Infos und Tipps zu Lebensmittelgruppen

Infos und Tipps zu Lebensmittelgruppen

Zum Thema Ernährung gibt es eine schier grenzenlose Fülle an Informationen. Unzählige Berichte und Ratgeber erklären, wer wann was in welchen Mengen essen sollte. Sie listen auf, welche Speisen unbedingt auf den Speiseplan gehören und welche Lebensmittel besser gemieden werden sollten. Außerdem kommen regelmäßig neue Trends in Sachen Ernährungskonzepte und Diäten zur Sprache.

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Infos und Tipps zu Lebensmittelgruppen

Die vielfältigen Informationen können aber mitunter ziemlich verwirren. Zumal sich die Ratschläge immer wieder ändern. Was kürzlich noch als optimale, gesunde und ausgewogene Ernährung gefeiert wurde, kann mit dem nächsten Ernährungstrend schon wieder kalter Kaffee sein.

Die große Auswahl in den Supermärkten und auf den Speisekarten von Restaurants macht es auch nicht unbedingt leichter, den Überblick zu bewahren.

Deshalb kann es sehr hilfreich sein, sich auf die Grundlagen der Ernährung zu besinnen. Dabei wiederum bietet der sogenannte Ernährungskreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. eine Orientierungshilfe.

Infos und Tipps zu Lebensmittelgruppen nach dem Ernährungskreis

Der Ernährungskreis teilt Nahrungsmittel in sieben Gruppen ein. Jede dieser Lebensmittelgruppen steuert Nährstoffe bei, die der Körper braucht. Werden Lebensmittel aus den verschiedenen Gruppen sinnvoll miteinander kombiniert, ergibt sich automatisch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen.

Die Einteilung in Lebensmittelgruppen verfolgt nicht das Ziel, ein starres Ernährungskonzept vorzugeben. Die Idee ist vielmehr, eine Orientierung dafür zu bieten, wie Nahrungsmittel eingeteilt werden können und wie viel der menschliche Körper von den einzelnen Lebensmittelgruppen benötigt. Letzteres ist und bleibt aber ein Thema, das jede Menge Diskussionsstoff liefert.

Wir stellen die verschiedenen Lebensmittelgruppen in den folgenden Abschnitten vor. Dabei fassen wir Obst und Gemüse zu einer Gruppe zusammen. Eine Lebensmittelgruppe, nämlich die der Getränke, lassen wir weg.

Denn was Getränke angeht, sind sich die Experten weitestgehend einig, dass ein Erwachsener etwa 1,5 Liter Wasser oder ungesüßten Tee trinken sollte.

Getreideprodukte und Kartoffeln

Bei Produkten aus Getreide und Kartoffeln geht es in erster Linie um die Kohlenhydrate. Sie haben keinen besonders guten Ruf und diverse Diäten basieren darauf, Kohlenhydrate deutlich zu reduzieren oder sogar komplett zu meiden. Tatsächlich sind Kohlenhydrate aber sehr wichtige Nährstoffe und unentbehrliche Lieferanten von Energie.

In diese Lebensmittelgruppe gehören Kartoffeln und Getreideprodukte wie Brot, Nudeln, Reis und Haferflocken. Experten raten dazu, zu Vollkorn-Varianten zu greifen. Sie enthalten weniger Zusätze von Fetten, Salz und Zucker, dafür aber mehr Ballaststoffe.

Dadurch wird die Energie langsamer freigesetzt. Das Sättigungsgefühl hält länger an, der Energiehaushalt bleibt konstanter und Heißhungerattacken werden seltener.

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Obst, Gemüse und Salat

Was Obst und Gemüse angeht, dürfen es gerne fünf Portionen täglich sein. Als Ersatz für Süßigkeiten und Knabbereien geht auch mehr in Ordnung. Obst und Gemüse enthalten verschiedenste Vitamine und Mineralien. Deshalb fördern sie die gesunde Entwicklung des Körpers und stärken das Immunsystem.

Damit die wertvollen Lebensmittel ihre Stärken voll ausspielen können, sollte Obst frisch sein und nach Möglichkeit mit Schale gegessen werden. Beim Gemüse hat es sich bewährt, gegartes Gemüse mit Rohkost und Salaten zu kombinieren.

Milch und Milchprodukte

Weil der menschliche Körper besonders für gesunde Knochen und Zähne Kalzium braucht, bilden Milch und Milchprodukte eine eigene Lebensmittelgruppe. Allerdings gehen die Meinungen hier auseinander.

Milchprodukte sind in die Kritik geraten, weil in ihnen oft große Mengen an gesättigten und somit ungesunden Fetten stecken. Hinzu kommt, dass viele Leute Milch nicht gut vertragen.

Inzwischen sind aber viele pflanzliche Alternativen erhältlich, die genauso viel oder sogar noch mehr Kalzium enthalten als Milch. Soja, Milchgetränke auf Nussbasis, Bohnen, Hülsenfrüchte oder Kohl sind ein paar Beispiele.

Andererseits ist es nicht notwendig, auf Käse, Joghurt, Sahne oder Butter zu verzichten. Wer es mit den Mengen nicht übertreibt, kann es sich bedenkenlos schmecken lassen. Außerdem können auch die fettarmen Varianten einen Versuch wert sein.

Fleisch, Wurst, Fisch und Eier

In dieser Lebensmittelgruppe stehen die Proteine, also Eiweiße, im Vordergrund. Experten empfehlen, bis zu 600 Gramm fettarme Fleisch- und Wurstwaren, je eine Portion mageren und fettreichen Fisch und bis zu drei Eier pro Woche zu essen.

Die Alternative zu tierischen Eiweißen sind pflanzliche Proteine. Bohnen, Hülsenfrüchte, Samen und Sprossen, aber auch grüne Gemüse wie Brokkoli und Spinat sind hier gute Lieferanten.

Fette

Auch Fette zählen zu den Nahrungsmitteln, die der Körper braucht, damit er gesund und leistungsfähig bleibt. Wichtig ist nur, die Menge im Blick zu behalten und hauptsächlich auf gute, ungesättigte Fette zu achten.

Ein- und mehrfach ungesättigte Fette senken den Cholesterinspiegel, halten die Hormone im Gleichgewicht, unterstützen einen gesunden Stoffwechsel und können sogar das Hautbild verbessern. Im Unterschied dazu können gesättigte Fette Übergewicht, einen zu hohen Cholesterinspiegel und Herzerkrankungen begünstigen.

Ernährungsexperten empfehlen mit Blick auf Fette zum einen hochwertige Pflanzenöle und zum anderen Margarine und in Maßen Butter. Aber auch Nüsse und Avocados, Samen und Fische wie Lachs oder Makrele sind reich an guten Fetten.

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Hier schreiben Tina Fachinger, 36 Jahre alt, Ernährungsberaterin und Dietmar Beinbach, geboren 1968, Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Hobbyköchen und der Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

Ein Gedanke zu „Infos und Tipps zu Lebensmittelgruppen“

  1. Vor allem der Tipp mit den Kohlenhydraten ist heutzutage elementar!
    Ich trainiere häufig und Muskelaufbau ist eines meiner Hobbies, weshalb ich eine Zeit lang – wie viele andere auch – eine ketogene Diät ausprobiert habe.
    Anfangs waren tatsächlich Erfolge zu erkennen, aber mein Körper hat sich schnell daran gewöhnt und der Muskeltonus stagnierte hinsichtlich der Definition schon bald.
    Mit einer Kombination aus Kohlenhydraten und dynamischen intermittierendem Fasten habe ich wesentlich größere Erfolge! 🙂

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