Infos und Tipps zu Grillkäse

Infos und Tipps zu Grillkäse

Wenn es ums Grillen geht, denken viele im ersten Moment sicherlich an Fleisch, Würstchen, Fisch und eventuell Gemüse. Doch es gibt noch ein weiteres Lebensmittel, das auf dem Grill eine hervorragende Figur macht: Grillkäse. Richtig zubereitet, ist Grillkäse keineswegs nur für Vegetarier eine leckere Alternative auf dem Grillbüffet.

Infos und Tipps zu Grillkäse

Wichtig ist aber, dass es sich um einen speziellen Grillkäse oder eine Käsesorte mit einem hohen Schmelzpunkt handelt. Andernfalls würde der Käse auf dem Grill oder in der Pfanne sofort zerfließen.

Wir haben einige Infos und Tipps zu Grillkäse zusammengestellt – und verraten ein Rezept zum Ausprobieren!:

Welcher Käse eignet sich zum Grillen?

Der Klassiker unter den Grillkäsen ist Halloumi. Dieser Grillkäse kommt ursprünglich aus Zypern und wird aus Ziegen-, Schafs- oder Kuhmilch oder aus einer Mischung der drei Milchsorten hergestellt.

Durch die feste Struktur zerläuft Halloumi auch bei hohen Temperaturen nicht, sondern wird außen schön knusprig und innen wunderbar weich und cremig. Vom Geschmack her ist Halloumi leicht salzig und würzig. Je nach Hersteller gibt es den Grillkäse von mild und frisch bis hin zu intensiv und deftig.

Doch Halloumi ist längst nicht der einzige Käse, der gegrillt werden kann. Auch Feta- und Hirtenkäse, Ziegenkäse, Mozzarella, Camembert und Brie lassen sich prima auf dem Grill zubereiten. Generell ist wichtig, dass der Käse keinen zu niedrigen Schmelzpunkt hat.

Wie wird Grillkäse zubereitet?

Ein fester Grillkäse wie Halloumi kann direkt auf den Grillrost gelegt werden. Wer auf die typischen Grillstreifen und kräftige Röstaromen verzichten kann und seinen Käse stattdessen lieber saftiger haben möchte, kann den Grillkäse in Pergamentpapier einwickeln. In diesem Fall darf das Päckchen aber nicht direkt über der Flamme platziert werden, sonst könnte das Papier Feuer fangen und verbrennen.

Käsesorten wie Brie oder Mozzarella werden weich und innen flüssig, wenn sie erhitzt werden. Sie sollten deshalb in einer kleinen Pfanne, einer Grillschale oder einem Päckchen aus Alufolie zubereitet werden.

Im Supermarkt gibt es Grillkäse pur und natürlich, aber auch gewürzt, mit Kräutern aromatisiert und in Marinaden eingelegt. Worauf die Wahl fällt, bleibt am Ende natürlich eine Frage des eigenen Geschmacks.

Ein natürlicher Grillkäse bietet aber die meisten Möglichkeiten für eine individuelle Zubereitung. Und diese muss gar nicht besonders aufwändig oder ausgefallen sein. Zumal die Gewürze und Kräuter das Aroma des Käses nicht komplett überlagern sollten.

Käsesorten wie Feta, Mozzarella oder Brie schmecken zum Beispiel so sehr gut:

  • Zunächst wird eine Pfanne ganz leicht eingeölt.

  • Anschließend den Käse in die Pfanne legen und mit Pfeffer bestreuen.

  • Dann ein paar frische Kräuter, Knoblauch und eventuell etwas Chili dazugeben.

  • Wer möchte, kann auch Tomatenstückchen mit in die Pfanne legen.

  • Zum Schluss etwas Olivenöl über den Käse geben und die Pfanne auf den Grill oder den Herd stellen.

  • Optimal ist, wenn die Pfanne zugedeckt werden kann. Auf diese Weise entsteht ein geschlossener Raum, in dem die Hitze und die Aromen zirkulieren.

  • Nach ein paar Minuten ist der Käse warm, innen weich und hat die Aromen von den Kräutern und den Gewürzen aufgenommen.

  • Serviert werden, kann er mit geröstetem Brot oder Baguette.

Grundsätzlich sollte gegrillter Käse immer sofort serviert und heiß gegessen werden. Denn wenn der Grillkäse abkühlt, verliert er an Geschmack und wird zäh.

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Warum quietscht Grillkäse manchmal?

Es kann vorkommen, dass ein Grillkäse beim Kauen quietschende Geräusche von sich gibt. Das liegt daran, dass Grillkäse nach der Herstellung in Molke gekocht wird. Bei diesem Vorgang, der im Fachjargon Denaturierung heißt, härtet das Milcheiweiß im Käse aus. Wenn der Käse dann nach dem Grillen mit den Zähnen zerkleinert wird, entsteht das Quietschen.

Wie kalorienreich ist Grillkäse?

Beim Einkauf von Käse lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste. Denn es gibt Grillkäse, der nur aus pasteurisierter Milch hergestellt ist und aus einer Käsesorte besteht.

Aber genauso kann es sich um eine sogenannte Käsezubereitung handeln, die verschiedene Käsesorten wie Mozzarella, Frisch- und Schnittkäse enthält. Zudem können Zusatzstoffe wie Verdickungs- oder Konservierungsmittel hinzugefügt sein.

Was die Nährwerte angeht, so ist Grillkäse nicht unbedingt kalorienarm. Rund 320 Kilokalorien stecken in 100 Gramm Grillkäse. Ist der Käse mariniert oder mit einer Panade umhüllt, können es sogar noch mehr Kalorien sein.

Rezept: Grillkäse mit Pfirsichen und Rucola

Für alle, die jetzt Appetit bekommen haben und Grillkäse einmal ausprobieren möchten, haben wir ein Rezept vorbereitet. Dabei wird der Grillkäse zusammen mit Pfirsichen auf einem Salat aus Rucola angerichtet. Das Gericht kann eine Hauptspeise sein oder als Vorspeise serviert werden.

Die Zutaten für vier Personen

  • 4 Pfirsiche, frisch oder aus der Dose

  • 4 Stängel Thymian

  • 2 Zitronen

  • 6 Esslöffel Olivenöl

  • je 2 Teelöffel Currypulver und brauner Zucker

  • 500 g Grillkäse

  • 2 gute Handvoll Rucola

  • 16 Kirschtomaten

  • Salz, Pfeffer und Chiliflocken

  • 4 Esslöffel geröstete Mandelstifte

Die Zubereitung

Zunächst werden die Zitronen ausgepresst und die Thymianblätter von den Stängeln abgestreift. Dann den Saft von einer Zitrone, den Thymian, zwei Esslöffel Olivenöl, das Currypulver und den Zucker in einer Schüssel zu einer Marinade verrühren.

Frische Pfirsiche nun waschen, halbieren und die Steine entfernen. Pfirsiche aus der Dose abtropfen lassen. Anschließend die Pfirsiche in die Marinade geben und die Schüssel etwas bewegen, damit die Früchte rundherum benetzt sind.

Als nächstes den Grillkäse in ungefähr ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden. In eine Grillpfanne oder eine Grillschale etwas Öl geben, den Käse hineinlegen und von beiden Seiten auf dem Herd oder Grill knusprig braten. In den letzten Minuten die marinierten Pfirsichhälften mit den Schnittflächen nach unten dazugeben und mitschmoren lassen. Zum Schluss den Käse und die Pfirsiche mit Salz und Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit den Rucola waschen und trocken schleudern. Die Kirschtomaten ebenfalls waschen und halbieren. Aus dem Saft der zweiten Zitrone, vier Esslöffeln Olivenöl, Salz, Pfeffer und den Chiliflocken ein Dressing anrühren.

Den Rucola und die Tomaten mit dem Dressing vermischen und auf vier Tellern verteilen. Darauf den Grillkäse und die Pfirsiche anrichten, mit Mandelstiften bestreuen und servieren. Guten Appetit!

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Hier schreiben Tina Fachinger, 36 Jahre alt, Ernährungsberaterin und Dietmar Beinbach, geboren 1968, Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Hobbyköchen und der Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

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