Gesunde Ernährung für Kinder – so geht’s, 2. Teil

Gesunde Ernährung für Kinder – so geht’s, 2. Teil

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit gesunden Zutaten sorgt nicht nur dafür, dass Kinder mit allen Vitaminen und Nährstoffen versorgt sind, die sie für ihr Wachstum und ihre Entwicklung brauchen. Sie kann auch dazu beitragen, dass später Übergewicht und Krankheitsbilder wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht zum Problem werden. Denn die Essgewohnheiten, die sich Kinder in jungen Jahren aneignen, behalten sie oft bis weit ins Erwachsenenalter hinein bei.

Anzeige

Gesunde Ernährung für Kinder - so geht's, 2. Teil

Nun klingt gesunde Ernährung aber oft nach Verzicht und Verboten. Doch das muss keineswegs so sein! Schon ein paar einfache Maßnahmen und Tipps genügen, um sich gesund zu ernähren. Zumal Essen immer auch Spaß machen soll.

In einem zweiteiligen Beitrag zeigen wir, wie gesunde Ernährung für Kinder aussehen kann. Hier ist der 2. Teil!:

Ernährungsfallen für Kinder vermeiden

Süßigkeiten, Fast Food und andere ungesunde Lebensmittel zu verbieten, wird im Alltag kaum funktionieren. Denn selbst wenn es solche Dinge zu Hause nicht gibt, kommen die Kids spätestens bei den Großeltern oder bei Freunden damit in Kontakt. Was verboten ist, reizt außerdem nur noch mehr.

Aber es ist gar nicht notwendig, mit Verboten zu arbeiten. Wesentlich sinnvoller und effektiver ist, seltener und in Maßen zu naschen, doch dafür dann mit Genuss.

Die Eltern sollten aber beachten, dass in zahlreichen Lebensmitteln viel Zucker steckt. Das gilt zum Beispiel nicht nur für Cola, Limonade und Eistee, sondern genauso auch für Fruchtsäfte. Wegen des hohen Zuckergehalts ist Saft deshalb kein Durstlöscher, der in großen Mengen getrunken werden sollte.

Können sich die Kinder für Wasser oder ungesüßten Tee nicht begeistern, sollte es eine Schorle aus einem Teil Saft und drei Teilen Wasser sein.

Spezielle Lebensmittel für Kinder wie Kekse, Joghurts oder Frühstückscerealien sind oft stark verarbeitet und enthalten viele Zusatzstoffe. Wegen ihres hohen Gehalts an Zucker oder Fett haben sie zudem eine hohe Energiedichte. Für eine ausgewogene Kinderernährung eignen sie sich deshalb nicht.

Auch Fertigprodukte liefern oft viel Energie in Form von Zucker und gesättigten Fettsäuren, aber im Gegenzug wenig gesunde Nährstoffe. Statt zur Fertigpizza zu greifen, ist daher die bessere Alternative, die Pizza selbst zuzubereiten.

Ein Teig aus Vollkornmehl ist schnell gemacht, und wenn die Kinder beim Belegen mit pürierten Tomaten als Soße, Gemüse, wenig Wurst und Käse mithelfen dürfen, kommt auch die gesündere Variante super an.

Kinder haben von Geburt an ein natürliches Gefühl für Hunger und Sättigung. Dieses sollten sie nicht verlieren. Aus diesem Grund sollten die Eltern nicht darauf bestehen, dass die Kinder ihren Teller leer essen.

Wenn die Kids satt sind, sollten sie den Rest stehen lassen dürfen. Wichtig ist auch, dass die Eltern die Nahrung nicht als Trostspender oder Belohnung einsetzen. Das kann ein ungesundes Verhältnis zum Essen begünstigen.

Außerdem sollten die Kinder bewusst essen und nicht nur nebenbei. Der Fernseher und das Smartphone sollten während der Mahlzeiten daher ausgeschaltet bleiben. Hier sind übrigens die Eltern gefragt, mit gutem Beispiel voranzugehen. Denn Kinder ahmen das Verhalten ihrer Eltern nach.

Besucher lesen auch gerade folgenden Beitrag:  Rezepte für Essig-, Gewürz- und Senfgurken

Problematische Lebensmittel für Kinder

Für kleine Kinder können manche Speisen gefährlich sein. An kleinen, runden oder harten Lebensmitteln wie Nüssen, Weintrauben, groben Gemüse- und Fleischstücken oder Bonbons können sie sich leicht verschlucken. Auch Fisch mit Gräten und Kaugummi können für Kleinkinder gefährlich sein.

Rohe tierische Produkte wie Mett, Erzeugnisse aus Rohmilch oder Sushi sollten Kinder unter fünf Jahren besser nicht essen.

Solche Speisen können Krankheitserreger enthalten, mit denen das kindliche Immunsystem noch nicht zurechtkommt. Aus dem gleichen Grund sollten Babys im ersten Lebensjahr keinen Honig bekommen.

Gesunde Ernährung für Kinder - so geht's, 2. Teil (1)

Was tun, wenn das Kind kein gesundes Essen mag?

Das Wichtigste ist, dass das Essen Spaß macht. Niemandem ist damit geholfen, wenn die Stimmung am Tisch gereizt ist, alle nörgeln und die Kinder das Essen verweigern. Druck auf die Kinder auszuüben, damit sie Gemüse und Vollkornnudeln essen, wird keinen Erfolg haben.

Um Kindern gesundes Essen schmackhaft zu machen, ist besser, es mit diesen Tipps zu versuchen:

  • Die Eltern sollten Vorbild sein und selbst auf eine ausgewogene Ernährung achten.

  • Beim Planen der Mahlzeiten, dem Einkaufen und dem Kochen sollten die Kinder mit einbezogen werden. Wenn die Kinder das Gemüse selbst aussuchen und klein schnippeln durften, essen sie es später oft lieber.

  • Die Familie sollte möglichst oft zusammenkommen und die Mahlzeiten gemeinsam genießen. So entsteht nebenbei echte Quality-Time.

  • Obst und Gemüse sollten in einer Form angeboten werden, die für Kinder attraktiv ist. Apfelspalten oder Möhrensticks essen viele Kinder lieber als einen Apfel oder eine Karotte, die am Stück sind.

  • Gerade Obst und Gemüse bieten eine Fülle an Farben, Formen und Texturen. Die Eltern sollten sich das zunutze machen und bei den Mahlzeiten ansprechende, bunte Teller anrichten.

  • Lebensmittel, die die Kinder noch nicht kennen, sollten die Eltern nicht nur einmal anbieten. Besser ist, sie immer wieder auf den Tisch zu bringen. Ohne Druck probieren die meisten Kinder irgendwann, ob die Speisen nicht doch schmecken.

  • Bei Kindern kommen Gerichte, die sie sich selbst zusammenstellen können, besonders gut an. Joghurt und dazu eine Auswahl an frischen Früchten, Zutaten für einen bunten Salat oder das klassische Abendbrot mit Brot und Aufschnitt eignen sich zum Beispiel prima, um Kindern eine abwechslungsreiche Ernährung nahezubringen.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Anzeige

Thema: Gesunde Ernährung für Kinder – so geht’s, 2. Teil

Autoren Profil:
FB/Twitter

Veröffentlicht von

Autoren Profil:

Hier schreiben Tina Fachinger, - Ernährungsberaterin, Dietmar Beinbach, - Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants, Youtuberin & Hobbyköchin Sevilart, sowie Christian Gülcan, 10 Jahre Erfahrung im Lebensmittel-Großhandel und der Belieferung an jegliche Gastronomie, Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Tipps für Hobbyköche und Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

Kommentar verfassen