8 Beispiele für essbare Blumen und Blüten

8 Beispiele für essbare Blumen und Blüten

Wer einen kleinen Garten, eine Terrasse oder einen Balkon hat, steht oft vor der Qual der Wahl: Sollen bunte Blumen für eine schöne Optik sorgen? Wären leckere Beeren eine gute Lösung? Oder machen Kräuter, Tomaten und andere essbare Pflanzen am meisten Sinn? Sind die Pflanzen erst einmal in die Beete oder Gefäße eingesetzt, werden sie schließlich nicht mehr herausgenommen. Und für zusätzliche Pflanzen reicht der Platz oft nicht mehr aus.

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8 Beispiele für essbare Blumen und Blüten

Dabei ist es gar nicht unbedingt notwendig, sich zwischen Zier- und Nutzpflanzen zu entscheiden. Denn viele Pflanzen, die wunderschön blühen, sind essbar und schmecken noch dazu richtig gut. Wir nennen acht Beispiele für essbare Blumen und Blüten, die weit mehr sind, als nur eine hübsche Deko!:

  1. Hibiskus

Einige Arten vom Hibiskus, der auch als Eibisch bekannt ist, wachsen auch in unseren Breitengraden. Dabei ist der Hibiskus nicht nur ein prächtiger Zierstrauch, sondern ebenso Lieferant von essbaren Blüten. Hierzulande werden Hibiskusblüten vor allem in Teemischungen oder als Deko in erfrischenden Cocktails verwendet.

In ihrer asiatischen Heimat werden die Blüten roh und gegart genutzt. Die fruchtige, leicht säuerliche Note harmoniert zum Beispiel sehr gut mit Marmeladen und Fruchtgelees, aber auch mit Fisch.

  1. Holunderblüten

Früher war es ein beliebter Brauch, schwarzen Holunder als Hausbaum zu pflanzen. Denn der Strauch, der auch Fliederbeerbusch oder Holler genannt wird, sollte böse Geister fernhalten. Auch heute ist Holunder im Garten beliebt. Die weißen Blüten lassen sich nämlich vielseitig verwenden und zaubern zur Blütezeit ein wunderschönes Bild.

Holunderblüten schmecken süß und eignen sich deshalb prima als Sirup oder als Zutat in Pfannkuchen. Ein Tee aus Holunderblüten hilft bei Erkältungen und Fieber. Mit seinem Holunderbusch tut der Gärtner außerdem der Natur etwas Gutes.

Wildbienen nutzen abgeschnittene Zweige nämlich gerne als Insektenhotel, um ihren Nachwuchs darin aufzuziehen.

  1. Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse gehört zu den Pflanzen, die im Ganzen viel hermachen. Die kreisrunden, grünen Blätter und die Blüten, die Farben von sonnigem Gelb bis hin zu kräftigem Rot haben können, lassen die Pflanze optisch toll aussehen. Gleichzeitig ist die Kapuzinerkresse recht genügsam.

Je nach Standort wächst sie entweder hängend oder verteilt sich über den Boden. Deshalb eignet sich die Kapuzinerkresse zum Beispiel auch als Bepflanzung um eine stehende Pflanze herum.

Geschmacklich liefern die Blätter und die Blüten der Kapuzinerkresse einen würzigen, leicht scharfen Geschmack. Deshalb kann die Kresse einem Salat, einer Soße, einem Pesto, einem Kräuterquark oder einem Frischkäse ein pikantes Aroma verleihen und zugleich die Optik pfiffig aufhübschen.

  1. Kirschblüten

Während ein Kirschbaum im Frühling wunderschön blüht, hängt er im Sommer voller Früchte. Allerdings halten sich Kirschen nicht besonders lange und müssen deshalb entweder gleich aufgegessen oder verarbeitet werden. Wer eine etwas kleinere Kirschernte in Kauf nimmt, kann bereits im Frühjahr einige Blüten ernten. Sie schmecken süßlich-herb und verleihen zum Beispiel Eis, Pudding und Salaten ein besonderes Aroma.

In Japan hat die Kirschblüte eine lange Tradition. Es gibt sogar ein eigenes Fest, das nur der Kirschblüte gewidmet ist. Serviert wird dann beispielsweise Kirschblütentee oder Reis mit gesalzenen Kirschblüten.

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Übrigens:

Was für die Kirsche gilt, trifft auch auf andere Obstbäume zu. Die Blüten von Apfel-, Birnen-, Aprikosen- oder Pflaumenbäumen etwa eignen sich genauso wie Kirschblüten für Sirup, Tees, Nachspeisen und Salate.

  1. Lindenblüten

Lindenblüten schmecken sehr süß und erinnern an Honig. Deshalb passen sie gut zu Nachspeisen und Getränken. Auch ein Gelee aus Lindenblüten mit Äpfeln oder Orangen schmeckt köstlich.

Doch Lindenblüten sind genauso ein altbewährtes Hausmittel. Getrocknet und als Tee aufgegossen, werden Lindenblüten bei fiebrigen Erkältungen angewendet, weil sie schweißtreibend wirken, Schleim lösen und Entzündungen hemmen.

  1. Magnolien

Von März bis Mai verzaubert die Magnolie mit wunderschönen, großen Blüten, die zudem auch noch essbar sind. Roh sind die Blütenblätter zwar ziemlich zäh. Aber sie können sehr gut zu Sirup oder in Desserts verarbeitet werden.

Getrocknete Blüten verfeinern das Aroma und die Optik von Teemischungen. In Asien werden Magnolienblüten gerne durch einen Teig gezogen, in der Fritteuse ausgebacken und als Nachtisch serviert.

  1. Ringelblumen

Die Ringelblume entzückt bis in den Herbst hinein mit ihren leuchtenden, gelb-orangenen Blüten. Als einjährige Pflanze stirbt sie bei Frost ab. Doch weil sich ihre Samen selbst aussäen und den Winter überstehen, wachsen die Blumen im nächsten Frühling von Neuem.

Viele werden bei der Ringelblume an Salben, Cremes und Kosmetik denken. Denn Ringelblumen, die in der Medizin Calendula genannt werden, hemmen Entzündungen und fördern die Wundheilung.

In der Küche spendieren die frischen Blättchen der Blüten Salaten eine angenehme Note. Daneben lassen sie sich zu einem leckeren Brotaufstrich verarbeiten. Weil die Blüten stark färben, können sie ähnlich wie Safran auch verwendet werden, um Speisen einen satten Gelbton zu verleihen.

Allerdings sollten die Blüten nicht gekocht werden, weil aus dem Gelb dann ein Braun wird. Getrocknete Blüten sorgen in Teemischungen für ein schönes Aroma.

  1. Studentenblumen

Die Studentenblume heißt auch Tagetes. Zwar sind alle Sorten der Studentenblume essbar, doch geschmacklich können nur bestimmte Sorten überzeugen. Einige dieser Sorten schmecken nach Zitrusfrüchten, andere erinnern an Anis und wieder andere haben ein Aroma wie Lakritze.

Je nach Aroma eignen sich Studentenblumen für Salate, raffinierte Brotaufstriche oder Desserts. Doch schon dort, wo die Studentenblumen wachsen, leisten sie wertvolle Hilfe.

Denn sie wirken Fadenwürmern entgegen, die die Wurzeln der Nachbarpflanzen zerstören könnten. Als Heilpflanze wiederum soll die Tagetes das Gemüt aufhellen und so bei depressiven Verstimmungen helfen.

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Hier schreiben Tina Fachinger, 36 Jahre alt, Ernährungsberaterin und Dietmar Beinbach, geboren 1968, Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Hobbyköchen und der Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

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