Vollmilch-Schokolade selber machen – so geht’s

Vollmilch-Schokolade selber machen – so geht’s

Natürlich ist es nicht notwendig, Schokolade selbst herzustellen. Schließlich ist die Auswahl an Schokolade riesig, so dass für jeden Geschmack etwas zu finden ist. Und selbst gemachte Schokolade hat einen anderen Schmelz. Das liegt daran, dass das sogenannte Conchieren entfällt. Beim Conchieren wird eine Schokoladenmasse in einem speziellen Gerät sehr lange gerührt, um sie zu veredeln und eine feine, zarte Schokolade zu erhalten.

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Vollmilch-Schokolade selber machen - so geht's

Andererseits gibt es gute Gründe, Schokolade selbst herzustellen. Denn auf diese Weise ist bekannt, was in der Schokolade steckt. Fragwürdige Inhaltsstoffe und zu viel Zucker sind so nicht zu befürchten.

Außerdem kann die eigene Schokolade ganz nach dem persönlichen Geschmack mit verschiedensten Aromen verfeinert werden. So entstehen immer wieder neue Kreationen und das Experimentieren macht viel Spaß.

Und nicht zuletzt ist selbst gemachte Schokolade ein tolles Geschenk mit individueller Note. Eine selbst gestaltete Papierbanderole oder eine hübsche Geschenkschachtel mit originellem Etikett sorgt für die richtige Optik und lässt etwas entstehen, was es so im Laden garantiert nicht zu kaufen gibt.

Vollmilch-Schokolade selber machen – die Zutaten

Das Grundrezept für eine selbstgemachte Schokolade besteht aus nur vier Zutaten:

  • 90 Gramm Kakaobutter

  • 30 Gramm Rohkakaopulver

  • 40 Gramm Vollmilchpulver

  • 40 Gramm Puderzucker

Die genannten Mengen ergeben 200 Gramm Milchschokolade.

Kakaobutter, Rohkakaopulver und Vollmilchpulver sind in gut sortierten Lebensmittelgeschäften, in Bioläden und in Online-Shops erhältlich. Wer möchte, kann anstelle von Rohkakao in Pulverform auch Kakaomasse verwenden. Dadurch erhält die Schokolade einen zarteren Schmelz.

Ansonsten lassen sich die Zutaten nach persönlichem Geschmack abwandeln. Soll die Schokolade zum Beispiel kräftiger und dunkler werden, kann weniger Vollmilchpulver verwendet und durch die gleiche Menge Kakao ersetzt werden. Statt Puderzucker eignet sich zum Beispiel Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup zum Süßen.

Zutaten für eigene Kreationen

Mit den vier genannten Grundzutaten entsteht eine leckere Schokolade. Der pure Geschmack ist mitunter aber etwas langweilig. Zudem ist das Schöne am Selbermachen ja, dass nicht nur unnötige Inhaltsstoffe wegfallen, sondern mit den Aromen gespielt werden kann. Und Schokolade bietet dafür unzählige Möglichkeiten.

So sorgt zum Beispiel Vanille für einen feinen Geschmack, während Zimt oder Lebkuchengewürz eine winterliche Note verleihen. Chilipulver, Pfeffer oder Ingwer bringen eine dezente Schärfe hinein. Auch Koriander macht die Schokolade schön aromatisch.

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Wer Stückchen in seiner Schokolade haben möchte, kann gehackte Nüsse und Mandeln, verschiedene Samen und Kerne, Haferflocken oder Cornflakes verwenden. Fruchtig wird die Schokolade durch Zitronen- oder Orangenschale, Rosinen, Trockenfrüchte oder Lavendelblüten. Interessant ist auch Dattelzucker. Dattelzucker löst sich nämlich nicht auf. Dadurch bleiben kleine, knusprige Stückchen in der Schokolade, die an Karamell erinnern.

Noch ein Tipp

Wer eine vegane Schokolade kreieren möchte, kann anstelle von Vollmilchpulver zu Kokosnuss-Milchpulver greifen. Möglich ist außerdem, das Milchpulver ganz wegzulassen. Dann ist es zwar keine Milchschokolade mehr.

Doch auch eine dunkle Schokolade schmeckt lecker und kann durch etwas mehr Zucker und entsprechende Gewürze überaus aromatisch sein.

Vollmilch-Schokolade selber machen – so geht’s

Die selbstgemachte Schokolade besteht zunächst aus einer dickflüssigen Masse, die zum Festwerden in eine Form gefüllt wird. Dabei gibt es spezielle Formen für Schokoladentafeln aus Silikon oder Blech.

Allerdings ist es nicht notwendig, sich extra solche Formen zu besorgen. Auflaufformen, Eiswürfelbehälter, Vorratsdosen, Backförmchen und ähnliche Gefäße funktionieren genauso gut.

Sind alle Zutaten griffbereit, kann es losgehen:

  • Zunächst die Kakaobutter in eine Schüssel geben und im Wasserbad bei kleiner Temperatur langsam erwärmen, bis die Kakaobutter geschmolzen ist. Dabei immer wieder umrühren.

  • Dann die Schüssel aus dem Wasserbad nehmen und den Kakao, das Vollmilchpulver und den Puderzucker portionsweise unterrühren. Wer möchte, kann die Masse außerdem mit Gewürzen abschmecken.

  • Nun solange weiterrühren, bis eine gleichmäßige und cremige Masse ohne Klümpchen entstanden ist. Sollten sich die Pulver nicht richtig auflösen wollen, hilft der Pürierstab weiter.

  • Die Schokoladenmasse muss solange gerührt werden, bis sie deutlich abgekühlt ist und spürbar zähflüssig wird.

  • Damit sich die Schokolade später leichter löst, die Formen mit kalten Wasser ausspülen und gut abschütteln, aber nicht abtrocknen. Dann die Schokoladenmasse in die Formen einfüllen. Nach Wunsch jetzt noch mit gröberen Zutaten wie gehackten Nüssen, Haferflocken oder getrockneten Früchten bestreuen.

  • Die Schokolade zum Festwerden für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.

Ist die Schokolade ausgehärtet, kann sie aus den Formen gelöst werden. In Folie verpackt oder in Vorratsgefäße gelegt, bleibt sie bei kühler und trockener Lagerung mehrere Wochen lang haltbar.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Hier schreiben Tina Fachinger, 36 Jahre alt, Ernährungsberaterin und Dietmar Beinbach, geboren 1968, Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Hobbyköchen und der Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

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