Pasta mal anders: Nudelsorten aus Japan
Wenn wir an Nudelgerichte denken, haben wir meistens italienische Pasta vor Augen. Die japanische Küche hingegen bringen wir in erster Linie mit Sushi in Verbindung. Dabei gibt es einige Nudelsorten aus Japan, die sich längst zu Exportschlagern entwickelt haben und auch hierzulande immer mehr Fans finden. In der traditionellen Küche Japans spielen Nudelgerichte eine wichtige Rolle. Während sie im Winter heiß gegessen werden, werden sie im Sommer auch gerne kalt serviert.

Gleichzeitig gibt es eine große Vielfalt an Nudelsorten, die sich in der Zusammensetzung der Zutaten und dadurch auch im Geschmack und in der Konsistenz voneinander unterscheiden.
Wir stellen dir einige Nudelsorten aus Japan vor und zeigen dir, wie du sie verwenden kannst:
Inhalt
Ramen
Ramen dürften die japanischen Nudeln sein, die außerhalb des Landes am bekanntesten sind. Und das, obwohl Ramen ursprünglich aus China stammen. Hergestellt werden Ramen meist aus Weizenmehl, Wasser und Salz.
Dazu kommt Kansui, ein spezielles alkalisches Wasser, das den Nudeln ihre typische gelbliche Farbe und die leicht zähe Konsistenz verleiht.
Hierzulande wird oft nicht nur die Nudelsorte, sondern auch die japanische Nudelsuppe als Ramen bezeichnet.
In den USA wiederum steht der Name als Oberbegriff für asiatische Instantnudeln im Allgemeinen, unabhängig davon, ob es sich um ein Produkt oder Rezept aus Japan handelt oder nicht.
Ramen gehören in Japan zu den Nudelsorten, die am häufigsten gegessen werden. Allerdings werden sie überwiegend außer Haus konsumiert, weil ihre Zubereitung recht aufwändig ist.
Serviert werden die Nudeln so gut wie immer in einer Brühe, zum Beispiel aus Schweineknochen, mit Sojasoße, Salz oder Miso.
Typische Einlagen in der Nudelsuppe sind Fleisch, Ei, Algen und verschiedenes Gemüse. Tatsächlich hat jede Region in Japan ihre eigene Variante der Ramen-Suppe.
Udon
Udon sind dicke und weiche Nudeln aus Weizenmehl mit einer elastischen Konsistenz. Weil die Nudeln kaum einen Eigengeschmack haben, eignen sie sich optimal als Grundlage für viele Gerichte.
In Japan ist die Nudelsorte vor allem im Alltag sehr beliebt. Denn Udon sind preiswert, lassen sich schnell zubereiten und können sowohl warm als auch kalt gegessen werden.
Udon werden gerne in einer heißen Brühe serviert, die mit Frühlingszwiebeln, Tofu, Tempura oder Ei verfeinert ist. Im Sommer sind die Nudeln auch in kalter Form mit einem Dip beliebt. Außerdem eignen sich Udon für Gerichte mit gebratenen Nudeln.
Japanische Nudelpfanne mit Udon
Mit Udon kannst du ein leckeres Pfannengericht zaubern, das in wenigen Minuten fertig ist.
Für zwei Portionen nimmst du etwa 400 Gramm Gemüse deiner Wahl, putzt oder schälst es und schneidest es in Würfel.
Außerdem würfelst du eine mittelgroße Zwiebel und zwei Knoblauchzehen. Dann brätst du das Gemüse, die Zwiebel und den Knoblauch mit wenig Öl etwa fünf Minuten lang in einer Pfanne an.
Anschließend schneidest du etwa 130 Gramm Tofu in Würfel und brätst ihn zusammen mit dem Gemüse ein paar weitere Minuten lang an.
In der Zwischenzeit kochst du zwei Portionen Udon nach der Anleitung auf der Verpackung.
In einer kleinen Schüssel verrührst du je zwei Esslöffel Sojasoße und Hoisinsoße sowie je einen Esslöffel Zucker und Weißweinessig miteinander. Die Soße kannst du noch mit etwas Salz und einem Schuss Nudelwasser abschmecken.
Zum Schluss gibst du die Nudeln und die Soße zum Gemüse in die Pfanne und verrührst alles miteinander. Guten Appetit!
Soba
Soba bestehen traditionell aus Buchweizenmehl. Oft wird für eine bessere Bindung aber etwas Weizenmehl hinzugefügt. Die Nudeln sind dünner als Udon und haben ein leicht nussiges Aroma.
Soba kannst du warm in einer Brühe essen. An heißen Sommertagen schmecken die Nudeln aber auch kalt mit einem Dip aus Sojasoße köstlich.

Weitere Nudelsorten aus Japan
Neben Ramen, Udon und Soba, die auch in unseren Breitengraden inzwischen recht bekannt sind, gibt es noch eine ganze Reihe anderer Nudelsorten. Dazu gehören zum Beispiel Somen.
Somen sind sehr dünne Weizennudeln mit einer kurzen Garzeit, die vor allem im Sommer als kaltes Gericht mit einem Dip aus Dashi beliebt sind.
Auch die etwas dickeren Hiyamugi werden überwiegend kalt gegessen. Serviert werden sie mit einem Dip aus Dashi, Sojasoße und Mirin.
Shirataki wiederum werden aus dem Mehl der Konjakwurzel hergestellt. Die durchsichtigen Nudeln haben fast keine Kalorien.
Weil sie recht neutral schmecken, aber Soßen gut aufnehmen, werden sie überwiegend für Eintöpfe verwendet.
Ebenfalls durchsichtige Glasnudeln sind Harusame. Sie bestehen aus Mungbohnen- oder Kartoffelstärke und eignen sich für Suppen genauso gut wie für Salate und gebratene Gerichte.
Wie gesund sind japanische Nudeln?
Japanische Nudeln sind nicht nur vielseitig, sondern lassen sich auch gut in eine ausgewogene Ernährung integrieren.
So punkten zum Beispiel Soba mit einem hohen Gehalt an Proteinen, Ballaststoffen und wenig Fett.
Shirataki haben praktisch keine Kalorien, wodurch sie sich gut eignen, wenn du eine Diät machst oder dich Low Carb ernährst.
Harusame sind glutenfrei und leicht verdaulich, was sie zu einer interessanten Alternative macht, wenn du Unverträglichkeiten hast.
Ramen und Udon wiederum sind energiereich und machen satt. So werden sie zum leckeren Soulfood an kalten Wintertagen oder nach körperlicher Anstrengung.
Wie gesund ein Gericht am Ende ist, hängt aber natürlich nicht nur von den Nudeln, sondern der ganzen Zubereitung ab. Verwendest du frische Zutaten, viel Gemüse und wenig Salz, steht einer ausgewogenen Mahlzeit nichts im Wege.
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