cremefarbene und gelbe Sorten.

Die Zucchinipflanze bringt nicht nur die Früchte, sondern auch Blüten hervor. Die gelben Blüten sehen toll aus und sind essbar. Ihr Geschmack ist leicht süßlich. Je nachdem, ob es sich um männliche oder weibliche Blüten handelt, sind die Blüten verschieden groß und werden deshalb auch unterschiedlich verwendet.

So sind die weiblichen Blüten größer und eignen sich gut zum Füllen. Die kleineren männlichen Blüten hingegen werden meist durch einen leichten Teig gezogen und in der Friteuse ausgebacken. Bevor Zucchiniblüten zubereitet werden, sollten der Stiel, der Kelch und die Staubblätter entfernt und die Blüten behutsam mit einem feuchten Tuch gesäubert werden.

 

Rezept: Zucchinisuppe

Zucchini können recht vielseitig zubereitet werden. Lecker sind sie beispielsweise als Gemüsebeilage, als Salat, als Auflauf, gegrillt, gefüllt oder paniert und wie Schnitzel gebraten. Aber auch eine Suppe aus Zucchini schmeckt köstlich und kann an heißen Sommertagen durchaus eine vollwertige Mahlzeit sein. Vielen ist sicherlich die klassische Zucchini-Cremesuppe bekannt. Im folgenden Rezept stellen wir eine etwas leichtere Variante vor.

Für vier Personen werden benötigt:

  • 1 kg Zucchini
  • 60 ml Öl
  • 3 Knoblauchzehen
  • 750 ml Fleisch- oder Gemüsebrühe
  • 60 ml Sahne
  • 50 g frisch geriebener Käse, z.B. Parmesan oder Pecorino
  • Salz und Pfeffer
  • frisch gehackte Kräuter nach Wahl zum Verfeinern und als Garnitur

Zunächst werden die Zucchini abgewaschen und in Scheiben geschnitten. Der Knoblauch wird geschält und ebenfalls in Scheiben geschnitten. Dann wird das Öl in einen Kochtopf gegeben und erhitzt. In dem heißen Öl werden nun die Zucchini angebraten. Anschließend wird der Knoblauch hinzugegeben und kurz mitgebraten. Das Gemüse wird dann mit der Brühe aufgefüllt. Die Brühe wird zum Kochen gebracht und sollte etwa zehn Minuten lang leise köcheln.

Wenn die Zucchini weich sind, wird die Suppe vom Herd genommen und püriert. Auf kleiner Flamme und unter Rühren wird nun die Sahne hinzugegeben. Zum Schluss wird der Käse hinzugefügt. Die Suppe sollte nun aber nicht mehr kochen. Dann wird die Suppe mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und nach Wunsch mit frischen Kräutern verfeinert. Als Beilage eignet sich Weißbrot sehr gut.

 

Gurken

Gurken werden auf heimischen Feldern von Juli bis August geerntet. Dabei wird bei Gurken zwischen Salat-, Einmach- und Schmorgurken unterschieden. Salatgurken heißen auch Schlangengurken. Sie sind 30 bis 40 cm lang, wiegen pro Stück um die 500 Gramm und wachsen meist in Gewächshäusern. Ein Abwandlung sind die Minigurken, die nur etwa halb so groß sind. Im Unterschied zu den klassischen Salatgurken sind Minigurken etwas fester und schmecken auch intensiver.

Einmachgurken sind rund 10 cm lang. Sie werden nicht roh gegessen, sondern eingemacht oder eingelegt. Daher kommt auch ihr Name. Je nachdem, wie die Gurken eingemacht sind, wird zwischen Essig-, Salz- und Gewürzgurken unterschieden. Die kleineren, etwa 6 bis 9 cm großen Einmachgurken nennen sich Cornichons.

Als weitere Gurkenart werden Schmorgurken angebaut. Sie haben einen geringeren Wasseranteil, ein festeres Fruchtfleisch und eine dickere Schale als Salatgurken. Dadurch eignen sie sich hervorragend zum Kochen und für Schmorgerichte.

 

Rezept: Gurkenspaghetti

Gurken werden in erster Linie als Salat oder als kalte und warme Suppen zubereitet. In unserem Rezept stellen wir einen leichten, sommerlichen Gurkensalat in zwei Varianten vor. Dafür werden benötigt:

  • 2 Salatgurken
  • für das italienische Dressing: je drei Esslöffel Olivenöl und Zitronensaft sowie 80 g gehobelten Parmesan
  • für das asiatische Dressing: je zwei Esslöffel Sojasauce und süßsaure Sauce, ein Esslöffel Sesamöl und 50 g geröstete Erdnüsse
  • Salz und Pfeffer

Zunächst werden die Gurken zu dünnen, langen Spaghetti geschnitten. Dazu wird einfach mit dem Sparschaler von oben nach unten über die Gurken gefahren. So entstehen automatisch lange, dünne Streifen, die an Spaghetti erinnern.

Als nächstes werden die Dressings zubereitet. Für das italienische Dressing werden je drei Esslöffel Olivenöl und Zitronensaft miteinander verrührt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Eine Hälfte der Gurkenspaghetti wird dann in das Dressing gegeben und gut durchgerührt. Für das asiatische Dressing werden je zwei Esslöffel Soja- und süßsaure Sauce mit einem Esslöffel Sesamöl verquirlt. Da die Saucen und das Öl von sich aus schon sehr aromatisch sind, ist ein Abschmecken mit Salz und Pfeffer meist nicht mehr erforderlich. Die andere Hälfte der Gurkenspaghetti wird hier hineingegeben.

Die Gurkenspaghetti sollten nun etwa 20 Minuten lang in den Dressings marinieren. Kurz vor dem Servieren wird über den italienischen Gurkensalat etwas frischer Parmesan gehobelt. Der asiatisch angemachte Gurkensalat wird mit gerösteten, gehackten Erdnüssen bestreut. Guten Appetit!

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Veröffentlicht von

Dietmar Beinbach & Tina Fachinger

Hier schreiben Tina Fachinger, 36 Jahre alt, Ernährungsberaterin und Dietmar Beinbach, geboren 1968, Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Hobbyköchen und der Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

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