Mindestumsatz- & Break-even-Rechner Gastronomie

Break-even Gastronomie berechnen: Mindestumsatz, Gästezahl und Gewinnschwelle

Wer in der Gastronomie erfolgreich wirtschaften will, braucht mehr als gute Auslastung und zufriedene Gäste. Entscheidend ist die Frage, ab welchem Umsatz die laufenden Kosten tatsächlich gedeckt sind und ab wann aus Umsatz auch Gewinn wird.

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Genau hier setzt der Mindestumsatz- und Break-even-Rechner an: Er übersetzt Fixkosten, Wareneinsatz, Personalkosten, Durchschnittsbon und Auslastung in konkrete Zielwerte für den Betriebsalltag. So wird aus einer abstrakten Gewinnschwelle eine greifbare Orientierung dafür, wie viele Gäste, wie viel Tagesumsatz und welcher Monatsumsatz notwendig sind, damit sich der Betrieb wirtschaftlich trägt.

Gastronomie-Kalkulation

Mindestumsatz und Break-even in der Gastronomie berechnen

Mit diesem Rechner können Gastronomiebetriebe abschätzen, welchen Monats- und Tagesumsatz sie mindestens benötigen, um ihre eingegebenen Fixkosten und variablen Kosten zu decken. Zusätzlich werden die erforderliche Gästezahl, die notwendige Sitzplatzauslastung, ein gewünschter Zielgewinn und verschiedene wirtschaftliche Szenarien betrachtet.

Anders als eine einfache Gewinnschwellenrechnung verbindet das Tool Kostenstruktur, Öffnungstage, Durchschnittsbon, Sitzplätze und Sitzplatzumschlag miteinander. Dadurch lässt sich die berechnete Umsatzschwelle in konkrete betriebliche Zielwerte übersetzen.

Was der Rechner auswertet

  • Break-even-Umsatz Monatlichen und täglichen Mindestumsatz zur Deckung der eingegebenen Kosten berechnen.
  • Erforderliche Gästezahl Ermitteln, wie viele Gäste pro Monat und Öffnungstag bei dem angegebenen Durchschnittsbon benötigt werden.
  • Sitzplatzauslastung Die notwendige Auslastung aus Sitzplätzen, möglichem Sitzplatzumschlag und erforderlicher Gästezahl ableiten.
  • Zielgewinn Berechnen, welcher Umsatz für einen selbst festgelegten monatlichen Gewinn erforderlich wäre.
  • Sicherheitsabstand Vergleichen, wie weit ein geplanter oder aktueller Monatsumsatz über oder unter der Gewinnschwelle liegt.
  • Szenarien und Sensitivität Auswirkungen veränderter Gästezahlen, Kosten und Durchschnittsbons auf Umsatz und Ergebnis untersuchen.

So nutzen Sie den Break-even-Rechner

  1. Kostenstruktur eintragen Geben Sie monatliche Fixkosten sowie die prozentualen variablen Kosten für Wareneinsatz, Personal und weitere Kosten ein.
  2. Betriebsdaten ergänzen Tragen Sie Öffnungstage, Durchschnittsbon, Sitzplätze und den möglichen Sitzplatzumschlag ein.
  3. Planwerte festlegen Ergänzen Sie einen geplanten Monatsumsatz und auf Wunsch einen gewünschten Zielgewinn.
  4. Ergebnisse und Szenarien vergleichen Prüfen Sie Gewinnschwelle, Gästeziele, Auslastung, Sicherheitsabstand und mögliche Veränderungen wichtiger Einflussgrößen.

Ihre Angaben für die Berechnung

Die folgenden Felder sind mit Beispielwerten vorbelegt. Sie können sämtliche Werte durch eigene Betriebsdaten ersetzen.

1. Monatliche Kostenstruktur

Regelmäßig anfallende Kosten, die nicht unmittelbar mit der Zahl der verkauften Speisen oder Getränke schwanken, zum Beispiel Miete, Versicherungen oder feste Grundkosten.

Anteil des Wareneinsatzes am Umsatz. Beispiel: 30 Prozent bedeuten 30 Euro Wareneinsatz je 100 Euro Umsatz.

Hier sollten nur Personalkosten berücksichtigt werden, die in der Modellrechnung mit dem Umsatz oder der Auslastung variieren. Bereits in den Fixkosten enthaltene Beträge dürfen nicht doppelt erfasst werden.

Weitere umsatzabhängige Kosten, beispielsweise bestimmte Zahlungsgebühren, Verpackungen oder andere variable Aufwendungen.

Wichtig für die Berechnung

Wareneinsatzquote, variable Personalkosten und sonstige variable Kosten müssen zusammen unter 100 Prozent liegen. Andernfalls verbleibt kein positiver Deckungsbeitrag zur Deckung der Fixkosten.

2. Öffnung, Gäste und Kapazität

Anzahl der Tage, an denen der Betrieb im betrachteten Monat tatsächlich geöffnet ist.

Durchschnittlicher Umsatz je Gast einschließlich der berücksichtigten Speisen und Getränke.

Für die Auslastungsberechnung wird die Zahl der tatsächlich nutzbaren Gästesitzplätze verwendet.

Der Wert beschreibt, wie oft ein Sitzplatz an einem durchschnittlichen Öffnungstag verkauft beziehungsweise neu belegt werden kann. Bei 60 Sitzplätzen und 1,8 Belegungen ergibt sich eine rechnerische Tageskapazität von 108 Gästen.

3. Umsatzplanung und Zielgewinn

Dieser Wert wird für den Vergleich mit der Gewinnschwelle, die Ergebnisprognose und den Sicherheitsabstand benötigt.

Der Rechner ermittelt zusätzlich den Umsatz, der bei der angegebenen Kostenstruktur notwendig wäre, um diesen Zielgewinn zu erreichen.

Die aktuell angezeigte Beispielauswertung basiert auf den voreingestellten Beispielwerten.

Beispielauswertung

Break-even, Gästeziel und Auslastung

Mit den voreingestellten Beispielwerten von 30.000 Euro Fixkosten, 47 Prozent variablen Gesamtkosten und einem Durchschnittsbon von 32 Euro ergibt sich folgende Modellrechnung.

Deckungsbeitragsquote

53,0 %

Anteil des Umsatzes, der nach Abzug der eingegebenen variablen Kosten zur Deckung von Fixkosten und Gewinn verbleibt.

Monatlicher Break-even-Umsatz

56.603,77 €

Ab diesem Monatsumsatz sind die in der Modellrechnung berücksichtigten Fixkosten und variablen Kosten gedeckt.

Mindestumsatz je Öffnungstag

2.177,07 €

Rechnerischer durchschnittlicher Tagesumsatz, der bei 26 Öffnungstagen zur Erreichung der Gewinnschwelle notwendig wäre.

Erforderliche Gäste pro Monat

1.769 Gäste

Gästezahl, die bei einem durchschnittlichen Bon von 32 Euro ungefähr für den Break-even benötigt wird.

Erforderliche Gäste je Öffnungstag

68,0 Gäste

Durchschnittliche tägliche Gästezahl zur Erreichung des berechneten Mindestumsatzes.

Notwendige Sitzplatzauslastung

63,0 %

Verhältnis der erforderlichen Gästezahl zur rechnerischen Tageskapazität aus Sitzplätzen und möglichen Belegungen.

Gäste je Sitzplatz und Öffnungstag

1,13

Durchschnittlich notwendige Zahl verkaufter Plätze je vorhandenem Sitzplatz und Öffnungstag.

Umsatz für den gewünschten Zielgewinn

66.037,74 €

Erforderlicher Monatsumsatz, um bei unveränderter Kostenstruktur zusätzlich einen Zielgewinn von 5.000 Euro zu erreichen.

Rechnerisches Ergebnis bei Planumsatz

7.100,00 €

Modelliertes Ergebnis bei 70.000 Euro Monatsumsatz nach Abzug der angegebenen variablen Kosten und Fixkosten.

Sicherheitsabstand zur Gewinnschwelle

Der Sicherheitsabstand zeigt, wie stark der geplante Umsatz rechnerisch sinken könnte, bevor die Break-even-Schwelle erreicht wird.

Abstand in Euro 13.396,23 €
Sicherheitsmarge 19,1 %

Im Beispiel liegt der geplante Monatsumsatz von 70.000 Euro rund 13.396 Euro über der Gewinnschwelle. Das entspricht einer Sicherheitsmarge von etwa 19,1 Prozent des geplanten Umsatzes.

Drei Szenarien für die Betriebsplanung

Einzelne Veränderungen können das Ergebnis deutlich beeinflussen. Die folgenden Beispielrechnungen zeigen drei typische Sensitivitäten bei ansonsten unveränderten Annahmen.

10 % weniger Gäste

Bei unverändertem Durchschnittsbon sinkt der angenommene Monatsumsatz im Beispiel von 70.000 Euro auf 63.000 Euro.

Neuer Monatsumsatz
63.000,00 €
Rechnerisches Ergebnis
3.390,00 €
5 % höherer Wareneinsatz

Für dieses Szenario wird die eingegebene Wareneinsatzquote relativ um fünf Prozent erhöht. Aus 30 Prozent werden im Beispiel 31,5 Prozent.

Neue Wareneinsatzquote
31,5 %
Neues rechnerisches Ergebnis
6.050,00 €
Neuer Break-even-Umsatz
58.252,43 €
2 € höherer Durchschnittsbon

Steigt der Durchschnittsbon im Beispiel von 32 auf 34 Euro und bleibt die zugrunde gelegte Gästezahl unverändert, erhöht sich der Monatsumsatz entsprechend.

Neuer Monatsumsatz
74.375,00 €
Rechnerisches Ergebnis
9.418,75 €

Sensitivitätsmatrix: Gästezahl und Durchschnittsbon

Die Matrix kombiniert unterschiedliche Gästezahlen mit einem um zwei Euro niedrigeren, unveränderten oder um zwei Euro höheren Durchschnittsbon. Angezeigt wird der daraus resultierende Monatsumsatz.

Beispielrechnung auf Basis von 70.000 Euro Planumsatz, 32 Euro Durchschnittsbon und 26 Öffnungstagen
Gäste-Szenario Bon −2 € 30 € Ausgangsbon 32 € Bon +2 € 34 €
20 % weniger Gäste ca. 67,3 Gäste/Tag 52.500 € unter Break-even 56.000 € unter Break-even 59.500 € über Break-even
Ausgangswert Gäste ca. 84,1 Gäste/Tag 65.625 € über Break-even 70.000 € über Break-even 74.375 € über Break-even
20 % mehr Gäste ca. 101,0 Gäste/Tag 78.750 € über Break-even 84.000 € über Break-even 89.250 € über Break-even

Die Sensitivitätsmatrix ist keine Umsatzprognose. Sie macht sichtbar, wie stark zwei wichtige Stellgrößen gemeinsam auf den Monatsumsatz wirken können.

Wie wird der Break-even in diesem Rechner berechnet?

Grundlage ist eine vereinfachte Deckungsbeitragsrechnung. Zunächst werden die eingegebenen variablen Kostenquoten vom Umsatz abgezogen. Der verbleibende Anteil ist die Deckungsbeitragsquote. Aus ihr lässt sich berechnen, welcher Umsatz erforderlich ist, um die monatlichen Fixkosten zu decken.

Variable Gesamtkostenquote
Wareneinsatzquote + variable Personalkostenquote + sonstige variable Kostenquote
Deckungsbeitragsquote
100 % − variable Gesamtkostenquote
Break-even-Umsatz
Fixkosten ÷ Deckungsbeitragsquote als Dezimalwert
Mindestumsatz je Öffnungstag
Monatlicher Break-even-Umsatz ÷ Öffnungstage
Erforderliche Gästezahl
Break-even-Umsatz ÷ durchschnittlicher Umsatz je Gast
Rechnerische Gästekapazität pro Tag
Sitzplätze × mögliche Sitzplatzbelegungen je Öffnungstag
Notwendige Auslastung
Erforderliche Gäste pro Tag ÷ rechnerische Gästekapazität pro Tag × 100
Umsatz für einen Zielgewinn
(Fixkosten + gewünschter Zielgewinn) ÷ Deckungsbeitragsquote als Dezimalwert
Sicherheitsmarge
(Planumsatz − Break-even-Umsatz) ÷ Planumsatz × 100

Beispiel: Welchen Mindestumsatz braucht ein Restaurant?

Ein Restaurant kalkuliert beispielhaft mit 30.000 Euro monatlichen Fixkosten. Der Wareneinsatz beträgt 30 Prozent des Umsatzes, variable Personalkosten 12 Prozent und weitere variable Kosten 5 Prozent. Damit verbleibt eine Deckungsbeitragsquote von 53 Prozent.

Die rechnerische Gewinnschwelle liegt unter diesen Annahmen bei rund 56.604 Euro Monatsumsatz. Bei 26 Öffnungstagen entsprechen das etwa 2.177 Euro Umsatz pro Öffnungstag.

Bei einem Durchschnittsbon von 32 Euro wären ungefähr 1.769 Gäste pro Monat beziehungsweise 68 Gäste pro Öffnungstag erforderlich. Stehen 60 Sitzplätze zur Verfügung und können diese im Durchschnitt 1,8-mal pro Tag belegt werden, beträgt die rechnerisch notwendige Auslastung rund 63 Prozent.

Soll zusätzlich ein monatlicher Zielgewinn von 5.000 Euro erreicht werden, steigt der notwendige Monatsumsatz in diesem Beispiel auf ungefähr 66.038 Euro.

Häufige Fragen zum Break-even in der Gastronomie

Was bedeutet Break-even in der Gastronomie?

Der Break-even bezeichnet in dieser Modellrechnung den Umsatzpunkt, an dem die berücksichtigten Fixkosten und variablen Kosten genau gedeckt sind. Das rechnerische Ergebnis beträgt an dieser Schwelle null. Erst oberhalb der Gewinnschwelle entsteht unter den eingegebenen Annahmen ein positiver Ergebnisbeitrag.

Was ist der Unterschied zwischen Mindestumsatz und Zielumsatz?

Der Mindestumsatz entspricht hier dem Umsatz zur Deckung der eingegebenen Kosten. Ein Zielumsatz kann höher liegen, weil zusätzlich ein gewünschter Gewinn, ein Sicherheitspuffer oder weitere betriebliche Ziele berücksichtigt werden sollen.

Warum braucht der Rechner einen Durchschnittsbon?

Erst der durchschnittliche Umsatz pro Gast ermöglicht es, den erforderlichen Mindestumsatz in eine ungefähre Gästezahl zu übersetzen. Dadurch wird aus einer reinen Umsatzgröße ein konkreteres Tagesziel für den Restaurantbetrieb.

Wie wird die notwendige Auslastung berechnet?

Zunächst wird aus Sitzplätzen und möglichen Belegungen je Öffnungstag eine rechnerische Gästekapazität ermittelt. Die für den Break-even benötigte tägliche Gästezahl wird anschließend mit dieser Kapazität verglichen.

60 Sitzplätze bei 1,8 möglichen Belegungen entsprechen beispielsweise einer rechnerischen Kapazität von 108 Gästen pro Tag. Werden für den Break-even 68 Gäste benötigt, entspricht das ungefähr 63 Prozent dieser Kapazität.

Welche Kosten gehören in die variablen Kosten?

Für diese Berechnung sind Kosten relevant, die sich mit Umsatz, Absatz oder Auslastung verändern. Dazu kann insbesondere der Wareneinsatz gehören. Weitere Positionen hängen von der individuellen Kostenstruktur des Betriebs ab. Entscheidend ist, dass dieselben Kosten nicht gleichzeitig als Fixkosten und als variable Kosten berücksichtigt werden.

Was bedeutet eine Sicherheitsmarge von 20 Prozent?

Eine Sicherheitsmarge von ungefähr 20 Prozent bedeutet in dieser Berechnung, dass der zugrunde gelegte Planumsatz um etwa 20 Prozent sinken könnte, bevor die berechnete Gewinnschwelle erreicht wird. Eine geringe oder negative Marge weist auf einen entsprechend kleinen beziehungsweise nicht vorhandenen Abstand zum Break-even hin.

Kann der Rechner eine betriebswirtschaftliche Beratung ersetzen?

Nein. Das Tool ist eine Modell- und Planungshilfe. Die Qualität der Ergebnisse hängt von der korrekten Zuordnung und Aktualität der eingegebenen Kosten- und Umsatzdaten ab. Individuelle Besonderheiten eines Gastronomiebetriebs können eine weitergehende betriebswirtschaftliche Prüfung erforderlich machen.

Datenschutz und lokale Berechnung

Die Berechnung dieses Tools ist für eine lokale Verarbeitung im Browser vorgesehen. Die eingegebenen Kalkulationswerte müssen dafür nicht an einen externen Berechnungsdienst oder eine externe API übertragen werden.

Das Tool benötigt keine Dokument-, Datei- oder Bild-Uploads und keine externe Bibliothek für die eigentliche Berechnung.

Hinweis zur Modellrechnung: Der Rechner arbeitet mit Durchschnittswerten und den vom Nutzer eingegebenen Kostenquoten. Sonderfaktoren wie unterschiedliche Deckungsbeiträge einzelner Warengruppen, Steuereffekte, Finanzierung, saisonale Schwankungen oder außergewöhnliche Kosten werden nicht automatisch berücksichtigt.

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