5 Fragen zum Salzkonsum

5 Fragen zum Salzkonsum

Speisesalz in eine feste und unverzichtbare Zutat in jeder Küche. Durch Salz bekommen die einzelnen Zutaten einen intensiveren Geschmack, einige Aromen entfalten sich überhaupt erst. Wer einmal ein Gericht zubereitet und dabei Salz vergessen hat, weiß, welchen Unterschied ein paar Gramm des weißen Pulvers ausmachen können. Ein zu hoher Salzkonsum kann aber schädlich sein.

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5 Fragen zum Salzkonsum

Er steht im Verdacht, den Blutdruck zu erhöhen und dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu begünstigen.

Am Ende kommt es auch bei Salz auf die richtige Menge an. Einen Salzmangel müssen die wenigsten fürchten. Häufiger ist es so, dass die Salzmenge in der Ernährung gesenkt werden sollte. Das betrifft vor allem diejenigen, die salzsensitiv sind und zu Problemen mit dem Herz-Kreislauf-System neigen. Doch wie viel Salz ist gesund?

Wir beantworten fünf Fragen zum Salzkonsum!:

  1. Warum braucht der menschliche Körper Salz?

In Salz stecken wichtige Stoffe wie Natrium, Chlorid und Kalium. Sie gehören zu den sogenannten Elektrolyten und regulieren den Säure-Basen-Haushalt und den Wasserhaushalt im Körper. Auch für die Gewebespannung in den Zellmembranen sind Natrium und Kalium sehr wichtig.

Fehlen sie, leiten die Nerven und die Muskeln keine Nervenimpulse weiter. Doch das ist notwendig, damit sich die Muskeln zusammenziehen, das Herz funktioniert und der Blutdruck reguliert wird. Insofern ist Salz sogar überlebenswichtig.

Daneben hat Natrium einen wesentlichen Anteil an aktiven Zelltransporten. Das im Salz enthaltene Chlorid wiederum ist ein entscheidender Bestandteil der körpereigenen Magensäure, während Kalium maßgeblich an der Produktion von Eiweißen und Glykogen beteiligt ist.

Für einen stabilen Flüssigkeitshaushalt und eine gesunde Verdauung braucht der Körper also ausreichend Salz. Die Knochen und die Muskulatur sind ebenso auf Elektrolyte angewiesen.

Ein Mangel kann bedenkliche Folgen haben. Fällt zum Beispiel der Natriumgehalt unter einen bestimmten Wert, drohen Schwindel, Probleme mit dem Gleichgewicht und Orientierungsstörungen.

Zu einer gesunden Funktion der Schilddrüse wiederum trägt Jod bei, das in Speisesalz enthalten ist oder hinzugefügt wird. Salz komplett zu streichen und stattdessen zu Ersatzprodukten zu greifen, macht aus gesundheitlicher Sicht keinen Sinn.

  1. Was passiert, wenn der Salzkonsum zu hoch ist?

Ein mäßiger Salzkonsum ist nicht nur gesund, sondern letztlich überlebenswichtig. Doch zu viel Salz kann der Gesundheit ernsthaft schaden. Fertiggerichte, Knabbereien und andere Lebensmittel mit hohem Salzgehalt können langfristig zu einem zu hohen Blutdruck führen. Daraus wiederum können Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen.

Im Zusammenhang mit Salz ist Bluthochdruck, fachsprachlich Hypertonie genannt, das zentrale Thema. Stellt sich ein zu hoher Blutdruck schon früh ein und bleibt er lange unerkannt, können die Arterien Schaden nehmen.

Doch das Tückische ist, dass sich ein erhöhter Blutdruck oft nicht bemerkbar macht.

  1. Was ist eine Salzsensitivität?

Studien deuten darauf hin, dass die Ursache für eine Hypertonie in einer Salzsensitivität liegt. In diesem Fall wird von einem salzsensitiven Bluthochdruck gesprochen.

Die Salzsensitivität misst, wie die Aufnahme von Kochsalz den Blutdruck verändert. Ist jemand salzsensitiv, steigt sein Blutdruck bei zu viel Natrium im Blut an.

Schätzungen zufolge ist rund jeder dritte Deutsche salzsensitiv. Im Unterschied dazu kann eine salzresistente Person auch eine größere Salzmenge aufnehmen und später ausscheiden, ohne dass der Blutdruck wesentlich ansteigt. Untersuchungen legen nahe, dass Personen mit Übergewicht und mit metabolischem Syndrom wie Diabetes besonders oft von Salzsensitivität betroffen sind.

Außerdem sind etwa die Hälfte aller Bluthochdruck-Patienten salzsensitiv. Generell scheinen eine zu salzhaltige Ernährung und Bluthochdruck demnach zusammenzuhängen.

  1. Welche Salzmenge ist gesund?

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen, täglich weniger als fünf Gramm Salz zu sich zu nehmen. Diese Menge entspricht ungefähr einem Teelöffel voll. Wer die Empfehlung einhält, könnte sein Risiko für Bluthochdruck und daraus resultierende Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Säuglinge und Babys sollten bis zu einem Alter von neun Monaten am besten gar kein Kochsalz konsumieren. Bei Kindern zwischen anderthalb und drei Jahren sollte die Salzzufuhr nicht höher sein als zwei Gramm Kochsalz pro Tag.

Wichtig ist aber, auf den verdeckten Salzgehalt in Speisen zu achten. Das Salz, das beim Kochen und am Tisch verwendet wird, macht nur 25 bis 30 Prozent der Gesamtmenge aus.

Bis zu 75 Prozent der täglichen Salzzufuhr stecken in verarbeiteten Lebensmitteln und Fertigprodukten. Ist der Blutdruck erhöht, macht es also Sinn, die Zutatenlisten der konsumierten Lebensmittel genau zu studieren.

  1. Wie kann der Salzkonsum gesenkt werden?

Wer sich salzärmer ernähren möchte, sollte schrittweise vorgehen. Denn wessen Gaumen an kräftig gesalzene Speisen gewöhnt ist, wird es schwer haben, sich plötzlich umzustellen. Besser ist, die Salzmenge nach und nach zu reduzieren und den Geschmacksnerven so die Möglichkeit zu geben, sich mit dem geringeren Salzgehalt anzufreunden.

Natürliche und unverarbeitete Lebensmittel enthalten meistens weniger Salz als fertige Produkte. Allein der Einkaufszettel kann deshalb schon dabei helfen, den Salzkonsum zu senken.

Und wer Brot, Suppen, Hauptgerichte und Snacks frisch und selbst zubereitet, kann sich oft über den leckeren Geschmack freuen.

Hilfreich ist auch, mit Kräutern und anderen Gewürzen zu aromatisieren. Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Basilikum oder Koriander verleihen vielen Gerichten ein tolles Aroma. Auch Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Zitronengras und würziges Gemüse können einer Speise den richtigen Pfiff geben.

Wenn dann noch andere, aromatische Gewürze wie Muskat, Zimt, Anis, Curry, Kümmel oder Cayenne-Pfeffer dazukommen, fällt häufig gar nicht mehr auf, dass wenig Salz enthalten ist.

Wer bereits chronischen Bluthochdruck hat, kann auf natriumreduziertes Salz zurückgreifen. Dabei handelt es sich um einen Salzersatz, der weniger Natriumchlorid enthält. Allerdings schmeckt das Ersatzprodukt weniger salzig und hat einen bitteren Nachgeschmack.

Insofern ist die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, beim normalen Salz zu bleiben und davon einfach weniger zu verwenden.

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Hier schreiben Tina Fachinger, 36 Jahre alt, Ernährungsberaterin und Dietmar Beinbach, geboren 1968, Koch und Geschäftsinhaber mehrerer Restaurants, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes zu Nahrungsmitteln, Ernährung, Backen und Kochen vermitteln. Hobbyköchen und der Gastronomie Tipps, Anleitungen, Rezepte und Ratgeber geben. Videos dreht unsere gute Fee Sevil.

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